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		<title>Wikipedia zur Industriegeschichte Dorsten - Benutzerbeiträge [de]</title>
		<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/Cm.hagemann</link>
		<description>Aus Wikipedia zur Industriegeschichte Dorsten</description>
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			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt Fundpunkt Openstreetmap 2 Kopie.jpg|left|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|left|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|left|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|left|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmelzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 2021 Kopie.jpg|800px|thumb|Plan: 2021, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan von 1913 2 1200 Pixel breit.jpg|800px|thumb|Lageplan von 1913, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.08.2021]]                      ||Eröffnung des Tisa-Archivs auf dem Sicherungsstandort der RAG neben Schacht 1.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang veränderte man die ursprünglich im Stil des Neobarocks ausgestaltete Fassade durch Einbau neuer Fenster und Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Damit erinnert das neue Aussehen dem seit den 1920er Jahren beliebten Stil des sogenannten &amp;quot;Backstein-Expressionismus“. Die Erweiterung des Gebäudes ermöglichte es, die 2,5 MW Dampfturbine von der Baldur hier unterzubringen. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung nochmals erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude ein zweites Mal um zwei Achsfelder und stellte eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2- am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorstener_Wochenblatt_Miniatur_Kopie.jpg|183px|thumb|left|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 06 Jun 2022 05:49:34 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wikipedia zur Industriegeschichte Dorsten:Impressum</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Wikipedia_zur_Industriegeschichte_Dorsten:Impressum</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Anbieter ==&lt;br /&gt;
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Die &amp;quot;bergbau-dorsten-wiki&amp;quot;-Autoren sind aufgerufen, alle Inhalte, die sie zu dieser Website beisteuern, nach bestem Wissen zu erstellen. Die Inhalte der website entstehen gemeinschaftlich, offen und ohne direkte redaktionelle Begleitung und Kontrolle. Praktisch jeder Inhalt kann jederzeit durch jeden angemeldeten Benutzer verändert werden. Werke, die unter dem Verdacht stehen, Urheber-, Verwertungs-, Persönlichkeits- oder sonstige Rechte zu verletzen, können unmittelbar ohne Rücksprache jederzeit korrigiert bzw. gelöscht werden. Jeder Benutzer ist für die von ihm erstellten Beiträge selbst in vollem Umfang verantwortlich. Einen Ausschluss einzelner Benutzer behält sich der Anbieter ausdrücklich vor.&lt;br /&gt;
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			<pubDate>Mon, 28 Mar 2022 03:43:01 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Wikipedia_zur_Industriegeschichte_Dorsten_Diskussion:Impressum</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Wulfen</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:Wulfen</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Abteufen der beiden Schächte der Zeche Wulfen begann die Mathias Stinnes AG 1957. Die Endteufen wurden 1962 erreicht. 1970 kam es zum Zusammenschluss mit der Zeche Leopold zum neuen Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen. 1981 wurde nach Fertigstellung einer untertägigen Förderverbindung zu Fürst Leopold die Kohleförderung in Wulfen eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Ansiedlung der erforderlichen Belegschaft und der Beschäftigten der mit dem Bergbau verbundenen Betriebe war die ”Neue Stadt Wulfen” vorgesehen. Ursprünglich für 60.000 Menschen geplant, hat Wulfen-Barkenberg heute 10.000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1938]]                      || Erwerb der Felder Stein III, VIII und XII durch Gewerkschaft Mathias Stinnes, Vorbereitungen zum Schachtteufen, jedoch nachfolgend durch den Krieg unterbrochen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1943]]                      || September: Verleihung Felder Wulfen I-IV&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1948]]                      || Verleihung Feld Wulfen V auf Blei/Zink&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Erwerb Feld Julius VII&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Konsolidation der Felder Stein III, VI, VIII, XII und Julius VII zu Stein Fortsetzung, Teilung Feld Stein Fortsetzung in Wulfen VI und Brassert Fortsetzung 1, Berechtsame: 42,7 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || Vorbereitungen zu Schachtteufen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1958]]     || Gefrieren Schächte 1/2, Teufbeginn Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1959]] || Teufbeginn Wetterschacht 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]       || '''Schacht 1 erreicht Karbon''' bei 788 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1961]]                      || Schacht 2 erreicht Karbon bei 784 m, Ansetzen 1. Sohle = 852 m(-806 m, -800 mS), Sohle in Flöz Zollverein 7/8 = 1014 m(-968 m) und 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS), Endteufen: Schacht 1: 1076 m, Schacht 2: 1063 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1964]]                      || Schacht 1: Förderbeginn, schachtnaher Abbau, 60000 t, 196 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 173000 t, 249 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1966]]                      || weiterhin ausschließlich der Feldesaufklärung dienender schachtnaher Abbau in Flöz Zollverein 7/8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || mit Brassert Bildung einer gemeinsamen Werksdirektion, aber weiter selbständiger Betrieb, 376400 t, 395 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1971]]                      || Trennung von Brassert und Bildung einer gemeinsamen Werksdirektion mit Fürst Leopold, aber weiter selbständiger Betrieb, weiterhin schachtnaher Abbau in Flöz Zollverein 7/8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1974]]                      || max. Förderung: 413110 t, 403 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 327536 t, 405 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || 117660 t, 408 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 2. Sohle mit 4. Sohle Fürst Leopold (Länge: 7,5 km), Fördereinstellung, Förderung untertage nach Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1982]]                      || 01.01. endgültiger '''Verbund zu Fürst Leopold/Wulfen'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Presseberichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spiegel schreibt 1962:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Über die Misere der letzten Jahre und die Zukunftsaussichten der Stinnesschen Kohlengruben gibt das Schicksal der neuen Schachtanlage Wulfen im nördlichen Ruhrrevier Aufschluß. Dort wurden auf der grünen Wiese für 60 Millionen Mark zwei Schächte bis in eine Tiefe von mehr als tausend Meter niedergebracht. Jetzt, da das Kohlefeld erschlossen ist, leidet die Branche Absatznöte. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Hugo Stinnes AG, Franz Heinrich Ulrich, gab deshalb für die Wulfen -Schächte die Order: &amp;quot;Deckel drauf!&amp;quot; Ulrich, im Hauptberuf Vorstandsmitglied der Deutschen Bank AG, erklärte: &amp;quot;Wulfen wartet auf bessere Zeiten. Vielleicht kommt auch einer, der uns die Anlage abkauft. Wer weiß?&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Der Spiegel, Heft 38/1962}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergsenkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergsenkungen Wulfen 2 Kopie.jpg|left|1287px|thumb|Höhendifferenzen, abgeleitet aus Höhen der aktuellen digitalen Topographischen Karte (2022) und Höhen aus der Topographischen Karte 1:25.000 von 1945.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bergbau-dorsten.de/html/wulfen.html Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten]&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Wulfen Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [http://www.wulfen-wiki.de/index.php/Zeche Wulfen-Wiki]&lt;br /&gt;
* [http://www.lions-dorsten-hanse.de/html/zeche_baldur.html  Geschichtstafel des Lions-Club Dorsten-Hanse ]&lt;br /&gt;
* [http://www.der-foerderturm.de/bal/baldur-bilder1.htm Ansichtskarten von der Zeche Baldur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 06 Mar 2022 06:59:17 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:Wulfen</comments>		</item>
		<item>
			<title>Datei:Bergsenkungen Wulfen 2 Kopie.jpg</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei:Bergsenkungen_Wulfen_2_Kopie.jpg</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;Bergsenkungen im Bereich der ehemaligen Zeche Wulfen.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bergsenkungen im Bereich der ehemaligen Zeche Wulfen.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 06 Mar 2022 06:57:18 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei_Diskussion:Bergsenkungen_Wulfen_2_Kopie.jpg</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Wulfen</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:Wulfen</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Abteufen der beiden Schächte der Zeche Wulfen begann die Mathias Stinnes AG 1957. Die Endteufen wurden 1962 erreicht. 1970 kam es zum Zusammenschluss mit der Zeche Leopold zum neuen Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen. 1981 wurde nach Fertigstellung einer untertägigen Förderverbindung zu Fürst Leopold die Kohleförderung in Wulfen eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Ansiedlung der erforderlichen Belegschaft und der Beschäftigten der mit dem Bergbau verbundenen Betriebe war die ”Neue Stadt Wulfen” vorgesehen. Ursprünglich für 60.000 Menschen geplant, hat Wulfen-Barkenberg heute 10.000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1938]]                      || Erwerb der Felder Stein III, VIII und XII durch Gewerkschaft Mathias Stinnes, Vorbereitungen zum Schachtteufen, jedoch nachfolgend durch den Krieg unterbrochen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1943]]                      || September: Verleihung Felder Wulfen I-IV&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1948]]                      || Verleihung Feld Wulfen V auf Blei/Zink&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Erwerb Feld Julius VII&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Konsolidation der Felder Stein III, VI, VIII, XII und Julius VII zu Stein Fortsetzung, Teilung Feld Stein Fortsetzung in Wulfen VI und Brassert Fortsetzung 1, Berechtsame: 42,7 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || Vorbereitungen zu Schachtteufen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1958]]     || Gefrieren Schächte 1/2, Teufbeginn Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1959]] || Teufbeginn Wetterschacht 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]       || '''Schacht 1 erreicht Karbon''' bei 788 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1961]]                      || Schacht 2 erreicht Karbon bei 784 m, Ansetzen 1. Sohle = 852 m(-806 m, -800 mS), Sohle in Flöz Zollverein 7/8 = 1014 m(-968 m) und 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS), Endteufen: Schacht 1: 1076 m, Schacht 2: 1063 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1964]]                      || Schacht 1: Förderbeginn, schachtnaher Abbau, 60000 t, 196 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 173000 t, 249 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1966]]                      || weiterhin ausschließlich der Feldesaufklärung dienender schachtnaher Abbau in Flöz Zollverein 7/8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || mit Brassert Bildung einer gemeinsamen Werksdirektion, aber weiter selbständiger Betrieb, 376400 t, 395 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1971]]                      || Trennung von Brassert und Bildung einer gemeinsamen Werksdirektion mit Fürst Leopold, aber weiter selbständiger Betrieb, weiterhin schachtnaher Abbau in Flöz Zollverein 7/8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1974]]                      || max. Förderung: 413110 t, 403 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 327536 t, 405 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || 117660 t, 408 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 2. Sohle mit 4. Sohle Fürst Leopold (Länge: 7,5 km), Fördereinstellung, Förderung untertage nach Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1982]]                      || 01.01. endgültiger '''Verbund zu Fürst Leopold/Wulfen'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Presseberichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spiegel schreibt 1962:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Über die Misere der letzten Jahre und die Zukunftsaussichten der Stinnesschen Kohlengruben gibt das Schicksal der neuen Schachtanlage Wulfen im nördlichen Ruhrrevier Aufschluß. Dort wurden auf der grünen Wiese für 60 Millionen Mark zwei Schächte bis in eine Tiefe von mehr als tausend Meter niedergebracht. Jetzt, da das Kohlefeld erschlossen ist, leidet die Branche Absatznöte. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Hugo Stinnes AG, Franz Heinrich Ulrich, gab deshalb für die Wulfen -Schächte die Order: &amp;quot;Deckel drauf!&amp;quot; Ulrich, im Hauptberuf Vorstandsmitglied der Deutschen Bank AG, erklärte: &amp;quot;Wulfen wartet auf bessere Zeiten. Vielleicht kommt auch einer, der uns die Anlage abkauft. Wer weiß?&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Der Spiegel, Heft 38/1962}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergsenkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergsenkungen_Dorsten_Wulfen_Lippramsdorf.jpg|left|1287px|thumb|Höhendifferenzen, abgeleitet aus Höhen der aktuellen digitalen Topographischen Karte (2022) und Höhen aus der Topographischen Karte 1:25.000 von 1945.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bergbau-dorsten.de/html/wulfen.html Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten]&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Wulfen Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [http://www.wulfen-wiki.de/index.php/Zeche Wulfen-Wiki]&lt;br /&gt;
* [http://www.lions-dorsten-hanse.de/html/zeche_baldur.html  Geschichtstafel des Lions-Club Dorsten-Hanse ]&lt;br /&gt;
* [http://www.der-foerderturm.de/bal/baldur-bilder1.htm Ansichtskarten von der Zeche Baldur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 24 Feb 2022 12:49:59 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:Wulfen</comments>		</item>
		<item>
			<title>Datei:Bergsenkungen Dorsten Wulfen Lippramsdorf.jpg</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei:Bergsenkungen_Dorsten_Wulfen_Lippramsdorf.jpg</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;hat eine neue Version von „Datei:Bergsenkungen Dorsten Wulfen Lippramsdorf.jpg“ hochgeladen:&amp;amp;#32;Höhendifferenzen, abgeleitet aus Höhen der aktuellen digitalen Topographischen Karte (2021) und Höhen aus der Topographischen Karte 1:25.000 von 19&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Höhendifferenzen abgeleitet aus dem Vergleich von Höhenangaben der Preußischen Landesaufnahme (1892) und Höhendaten aus amtlichen Kartenwerken (2014).&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 24 Feb 2022 12:36:10 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei_Diskussion:Bergsenkungen_Dorsten_Wulfen_Lippramsdorf.jpg</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Wulfen</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:Wulfen</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Abteufen der beiden Schächte der Zeche Wulfen begann die Mathias Stinnes AG 1957. Die Endteufen wurden 1962 erreicht. 1970 kam es zum Zusammenschluss mit der Zeche Leopold zum neuen Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen. 1981 wurde nach Fertigstellung einer untertägigen Förderverbindung zu Fürst Leopold die Kohleförderung in Wulfen eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Ansiedlung der erforderlichen Belegschaft und der Beschäftigten der mit dem Bergbau verbundenen Betriebe war die ”Neue Stadt Wulfen” vorgesehen. Ursprünglich für 60.000 Menschen geplant, hat Wulfen-Barkenberg heute 10.000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1938]]                      || Erwerb der Felder Stein III, VIII und XII durch Gewerkschaft Mathias Stinnes, Vorbereitungen zum Schachtteufen, jedoch nachfolgend durch den Krieg unterbrochen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1943]]                      || September: Verleihung Felder Wulfen I-IV&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1948]]                      || Verleihung Feld Wulfen V auf Blei/Zink&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Erwerb Feld Julius VII&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Konsolidation der Felder Stein III, VI, VIII, XII und Julius VII zu Stein Fortsetzung, Teilung Feld Stein Fortsetzung in Wulfen VI und Brassert Fortsetzung 1, Berechtsame: 42,7 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || Vorbereitungen zu Schachtteufen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1958]]     || Gefrieren Schächte 1/2, Teufbeginn Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1959]] || Teufbeginn Wetterschacht 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]       || '''Schacht 1 erreicht Karbon''' bei 788 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1961]]                      || Schacht 2 erreicht Karbon bei 784 m, Ansetzen 1. Sohle = 852 m(-806 m, -800 mS), Sohle in Flöz Zollverein 7/8 = 1014 m(-968 m) und 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS), Endteufen: Schacht 1: 1076 m, Schacht 2: 1063 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1964]]                      || Schacht 1: Förderbeginn, schachtnaher Abbau, 60000 t, 196 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 173000 t, 249 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1966]]                      || weiterhin ausschließlich der Feldesaufklärung dienender schachtnaher Abbau in Flöz Zollverein 7/8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || mit Brassert Bildung einer gemeinsamen Werksdirektion, aber weiter selbständiger Betrieb, 376400 t, 395 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1971]]                      || Trennung von Brassert und Bildung einer gemeinsamen Werksdirektion mit Fürst Leopold, aber weiter selbständiger Betrieb, weiterhin schachtnaher Abbau in Flöz Zollverein 7/8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1974]]                      || max. Förderung: 413110 t, 403 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 327536 t, 405 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || 117660 t, 408 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 2. Sohle mit 4. Sohle Fürst Leopold (Länge: 7,5 km), Fördereinstellung, Förderung untertage nach Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1982]]                      || 01.01. endgültiger '''Verbund zu Fürst Leopold/Wulfen'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spiegel schreibt 1962:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Über die Misere der letzten Jahre und die Zukunftsaussichten der Stinnesschen Kohlengruben gibt das Schicksal der neuen Schachtanlage Wulfen im nördlichen Ruhrrevier Aufschluß. Dort wurden auf der grünen Wiese für 60 Millionen Mark zwei Schächte bis in eine Tiefe von mehr als tausend Meter niedergebracht. Jetzt, da das Kohlefeld erschlossen ist, leidet die Branche Absatznöte. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Hugo Stinnes AG, Franz Heinrich Ulrich, gab deshalb für die Wulfen -Schächte die Order: &amp;quot;Deckel drauf!&amp;quot; Ulrich, im Hauptberuf Vorstandsmitglied der Deutschen Bank AG, erklärte: &amp;quot;Wulfen wartet auf bessere Zeiten. Vielleicht kommt auch einer, der uns die Anlage abkauft. Wer weiß?&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Der Spiegel, Heft 38/1962}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergsenkungen_Dorsten_Wulfen_Lippramsdorf.jpg|left|600px|thumb|Höhendifferenzen abgeleitet aus dem Vergleich von Höhenangaben der Preußischen Landesaufnahme (1892) und  Höhendaten aus amtlichen Kartenwerken (2014).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bergbau-dorsten.de/html/wulfen.html Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten]&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Wulfen Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [http://www.wulfen-wiki.de/index.php/Zeche Wulfen-Wiki]&lt;br /&gt;
* [http://www.lions-dorsten-hanse.de/html/zeche_baldur.html  Geschichtstafel des Lions-Club Dorsten-Hanse ]&lt;br /&gt;
* [http://www.der-foerderturm.de/bal/baldur-bilder1.htm Ansichtskarten von der Zeche Baldur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 24 Feb 2022 12:31:19 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:Wulfen</comments>		</item>
		<item>
			<title>Datei:Bergsenkungen Dorsten Wulfen Lippramsdorf.jpg</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei:Bergsenkungen_Dorsten_Wulfen_Lippramsdorf.jpg</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;Höhendifferenzen abgeleitet aus dem Vergleich von Höhenangaben der Preußischen Landesaufnahme (1892) und Höhendaten aus amtlichen Kartenwerken (2014).&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Höhendifferenzen abgeleitet aus dem Vergleich von Höhenangaben der Preußischen Landesaufnahme (1892) und Höhendaten aus amtlichen Kartenwerken (2014).&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 24 Feb 2022 12:22:27 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei_Diskussion:Bergsenkungen_Dorsten_Wulfen_Lippramsdorf.jpg</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Wulfen</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:Wulfen</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Abteufen der beiden Schächte der Zeche Wulfen begann die Mathias Stinnes AG 1957. Die Endteufen wurden 1962 erreicht. 1970 kam es zum Zusammenschluss mit der Zeche Leopold zum neuen Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen. 1981 wurde nach Fertigstellung einer untertägigen Förderverbindung zu Fürst Leopold die Kohleförderung in Wulfen eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Ansiedlung der erforderlichen Belegschaft und der Beschäftigten der mit dem Bergbau verbundenen Betriebe war die ”Neue Stadt Wulfen” vorgesehen. Ursprünglich für 60.000 Menschen geplant, hat Wulfen-Barkenberg heute 10.000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1938]]                      || Erwerb der Felder Stein III, VIII und XII durch Gewerkschaft Mathias Stinnes, Vorbereitungen zum Schachtteufen, jedoch nachfolgend durch den Krieg unterbrochen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1943]]                      || September: Verleihung Felder Wulfen I-IV&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1948]]                      || Verleihung Feld Wulfen V auf Blei/Zink&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Erwerb Feld Julius VII&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Konsolidation der Felder Stein III, VI, VIII, XII und Julius VII zu Stein Fortsetzung, Teilung Feld Stein Fortsetzung in Wulfen VI und Brassert Fortsetzung 1, Berechtsame: 42,7 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || Vorbereitungen zu Schachtteufen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1958]]     || Gefrieren Schächte 1/2, Teufbeginn Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1959]] || Teufbeginn Wetterschacht 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]       || '''Schacht 1 erreicht Karbon''' bei 788 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1961]]                      || Schacht 2 erreicht Karbon bei 784 m, Ansetzen 1. Sohle = 852 m(-806 m, -800 mS), Sohle in Flöz Zollverein 7/8 = 1014 m(-968 m) und 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS), Endteufen: Schacht 1: 1076 m, Schacht 2: 1063 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1964]]                      || Schacht 1: Förderbeginn, schachtnaher Abbau, 60000 t, 196 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 173000 t, 249 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1966]]                      || weiterhin ausschließlich der Feldesaufklärung dienender schachtnaher Abbau in Flöz Zollverein 7/8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || mit Brassert Bildung einer gemeinsamen Werksdirektion, aber weiter selbständiger Betrieb, 376400 t, 395 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1971]]                      || Trennung von Brassert und Bildung einer gemeinsamen Werksdirektion mit Fürst Leopold, aber weiter selbständiger Betrieb, weiterhin schachtnaher Abbau in Flöz Zollverein 7/8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1974]]                      || max. Förderung: 413110 t, 403 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 327536 t, 405 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || 117660 t, 408 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 2. Sohle mit 4. Sohle Fürst Leopold (Länge: 7,5 km), Fördereinstellung, Förderung untertage nach Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1982]]                      || 01.01. endgültiger '''Verbund zu Fürst Leopold/Wulfen'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spiegel schreibt 1962:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Über die Misere der letzten Jahre und die Zukunftsaussichten der Stinnesschen Kohlengruben gibt das Schicksal der neuen Schachtanlage Wulfen im nördlichen Ruhrrevier Aufschluß. Dort wurden auf der grünen Wiese für 60 Millionen Mark zwei Schächte bis in eine Tiefe von mehr als tausend Meter niedergebracht. Jetzt, da das Kohlefeld erschlossen ist, leidet die Branche Absatznöte. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Hugo Stinnes AG, Franz Heinrich Ulrich, gab deshalb für die Wulfen -Schächte die Order: &amp;quot;Deckel drauf!&amp;quot; Ulrich, im Hauptberuf Vorstandsmitglied der Deutschen Bank AG, erklärte: &amp;quot;Wulfen wartet auf bessere Zeiten. Vielleicht kommt auch einer, der uns die Anlage abkauft. Wer weiß?&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Der Spiegel, Heft 38/1962}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:TK25 2 mit Bergsenkungen_2016.jpg|left|600px|thumb|Höhendifferenzen abgeleitet aus dem Vergleich von Höhenangaben der Preußischen Landesaufnahme (1892) und  Höhendaten aus amtlichen Kartenwerken (2014).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bergbau-dorsten.de/html/wulfen.html Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten]&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Wulfen Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [http://www.wulfen-wiki.de/index.php/Zeche Wulfen-Wiki]&lt;br /&gt;
* [http://www.lions-dorsten-hanse.de/html/zeche_baldur.html  Geschichtstafel des Lions-Club Dorsten-Hanse ]&lt;br /&gt;
* [http://www.der-foerderturm.de/bal/baldur-bilder1.htm Ansichtskarten von der Zeche Baldur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 24 Feb 2022 12:16:47 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:Wulfen</comments>		</item>
		<item>
			<title>Auswirkungen des Bergbaus in Dorsten</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Auswirkungen_des_Bergbaus_in_Dorsten</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Von 1911 bis 2008 wurde unter dem Stadtgebiet von Dorsten Kohle abgebaut. Zwangsläufig wurde dadurch in die Natur und Landschaft eingegriffen (Landschaftswandel). Der Ruhrbergbau hat sich bemüht, die Auswirkungen des untertägigen Kohleabbaus auf die Landschaft- und Siedlungsbereiche möglichst gering zu halten, beziehungsweise Schäden zu regulieren oder zu kompensieren. Bergsenkungen erforderten besondere Maßnahmen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zur Sicherstellung der Vorflut (Umverlegung von Bächen und/oder Höherpumpen von Bachwässern).&lt;br /&gt;
* zur Gewährleistung der Funktion von Schmutz- und Regenwasserableitungensanlagen (Sanierung von Rohrleitungen, bzw. Umverlegung von Sammlern und/oder Betrieb von Pumpstationen).&lt;br /&gt;
* zum Hochwasserschutz (Einpolderung von gefährdeten Flächen).&lt;br /&gt;
* zur Verhinderung der Vernässung von Flächen (Drainage und/oder Betrieb von Pumpstationen).&lt;br /&gt;
* zur Verhinderung bzw. Minimierung der Auswirkungen von Zerrungen und Pressungen auf Gebäude (Verstärkung der Gebäudefundamente) und&lt;br /&gt;
* zur Beseitigung von Schäden an Gebäuden und Verkehrsanlagen (Sanierung von eingetretenen Schäden bis hin zu partiellen Gebäudeanhebungen durch Injektionen).&lt;br /&gt;
* zur Beseitigung von Schäden durch Bodenhebungen im Verlauf des Grubenwasseranstiegs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergsenkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:TK25 2 mit Bergsenkungen_2016.jpg|left|600px|thumb|Höhendifferenzen abgeleitet aus dem Vergleich von Höhenangaben der Preußischen Landesaufnahme (1892) und  Höhendaten aus amtlichen Kartenwerken (2014).]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Fri, 28 Jan 2022 16:42:55 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Auswirkungen_des_Bergbaus_in_Dorsten</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt Fundpunkt Openstreetmap 2 Kopie.jpg|left|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|left|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|left|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|left|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmelzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 2021 Kopie.jpg|800px|thumb|Plan: 2021, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan von 1913 2 1200 Pixel breit.jpg|800px|thumb|Lageplan von 1913, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang veränderte man die ursprünglich im Stil des Neobarocks ausgestaltete Fassade durch Einbau neuer Fenster und Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Damit erinnert das neue Aussehen dem seit den 1920er Jahren beliebten Stil des sogenannten &amp;quot;Backstein-Expressionismus“. Die Erweiterung des Gebäudes ermöglichte es, die 2,5 MW Dampfturbine von der Baldur hier unterzubringen. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung nochmals erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude ein zweites Mal um zwei Achsfelder und stellte eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2- am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorstener_Wochenblatt_Miniatur_Kopie.jpg|183px|thumb|left|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 20 Apr 2021 06:55:35 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Datei:Tagesriss 2021 Kopie.jpg</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei:Tagesriss_2021_Kopie.jpg</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;Plan: 2012, © Hagemann&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Plan: 2012, © Hagemann&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 20 Apr 2021 06:52:13 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei_Diskussion:Tagesriss_2021_Kopie.jpg</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt Fundpunkt Openstreetmap 2 Kopie.jpg|left|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|left|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|left|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|left|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmelzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|800px|thumb|Neue Nutzungen, Planungsstand 2012, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan von 1913 2 1200 Pixel breit.jpg|800px|thumb|Lageplan von 1913, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang veränderte man die ursprünglich im Stil des Neobarocks ausgestaltete Fassade durch Einbau neuer Fenster und Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Damit erinnert das neue Aussehen dem seit den 1920er Jahren beliebten Stil des sogenannten &amp;quot;Backstein-Expressionismus“. Die Erweiterung des Gebäudes ermöglichte es, die 2,5 MW Dampfturbine von der Baldur hier unterzubringen. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung nochmals erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude ein zweites Mal um zwei Achsfelder und stellte eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2- am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorstener_Wochenblatt_Miniatur_Kopie.jpg|183px|thumb|left|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Fri, 16 Apr 2021 06:28:53 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt Fundpunkt Openstreetmap 2 Kopie.jpg|left|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|left|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|left|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|left|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|800px|thumb|Neue Nutzungen, Planungsstand 2012, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan von 1913 2 1200 Pixel breit.jpg|800px|thumb|Lageplan von 1913, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang veränderte man die ursprünglich im Stil des Neobarocks ausgestaltete Fassade durch Einbau neuer Fenster und Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Damit erinnert das neue Aussehen dem seit den 1920er Jahren beliebten Stil des sogenannten &amp;quot;Backstein-Expressionismus“. Die Erweiterung des Gebäudes ermöglichte es, die 2,5 MW Dampfturbine von der Baldur hier unterzubringen. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung nochmals erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude ein zweites Mal um zwei Achsfelder und stellte eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2- am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorstener_Wochenblatt_Miniatur_Kopie.jpg|183px|thumb|left|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 11 Apr 2021 05:45:23 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt Fundpunkt Openstreetmap 2 Kopie.jpg|left|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|left|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|left|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|left|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|800px|thumb|Neue Nutzungen, Planungsstand 2012, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan von 1913 2 1200 Pixel breit.jpg|800px|thumb|Lageplan von 1913, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang veränderte man die ursprünglich im Stil des Neobarocks ausgestaltete Fassade durch Einbau neuer Fenster und Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Damit erinnert das neue Aussehen dem seit den 1920er Jahren beliebten Stil des sogenannten &amp;quot;Backstein-Expressionismus“. Die Erweiterung des Gebäudes ermöglichte es, die 2,5 MW Dampfturbine von der Baldur hier unterzubringen. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung nochmals erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude ein zweites Mal um zwei Achsfelder und stellte eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2- am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorstener Wochenblatt_Miniatur.jpg|183px|thumb|left|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 11 Apr 2021 05:41:31 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Datei:Dorstener Wochenblatt Miniatur Kopie.jpg</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei:Dorstener_Wochenblatt_Miniatur_Kopie.jpg</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 11 Apr 2021 05:20:33 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei_Diskussion:Dorstener_Wochenblatt_Miniatur_Kopie.jpg</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt Fundpunkt Openstreetmap 2 Kopie.jpg|left|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|left|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|left|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|left|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|800px|thumb|Neue Nutzungen, Planungsstand 2012, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan von 1913 2 1200 Pixel breit.jpg|800px|thumb|Lageplan von 1913, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang veränderte man die ursprünglich im Stil des Neobarocks ausgestaltete Fassade durch Einbau neuer Fenster und Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Damit erinnert das neue Aussehen dem seit den 1920er Jahren beliebten Stil des sogenannten &amp;quot;Backstein-Expressionismus“. Die Erweiterung des Gebäudes ermöglichte es, die 2,5 MW Dampfturbine von der Baldur hier unterzubringen. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung nochmals erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude ein zweites Mal um zwei Achsfelder und stellte eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2- am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 08 Apr 2021 05:15:32 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Datei:Lageplan von 1913 2 1200 Pixel breit.jpg</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei:Lageplan_von_1913_2_1200_Pixel_breit.jpg</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;Tagesriss Fürst Leopold von 1913. © Hagemann&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Tagesriss Fürst Leopold von 1913. © Hagemann&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 08 Apr 2021 05:12:48 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei_Diskussion:Lageplan_von_1913_2_1200_Pixel_breit.jpg</comments>		</item>
		<item>
			<title>Datei:Lageplan von 1913 2.jpg</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei:Lageplan_von_1913_2.jpg</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 08 Apr 2021 05:06:03 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei_Diskussion:Lageplan_von_1913_2.jpg</comments>		</item>
		<item>
			<title>Tisa von der Schulenburg</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Tisa_von_der_Schulenburg</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Tisa von der Schulenburg wurde  am 7. Dezember 1903 in Mecklenburg auf Gut Tressow geboren. Sie starb am 8. Februar 2001 in Dorsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tisa_portrait_1978.jpg|rechts|300px|thumb|Tisa von der Schulenburg, 1978]] &lt;br /&gt;
[[Datei:Lebenslauf_handgeschrieben.jpg|rechts|300px|thumb|Lebenslauf]] &lt;br /&gt;
[[Datei:Tisa_mit_Geschwistern_2.jpg|600px|thumb|rechts|Geschwister, v.l. Johann-Albrecht, Wolf-Werner, Adolf-Heinrich, Fritz-Dietlof, Elisabeth]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tisa_Schulenburg_Scherenschnitte.jpg|600px|thumb|rechts|Scherenschnitte, 1917/1918]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Portraits_Jugend.jpg|600px|thumb|rechts|Tisa von der Schulenburg, links: 1916, rechts: 1936]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gut_Tressow_Laendereien.jpg|600px|thumb|rechts|Ländereien Gut Tressow]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tressow_m1_47000_historisch_600px.jpg|600px|thumb|rechts|Topographische Karte, ca. 1905]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tisa Mitschueler Heiligengrabe.jpg|600px|thumb|Heiligengrabe, 1918]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tisa_Schulenburg_und_Fritz_Hess.jpg|600px|thumb|rechts|Tisa von der Schulenburg und Fritz Hess]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erste_Einfahrt_1937.jpg|600px|thumb|rechts|Erste Einfahrt, Durham, 1937]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Spennymoror_Relief_von_Tisa_2_600px.jpg|600px|thumb|rechts|Relief Tragödie und Komödie, Spennymoor 1937]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tragoedieund Komoedie_KopieIndoor.jpg|600px|thumb|rechts|&lt;br /&gt;
Replikat  von Tisas Relief, welches lange Zeit über dem Eingang des &amp;quot;Everyman Theatre&amp;quot; in Spennymoor hing.  Im Jahr 2000 wurde die Kopie in die Eingangshalle umgesetzt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Staatsakt_Vater_19390523.jpg|600px|thumb|rechts|Hitler kondoliert Fritz-Dietlof von der Schulenburg beim Staatsakt für den Vater, 23.05.1939, rechts: Himmler]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tisa_Trebbow_Tracht.jpg|600px|thumb|rechts|Tisa von der Schulenburg (rechts), Gutsherrin auf Schloss Trebbow.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tisa_Schulenburg_Kloster_St_Ursula_Dorsten.jpg‎‎|600px|thumb|rechts|Tisa von der Schulenburg in ihrer Werkstatt im Kloster St. Ursula in Dorsten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tisa_Schulenburg_Bergmann_mit_Abbauhammer_1965.jpg‎‎|600px|thumb|rechts|Bergmann mit Abbauhammer, 1965]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tisa_Schulenburg_Lohnhalle_Bild_und_untertage.jpg|600px|thumb|rechts|links: Übertragung einer Zeichnung an eine Wand in der Lohnhalle,   rechts: Tisa untertage.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tisa_Schulenburg_Wandgemälde_Lohnhalle.jpg|rechts|600px|thumb|Wandzeichnungen in der Lohnhalle von Fürst Leopold, 1984.]] &lt;br /&gt;
[[Datei:Tisa_von_der_Schulenburg_Bundesverdienstkreuz.jpg‎‎|600px|thumb|rechts|Verleihung des Bundesverdienstkreuzes durch Angela Merkel, 19. Juli 1994]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tisas Vater ===&lt;br /&gt;
Tisas Vater, [http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Graf_von_der_Schulenburg Friedrich Bernhard Graf von der Schulenburg]  (* 21. November 1865 in Bobitz; † 19. Mai 1939 in St. Blasien) war Offizier, Diplomat und Politiker (DNVP, NSDAP). &lt;br /&gt;
Von der Schulenburg zählte zu den deutschnational eingestellten, ostelbischen Adeligen in Deutschland. Er war vom gesellschaftlichen Führungsanspruch, insbesondere des Landadels, überzeugt. Von 1902 bis 1906 war Friedrich von der Schulenburg Militärattaché an der Deutschen Botschaft in London. 1916 wurde er Generalstabschef der Heeresgruppe „Deutscher Kronprinz“. Am 8./9.11.1918 im Großen Hauptquartier in Spa sprach er sich gegen die Abdankung Wilhelms II. aus und für einen Marsch der Armee nach Berlin, um die Revolution mit Waffengewalt niederzuschlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tisa berichtete über das Verhältnis zu ihrem Vater in der Jugend:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wie er 1914 in den Krieg ging, war Fritzi 11, ich 10. Wir hatten wohl noch nie ein persönliches Wort miteinander gewechselt: strammstehen, ja und nein, guten Morgen, […] Im ganzen Krieg haben wir Vater einen Tag und dann noch einen halben Tag gesehen. […] Wir lernten also im Frühjahr 1919 meinen Vater kennen. Da waren wir mit unseren Interessen weit von ihm entfernt. Wir schwärmten […] für Barlach, Kollwitz und Munch, für die französischen Impressionisten, für Alfred Weber.|Ein konservativer Rebell, Seite 2, Ulrich Heinemann, 1990, Siedler Verlag, Berlin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1924 bis 1928 saß Schulenburg als Abgeordneter der Deutschnationalen Volkspartei im Reichstag. 1931 trat er der NSDAP (Nr. 852947) und 1933 der SA bei. Seit 1933 war Schulenburg Abgeordneter für die NSDAP und wurde am 21. September 1934 Oberführer der SS. Am 20.4.39 wurde Schulenburg zum SS-Obergruppenführer befördert. Er starb am 19. Mai 1939. Auf seinem Begräbnis waren Adolf Hitler und Heinrich Himmler persönlich anwesend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tisas Mutter ===&lt;br /&gt;
Tisas Mutter, Freda-Marie Gräfin von der Schulenburg, geb. Gräfin von Arnim, lebte von 1873 – 1939. Sie selbst bezeichnete ihr Verhalten in ihrer Jugend als stürmisch, lebhaft und lebensfreudig. Freda-Marie von der Schulenburg war musisch veranlagt und hatte als Kind viele Jahre mit ihren Eltern in Italien und Ägypten verbracht. Für damalige Verhältnisse recht spät, heiratete sie mit 24 Jahren Friedrich von der Schulenburg. &lt;br /&gt;
Tisa beschreibt ihre Mutter als „lebhaft, übersprudelnd an Vitalität und Lebenskraft“. Im ersten Weltkrieg oblag ihr die Führung des Gutshofes in Tressow. Tisa berichtet, dass ihre Mutter in dieser Zeit allseits geliebt und bewundert wurde. Wegen ihres sozialen Verhaltens sei sie als „rote Marie“ bezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tisas Geschwister ===&lt;br /&gt;
Tisa hatte fünf Brüder. Mit dem ein Jahr älteren Fritz-Dietlof, dem späteren Widerstandskämpfer, verband sie eine besonders innige Beziehung. Geschwister:&lt;br /&gt;
* Johann Albrecht (1898–1944), Gutsbesitzer, Rittmeister&lt;br /&gt;
* Wolf-Werner (1899–1944), SA-Brigadeführer, Oberstleutnant, Kommandeur des Fallschirmjägerregiments 13&lt;br /&gt;
* Adolf-Heinrich (1901–1940), SA-Obersturmführer&lt;br /&gt;
* [[Fritz-Dietlof_von_der_Schulenburg| Fritz-Dietlof]] (1902–1944), Vizeoberpräsident der preußischen Provinz Schlesien, Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944&lt;br /&gt;
* Wilhelm (1914–1936). Wilhelm verunglückte mit dem Auto tödlich.&lt;br /&gt;
Die Kinder wurden sehr streng erzogen. Dem Vater waren Werte wie Vaterlandsliebe, Pflichttreue, Zuverlässigkeit, Ehrenhaftigkeit und Treue zum Kaiserhaus, sehr wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindheit ==&lt;br /&gt;
Zu ihren Brüdern Fritz-Dietlof (Fritzi) und anfangs auch zu Adolf-Heinrich (Heini) hatte Tisa eine sehr enge Beziehung. Die Brüder spielten viel mit ihr und behandelten sie eher wie einen Jungen. Später berichtete Tisa, dass sie sich nicht erinnert, in dieser Zeit je mit anderen Mädchen oder mit Puppen gespielt zu haben.&lt;br /&gt;
{{Zitat|Es hatte eine Zeit gegeben, wo wir drei Jüngsten, Heini, Fritzi und ich, unzertrennlich waren. Wir spielten gemeinsam im Kinderzimmer, wir ritten auf einem Schaukelpferd zu dritt, unsere Gitterbetten standen in Tressow zusammen.|Ich hab‘s gewagt, Seite 208, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.}}&lt;br /&gt;
Die Erziehung durch die Eltern und ihre Gouvernante war auch geprägt durch körperliche Züchtigungen.&lt;br /&gt;
{{Zitat|So hatte sie mit acht Jahren vorgegeben, ihren Porridge aufgegessen zu haben, obwohl sie diesen weggeschüttet hatte, was von der Erzieherin bemerkt worden war. Um sich den erwarteten Schlägen des Vaters zu entziehen, schloss sie sich im Badezimmer ein. Ihre Brüder gaben nach einiger Zeit vor, der Vater sei weg. Nachdem Tisa daraufhin das Badezimmer verlassen hatte, zerrten die Brüder sie zum Vater, der sie über die Sesselarmlehne legte und mit der Reitpeitsche auf sie eindrosch. Der Forderung des Vaters, sich außerdem für ihr Verhalten zu entschuldigen, kam Tisa erst nach vier Wochen nach.|Ich hab‘s gewagt, Seite 18, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.}}&lt;br /&gt;
Tisa erhielt bis zum achten Lebensjahr Privatunterricht durch eine Erzieherin, die allerdings keine pädagogische Ausbildung hatte und keine Lehrerlaubnis besaß. Nachdem dieses behördlicherseits bemängelt wurde, kam Tisa auf die Kiersteinische Privatschule, wo sie sich zunächst als Außenseiterin sah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Du bist wie ein Junge, sagte eine Klassenkameradin zu ihr. Meine Eltern wollen nicht, dass ich mit dir spiele!|Ich hab‘s gewagt, Seite 20, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rückblickend sah Tisa sich und ihre Brüder, als „Büchernarren“. Man stöberte in der reichhaltig ausgestatteten Bibliothek im Schloss Tressow und hatte so Zugang zur Literatur fast aller Genres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugend ==&lt;br /&gt;
Tisa von der Schulenburgs war fast fünfzehn Jahre alt, als 1918 der erste Weltkrieg zu Ende ging. Es folgte eine Zeit voller Umbrüche und Unsicherheiten. Ihr Vater, zuletzt Generalstabschef der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz, kehrte als gebrochener Mann heim und zog sich zunächst zurück. Ihre älteren Brüder hingegen verhielten sich unbeeindruckt vom verlorenen Krieg wie typische Junker: elitär, konservativ, militaristisch und antidemokratisch.&lt;br /&gt;
Tisas Gefühle zu jener Zeit waren sehr ambivalent. Einerseits war sie ihren Geschwistern verbunden. Das schneidige Auftreten der Brüder, ihre Haltung, imponierte ihr, sie war irgendwie auch stolz auf sie. Andererseits schlug ihr Herz für die neuen Zeit: für mehr Demokratie und soziale Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Damenstift Heiligengrabe ===&lt;br /&gt;
Mit 14 Jahren, Ostern 1917, kam Tisa von der Schulenburg in das Stift Heiligengrabe, eine höhere Mädchenschule. Die Stiftsdamen waren angehalten, ihre Schützlinge, fast ausnahmslos Mädchen von Adeligen, zu kaisertreuen, jungen Frauen zu erziehen. Zitat Tisa:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der Kaiser hatte gewünscht, wir sollten so etwas wie „Seiner Majestät weibliche Kadetten“ sein. Dieser Anspruch erregte bei uns Spott und Widerwillen. Wir waren, so fand ich, eher Landsknechte.|Ich hab‘s gewagt, Seite 18, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.}}&lt;br /&gt;
Als gegen Ende des ersten Weltkriegs die Schülerinnen im Stift sich über das kargere Essen beschwerten, antworte ihnen die Äbtissin:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Und ihr wollt des Kaisers weibliche Kadetten sein?|Ich hab‘s gewagt, Seite , Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.}}&lt;br /&gt;
Die Lehrerinnen waren sehr streng. Auf Disziplin und Ordnung wurde viel Wert gelegt. In Elisabeths Heft „Ermahnungen für Eltern und Kinder“ stand: &lt;br /&gt;
{{Zitat|Elisabeth muss ordentlicher werden. Elisabeth muss ihrem Temperament mehr Zügel anlegen.|Des Kaisers weibliche Kadetten, Seite 27, Tisa von der Schulenburg, Verlag Herder, Breisgau, 1983.}}&lt;br /&gt;
Weil Tisa von der Schulenburg im Unterricht wiederholt mit den Zöpfen des Mädchens vor ihr gespielt hatte, schlug die Lehrerin mit einem Lineal leicht auf ihre Finger. Nachdem Tisa gedankenverloren weiter mit den Haarenden, die ihr Pult berührten, spielte, musste sie den Klassenraum verlassen und auf dem Flur warten. Nach Stundenschluss wollte Tisa sich bei der Lehrerin für ihr Verhalten entschuldigen.&lt;br /&gt;
Tisa erinnert sich:&lt;br /&gt;
Die Lehrerin antwortete: {{Zitat|Du musst es lernen dich zusammen zunehmen. Von jetzt an bist du Luft für mich!“. Sie nahm mich nicht dran. Tage, Wochen, Monate. Und das in der Deutschstunde, die ich so liebte. Und das von der Lehrerin, die ich bewunderte, die uns alle begeisterte, Fräulein von Saenger. Wie konnte sie nur, mögen Pädagogen heute sagen. Die Qual dauerte fast ein Quartal. Ich saß still. Ich zappelte nicht mehr. Wenn ich mich auch meldete, sie übersah mich, sie hatte mich gezähmt.|Des Kaisers weibliche Kadetten, Seite 29, Tisa von der Schulenburg, Verlag Herder, Breisgau, 1983.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bad Reichenhall ===&lt;br /&gt;
Im Sommer 1917 erkrankte Tisa von der Schulenburg an Lungenentzündung. Heilung versprach man sich durch eine Kur in Bad Reichenhall. Dort fing Tisa an, Scherenschnitte „en masse zu produzieren&amp;quot;. Sie zeichnete auch, aber „mit der Schere fühlte sie sich sicherer“. Ende 1917 konnte sie ihre Schulausbildung fortsetzten.&lt;br /&gt;
Wieder in Heiligengrabe bemerkte Tisa Veränderungen bei sich. Sie berichtete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Eines Tages zog ich meine Freundin in den Schuhputzraum, ich müsse ihr etwas sagen. Was denn? Ich flüsterte ihr zu: Ich hab das Weib in mir entdeckt! Die Entdeckung bestand wohl hauptsächlich darin, dass ich wider Willen errötete. Das ich schwärmte. Dass ich mich für die Fotos der Brüder meiner Freundinnen interessierte. Blutjunge Soldaten, die irgendwo im Schlamm der Gräben lagen.|Ich hab‘s gewagt, Seite 61, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Scherenschnitte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Leidenschaft für Scherenschnitte hielt in Heiligengrabe an. Häufig verzog sie sich mit ihrer Schere in eine Fensternische des Waschraums. Dort fühlte sie sich geschützt. Das war „ihr Reich“. Tisa von der Schulenburg beschloss zu dieser Zeit Künstlerin zu werden. Ihre Mutter war von diesem Wunsch sehr angetan und verabredete mit Max Liebermann in Berlin, den sie vorher gar nicht kannte, einen Vorstellungstermin.&lt;br /&gt;
Liebermann urteilte nach Betrachten der vorgelegten Scherenschnitte:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Hier ist Talent vorhanden, dem man alle Möglichkeiten der Ausbildung gewähren müsse. Ob es dem Talent gelingen möge, den normalisierenden Prozess einer Kunstschule zu widerstehen oder zu überstehen, das sei die Frage des Genies – darüber könne man vorher nichts sagen.|Ich hab‘s gewagt, Seite 64, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Novemberrevolution, Tisa war damals sechzehn, „revoltierten“ die Mädchen auch im Damenstift. Sie trugen kürzere Röcke, bekundeten, keine Unterröcke mehr tragen zu wollen und trennten die Abnäher ihrer Blusen auf. &lt;br /&gt;
{{Zitat|Die ganz Mutigen unter uns, trugen feuerrote Haarschleifen, um nur ja zu betonen, dass auch bei uns Revolution sei.|Ich hab‘s gewagt, Seite 60, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.}}&lt;br /&gt;
1919 beendete Tisa von der Schulenburg ihre Schulausbildung in Heiligengrabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Paul Althaus'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Schulbesuch in Heiligengrabe pflegte Tisa von der Schulenburg ihre damals erkrankte Mutter, zeichnete und las viel. Sie besuchte eine Predigt von Peter Althaus und verliebte sich prompt in ihn - „den großen Prediger“. Althaus war ein weithin bekannter evangelischer Theologe, der völkische, nationalistische und antisemitische Positionen vertrat. Tisa suchte ihn in seiner Wohnung auf. Als Althaus junge Frau die Tür öffnete, habe sie sich „prompt entliebt“ und vorgegeben, religiöse Fragen zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haushaltsschule in Lemgo ===&lt;br /&gt;
1921 ging Tisa von der Schulenburg zur Haushaltsschule nach Lemgo. Es war damals üblich, das Mädchen aus sogenannten „besseren Kreisen“ nach der Schule Hauswirtschaft lernten. Viele heiraten danach. Die Schulleitung „schrieb die jungen Frauen en bloc beim Deutschnationalen Jugendbund (DNJ) ein“, eine rechtskonservative Jugendorganisation. Tisa berichtete später, dass sie sich gleich bei der ersten Versammlung gemeldet und geäußert habe, dass sie und ihre Mitschülerinnen nicht aus Überzeugung dem Jugendbund beigetreten und auch nicht deutschnational seien.&lt;br /&gt;
Während eines Ausflugs zum Hermannsdenkmal trafen die Mädchen im Zug auf Artur Dinter, einen antisemitischen Schriftsteller, der u.a. „Die Sünde wider das Blut“ geschrieben hatte. Tisa erinnert sich später, dass sie das Gespräch mit Dinter unangenehm fand, sie mochte Dinter nicht.&lt;br /&gt;
Bei einem Besuch in Bethel, sahen die Schülerinnen „hoffnungslos erkrankte Kinder“, Epileptiker und Schwerkranke. Die Schulleitung war der Auffassung, so etwas müsse man mal gesehen haben. Auf der Rückfahrt nach Lemgo ahmten die Mädchen die Bewegungen der Kranken nach, bis sie sich selbst verrückt vorkamen.&lt;br /&gt;
Tisa von der Schulenburg hatte häufig Differenzen mit den Leiterinnen der Haushaltsschule. Sie verließ deshalb ein halbes Jahr später Lemgo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „zwanziger Jahre“ ==&lt;br /&gt;
=== Puppi Sarre ===&lt;br /&gt;
Auf der Kiersteinschen Schule freundete sich Tisa von Schulenburg 1912 mit Puppi Sarre an. Später, Anfang der zwanziger Jahre, besuchte Tisa regelmäßig Puppi in Neubabelsberg. Das Haus Sarre war nach dem Ersten Weltkrieg zu einem Treffpunkt der Berliner Oberschicht geworden. Puppis Mutter Maria war die Tochter des Archäologen und Ausgräbers von Pergamon, Carl Humann, und „unterhielt einen Salon“, einen Treffpunkt für Diskussionen, Lesungen, Musik und Geselligkeit der gehobenen Gesellschaft. Tisa war angetan von den vielen bedeutenden und interessanten Gästen bei Sarres. Um Puppi und ihre Schwester Irene scharte sich immer ein ganzer Kreis junger Männer; mit ihnen fuhren die jungen Frauen nach Berlin, besuchten Theater, Konzerte oder Vorträge.&lt;br /&gt;
{{Zitat|Bei Sarres verliebte ich mich ständig – das hielt dann für ein Jahr vor.|Zeichnungen - Aufzeichnungen, Seite 63, Tisa von der Schulenburg, Präsentverlag Heinz Peter, Gütersloh, 1974.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heinz Biel ===&lt;br /&gt;
Mit Anfang zwanzig, viele ihrer Freundinnen waren bereits verheiratet, kam sich Tisa von der Schulenburg wie ein sitzengebliebenes Mädchen vor. Doch dann verlobte sie sich 1924 mit Heinz Biel aus Zierow, einem Freund aus Kindertagen. Ein halbes Jahr später löste Biel die Verlobung. Für Tisa ein traumatisches Erlebnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hugo Simon ===&lt;br /&gt;
Bei Sarres lernte Tisa von der Schulenburg Hugo Simon kennen. Dieser lud Tisa in sein Haus ein:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Sie kommen mir vor wie ein Vogel, der seinem Käfig entflohen ist. Lassen Sie mein Haus ein Käfig sein, der Ihnen Schutz bietet.|Ich hab‘s gewagt, Seite 83, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.}}&lt;br /&gt;
Hugo Simon war ein bekannter Berliner Kunstmäzen und seit dem Jahre 1911 Mitinhaber des Bankhauses Bett, Simon &amp;amp; Co. Er trat bereits vor 1914 Mitglied der SPD bei und gehörte zu den entschiedenen Gegnern des ersten Weltkrieges, wurde Mitglied des „Bundes Neues Vaterland“ und unterstützte Karl Liebknecht. Nach der Novemberrevolution 1918 war er für kurze Zeit preußischer Finanzminister (13.11.1918 – 3.1.1919). Er beriet die SPD in Finanzfragen und beteiligte sich an der Gründung der gewerkschaftseigenen „Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten“. 1923 arbeitete Kurt Tucholsky in seinem Bankhaus zeitweise als sein persönlicher Sekretär. Das Haus Simon wurde für Tisa zur zweiten Heimat:&lt;br /&gt;
Ich wohnte ganz in der Nähe. Ich konnte kommen und gehen, wann ich wollte, angemeldet, unangemeldet.|Ich hab‘s gewagt, Seite 60, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.}}&lt;br /&gt;
Das Haus Hugo Simons in der Drakestraße in Berlin war zu jener Zeit Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in Berlin. Alles, was Rang und Namen hatte in der deutschen Kultur, ging hier ein und aus. Politiker, Künstler, Wissenschaftler und Gelehrte, darunter Scheidemann, Paul Levi, Albert Einstein, Harry Graf Kessler und Max Liebermann. Die Schriftsteller Berthold Brecht, Heinrich und Thomas Mann, Else Lasker-Schüler, Arnold und Stefan Zweig, Joachim Ringelnatz, Erich Maria Remarque und Carl Zuckmayer waren ständige Gäste bei Hugo Simon.&lt;br /&gt;
Dagegen trafen sich im Schloss bei den Schulenburgs (Tisa: „Der Hochschule für Politik“) deutschnational eingestellte, ostelbische Adelige und ehemalige Offiziere der alten Armee zu politischen Diskussionen. Gesprochen wurde u.a. über die Ursachen des verlorenen Krieges, die Wiederherstellung der Monarchie und die Notwendigkeit eines unabhängigen Berufsbeamtentums. &lt;br /&gt;
{{Zitat|Die jungen Männer, die bei uns zu Besuch erschienen, kamen, um meinen Vater zu sehen, an mir zeigten sie kein Interesse. […] &lt;br /&gt;
auf den großen Landhochzeiten diverser Freundinnen und Cousinen machte ich die Erfahrung eines Mauerblümchens! Einen Abend lang stand ich Stunde um Stunde im Hause reicher Verwandter an der Wand. Keiner holte mich (zum Tanzen). […] &lt;br /&gt;
Weißt du, man hat vor dir Angst“, sagte mein Vetter Ulrich-Wilhelm Schwerin zu mir. Wieso? wollte ich wissen. „Ja man weiß nicht, wo man mit dir dran ist, mit deiner Kunst und so“. Das war es. Die Jünglinge, mit denen ich nicht über Kunst sprechen konnte, fand ich einfach barbarisch, die Jünglinge dagegen fanden mich wohl reichlich barbarisch.|Ich hab‘s gewagt, Seite 76, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.}}&lt;br /&gt;
Im Berlin der zwanziger Jahre hingegen fühlte sich Tisa von der Schulenburg frei und verhielt sich sehr aufgeschlossen.&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich stürzte mich in das Berliner Leben wie in einen Strudel. […] Zum erstenmal werde ich anerkannt. Männer, die mir imponieren, beachten mich. Dies schmeichelt mir. Es gibt mir Sicherheit. […] &lt;br /&gt;
Die Stadt erorbert mich. Der Strudel verschlingt mich. Alles, was mich bisher gehemmt und gehalten hat, werfe ich hinter mich. Religion, Tradition. Die kindischen Träumereien und Verliebtheiten weichen anderen Beziehungen. Ich bin in keiner Weise auf den Sex, auf seine Verlockungen vorbereitet. Auf diesen Bereich der Lust, den ich jetzt entdecke. […] &lt;br /&gt;
Wo das Leben am wildesten ist, scheint es mir am schönsten. Der Exzeß ist Trumpf. Hat sich ein Element der Rache eingeschlichen? Durch die Entlobung, die mich sehr getroffen hat? „Keiner soll mir den Laufpass geben“ ist mein Beschluss. Ich werde von einem zum anderen gehen, wenn ich es will. […] &lt;br /&gt;
Meine Leidenschaft erschrickt mich.|Ich hab‘s gewagt, Seite 88, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kunststudium ===&lt;br /&gt;
1926 schrieb sich Tisa von der Schulenburg an der Akademie der Künste in Berlin ein. Kunst zu studieren war immer ihr Herzenswunsch gewesen, aber ihr Vater war anfangs dagegen. Tisa war schon zweiundzwanzig, als ihr Vater endlich dem Studium zustimmte. Das Einvernehmen mit dem Vater benötigte sie, da er ihr die Ausbildung finanzieren sollte.&lt;br /&gt;
Tisa besuchte die Bildhauerklasse bei Fritz Klimsch. Sie lernte, mit Ton zu modellieren und Akt zu zeichnen. Zusätzlich belegte sie Schnitzkurse bei Otto Hitzberger. &lt;br /&gt;
1927 ging Tisa von der Schulenburg für ein Semester nach Paris und lernte dort Charles Despiau und Henry Arnold kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heirat von Tisa und Fritz Hess ==&lt;br /&gt;
Über Hugo Simon lernte Tisa von der Schulenburg 1926 Fritz Hess und seine Frau Stephanie kennen. Hess war 18 Jahre älter als Tisa, charmant, geistreich und ein erfolgreicher und vermögender Unternehmer. Er besaß eine kostbare Kunstsammlung, darunter auch mehrere Cezannes und Renoirs. Tisa war fasziniert von Fritz Hess:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Hess war für mich in seiner Großzügigkeit und Güte, in seinem seltsamen Gemisch von körperlicher Kraft und seelischer Empfindsamkeit, ja Verletzlichkeit, die große Liebe, soweit ich in meiner Ichbezogenheit zu lieben vermochte.|Ich hab‘s gewagt, Seite 92, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.}}&lt;br /&gt;
1928 ließen sich Hugo und Stephanie Hess wegen Tisa scheiden. Am 31. Oktober 1928 heiratete Tisa Fritz Hess und zog in seine Villa in Berlin-Dahlem ein.&lt;br /&gt;
Tisa von der Schulenburgs Familie war entsetzt. Tisas Ehemann war Jude, Pazifist und verkehrte in linken Kreisen. Dem Umstand, dass Tisas Mutter damit drohte, Schloss Tressow für den Fall zu verlassen, dass ihr Mann die Tochter verstößt, hat Tisa es zu verdanken, dass die Familie den Kontakt zu ihr nicht ganz abbrach. &lt;br /&gt;
In Berlin erfuhr Tisa die Annehmlichkeiten einer reichen Unternehmersfrau und genoss das ganz so andere liberale, großstädtische und kulturelle Leben der zwanziger Jahre im Unterschied zum konservativen, aristokratischen Leben auf dem Gut Tressow. Nach dem „schwarzen Freitag“ 1929 kam auch Fritz Hess in finanzielle Schwierigkeiten. Das Haus wurde verkauft, die Gemäldesammlung versteigert und die elf Dienstboten mussten entlassen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1933: Hitler kommt an die Macht==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tisa von der Schulenburg erfuhr von der Machtübernahme Hitlers am 30. Januar im Urlaub in Tirol. Dort hatte sie auch ihren Jugendfreund C.U. von Barner wieder getroffen. Tisa geriet zu dieser Zeit in einen großen Konflikt. Hitler hatte in seiner Reichstagsrede von der &amp;quot;Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa&amp;quot; gesprochen. Ihr war klar, dass ein Verbleiben von Fritz Hess und ihr in Deutschland nicht mehr möglich war.  Aber sie hatte sich auch wieder in von Barner verliebt. &lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich schwankte hin und her. Ich begehrte den Einen und wollte doch Fritz Hess nicht verlassen. Dieser Eine, C.U. von Barner, war Besitzer eines schönen Gutes in Mecklenburg. Trebbow, dem Namen nach ähnlich wie Tressow, meine Heimat. Er war ein Nachbar. Kam die Verlockung auch daher?|Tisa von der Schulenburg: Eine Welt ging in Trümmer, Seite 146, in:  Als Hitler kam... - 50 Jahre nach dem 30. Januar 1933, Verlag Herder, Freiburg, 1982.}}&lt;br /&gt;
Nachdem Fritz Hess Briefe von C.U. von Barner entdeckt hatte, stellte er sie zur Rede: &amp;quot;Naja, die Ratten verlassen das sinkende Schiff!&amp;quot;&lt;br /&gt;
Tisa war verstört und dann doch fest entschlossen, sich loyal gegenüber Fritz Hess zu verhalten. In den folgenden Monaten erlebte das Ehepaar Hess, wie die Ausgrenzung der Juden, wie die Gewalt gegen Juden, stetig zunahm. Tisa entwickelte Gewaltphantasien gegen Hitler:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Im März 1933 hatte ich einen Krankenbesuch bei einer südamerikanischen Freundin gemacht. Ihre Handtasche lag auf dem Nachttisch. Ich spielte damit, mir fiel eine kleine, mit Perlmutt besetzte Pistole entgegen. Da war mir durch den Kopf geschossen: &amp;quot;So einfach ist das. So einfach. Man schießt.&amp;quot; Ich modellierte ein Medaillon von Hitlers Kopf. Dieses zeigte ich einem Vetter, der im Stab bei Hitler war. Ich bat ihn, mir eine Sitzung zu verschaffen, damit ich das Portrait fertig machen könnte. Einige Tage später kam der Vetter wieder und sagte: &amp;quot;Du brauchst nicht hin. Man hat mir zugesagt, dass Fritz Hess nichts passiert, bis er auswandert. Das hattest Du ihn doch fragen wollen?&amp;quot; Verblüfft und erleichtert sagte ich: &amp;quot;Ja!&amp;quot; Ich war mir meiner Feigheit bewusst. Ich hatte auch über die Folgen nicht weiter nachgedacht. Hatte ich angenommen, alle würden beifallen klatschen? Nie hätte ich den Mut gehabt, die Pistole zu benützen!|Tisa von der Schulenburg: Eine Welt ging in Trümmer, Seite 152, in:  Als Hitler kam... - 50 Jahre nach dem 30. Januar 1933, Verlag Herder, Freiburg, 1982.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1933 übersiedelte Fritz Hess nach England. Tisa folgte ihm im Frühjahr 1934 mit seinem Sohn Edgar aus der ersten Ehe von Fritz Hess mit Stefanie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tisa in England ==&lt;br /&gt;
=== London und Walberswick ===&lt;br /&gt;
Tisa und Fritz Hess wohnten zunächst in London. In Walberswick, einem kleinem Ort an der Ostküste Englands, ließen sie sich ein kleines Wochenendhäuschen bauen. Walberswick war bekannt durch seine Künstlerkolonie, in der auch zeitweise Henry Moore lebte und arbeitete. Von Henry Moore war Tisa von der Schulenburg besonders beeindruckt:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Zeichnungen fand er gut, die Plastiken nicht. Ich wusste es selbst. Ich kam mit den Plastiken nicht „herum“. Ich blieb beim Relief. Das Relief, eigentlich eine Zeichnung in Holz und Stein oder in Bronze, war meine Leidenschaft.|Ich hab‘s gewagt, Seite 102, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.}}&lt;br /&gt;
Als ihr jüngerer Bruder Wilhelm 1936 mit dem Auto tödlich verunglückte, traf sie sich mit ihrer Mutter in Dänemark. Mit dem honduranischen Pass von Fritz Hess, auf dem auch sie registriert war, konnte sie nicht nach Deutschland reisen, um an der Beerdigung teilzunehmen. Tisa und ihre Mutter arbeiteten auf Jütland gemeinsam an einem kleinen Porträtkopf von ihrem verunglückten Bruder. Sie erfuhr, dass sich ihre Mutter „noch immer vom Nationalsozialismus das Schönste und beste erhofft“, während sie selbst den Nationalsozialismus verabscheute. Tisa von der Schulenburg beschloss, in der Folge ihr Leben zu ändern:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Was ich so unter „ändern“ in jener Zeit verstand. Ich wollte es einer Idee widmen. Ich wollte heraus aus dem „Elfenbeineren Turm“. Wem konnte ich mich anschließen? Durch eine Ausstellung kam ich mit einer Künstlergruppe in Kontakt, die sehr aktiv war. Sie nannte sich Artists International Association, AIA. Sie waren Antifaschisten.|Ich hab‘s gewagt, Seite 104, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.}}&lt;br /&gt;
Tisa engagierte sich in der AIA und wurde bald in den Vorstand gewählt. Die AIA war zu einem bedeutenden Teil ihres neuen Lebens geworden:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Öffnete sich durch die AIA für mich die Tür in das England, das ich suchte? Noch immer war mir, als striche ich in der Nacht um ein erleuchtetes Haus, ohne den Eingang zu finden. Immer noch entwurzelt! Kannte ich England. Ich kannte nur eine bestimmte Schicht, the upper middle class. Ich argumentierte, dass ich die soziale Leiter kennenlernen wollte – wie im Spiel Bäumchen wechseln: Kaiser, König, Edelmann, Bürger, Bauer, Bettler. Ich wollte heraus aus meiner „Enge“. Der Arbeiter war Held meiner Träume. Wie war sein Wesen? Wie lebte er, wohnte er? Ich sollte es erfahren.|Ich hab‘s gewagt, Seite 105, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kohlenrevier Durham ===&lt;br /&gt;
Anfang des 20. Jahrhunderts entstand, zunächst in England, die sogenannte &amp;quot;settlement-Bewegung&amp;quot;. Gutsituierte Bürger sollten sich, wenn auch zeitweilig, in Elendsquartieren ansiedeln, um ihr Bewusstsein für die Nöte der Armen zu schärfen. Man erhoffte sich davon einen verstärkten Einfluss auf gesellschaftliche Veränderungen. Gleichzeitig waren die Mitglieder der &amp;quot;settlement-Bewegung&amp;quot; angehalten, in Abendkursen  Arbeiter fortzubilden, auch z.B. in Kunst und in gesellschaftlichen Themenstellungen. So erhielt auch Tisa von der Schulenburg 1936 eine Einladung, Vorträge über Kunst vor Arbeitern im Norden Englands zu halten. Sie erlebte dort bitterste Armut. Viele Menschen waren arbeitslos; die Lebensbedingungen waren katastrophal. Doch ihr Vortrag über „Den Künstler und seine Umwelt“ traf zunächst auf Unverständnis bei den Männern in ihren abgetragenen Jacken und ausgefransten Schals. Ihre Erläuterungen zu Bildern von van Gogh und Millet fanden die Bergarbeiter sehr theoretisch:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Tisa's first venture north was not a success. She had arrived with a sheaf of drawings of emaciated working men and their desolate wives, gleaned from the same magazines in which Hubert Herkomer's first works had appeared as a revelation to the young van Gogh. In audience of thirty men, muffled in frayed scarves and threadbare coats against the freezing cold of their communal hut (grandly known as the Social Club), examined the drawings in silence, and then handed them back. Someone, finally, observed that nothing much had changed for the working poor. The silence was resumed. Tisa, mortified and upset, resolved to persist - and to do better.|Noble Endeavours, Miranda Seymour, Seite 359, Verlag Simon und Schuster, London, 2013.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 fuhr Tisa ein zweites Mal nach Nordengland, in das Kohlenrevier Durham: {{Zitat|&lt;br /&gt;
Ich war in ein Settlement in Spennymoor, einer kleinen Bergarbeiterstadt, eingeladen. Ein „Settlement“  -eine Gemeinschaft von Intellektuellen, die sich in einem Arbeiterviertel ansiedeln und Kontakte suchen. Ein Haus mit einigen Leseräumen und Werkstätten.|Ich hab‘s gewagt, Seite 108, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014}}&lt;br /&gt;
Nun dozierte sie nicht mehr über Kunst, sondern gab Schnitzkurse, was auf mehr Interesse bei den Arbeitern traf. Gleichwohl sahen auch hier die Menschen Tisa eher als eine exotische, adlige, deutsche Künstlerin in ihrem Pelzmantel und mit ihrem Perlenschmuck, die über die unveräußerlichen Rechte der Menschen sprach. {{Zitat|&lt;br /&gt;
Tisa stopped showing grim prints and began, instead, to teach her newly acquired skill in carving wood. It was a breakthrough. Slowly, the Spennymoor men began to regard their German art teacher with cautious pride: they spoke of her as some sort of strange but exotic pet who appeared in pearls and furs to lecture them about the inalienable rights of the individual. Tisa's lessons in political theory bored them, however, and Tisa herself never understood why, when offered work in the south, the miners told her that they weren't talking it :&amp;quot;they said they’d rather stay at home and bear poverty|Noble Endeavours, Miranda Seymour, Seite 359, Verlag Simon und Schuster, London, 2013.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es weder Frauen noch Ausländern gestattet war, Kohlengruben zu besichtigen, gelang es ihr schließlich doch, in Durhams Gruben einzufahren. Was Tisa dort sah, erschütterte sie: Es gab keine Waschkauen. Die Bergleute gingen, schwarz, wie sie waren, nach der Arbeit nach Hause. Der Ausbau war mangelhaft. An den Arbeitsorten standen die Männer teilweise bis zu dreißig Zentimeter im Wasser. Die Flöze waren niedrig. Die Arbeiten mussten z.T. in gebückter Haltung oder liegend ausgeführt werden. Jeder fünfte Bergmann verunglückte tödlich. In dieser Zeit entstanden eine Vielzahl von Tisas Zeichnungen über den Bergbau in Nordengland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Scheidung von Fritz Hess ==&lt;br /&gt;
Schon 1936 hatte Tisa von der Schulenburg Fritz Hess gebeten, einer Scheidung zuzustimmen. Sie sah kaum noch Gemeinsamkeiten.&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich fand mich im alten Netz meiner Triebhaftigkeit verstrickt. Ich war nicht frei, und ich kam nicht frei, meine Arbeit war mein einziger Halt.  … Ich wandte mich nach links, er tendierte nach rechts, ich war im Widerspruch gegen ihn, gegen unser Leben.|Ich hab‘s gewagt, Seite 111, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014}}&lt;br /&gt;
Tisa ließ sich psychoanalytisch behandeln, um die Ehe doch noch zu retten. Schon 1933/34 war sie in Berlin bei einer Psychoanalytikerin in Behandlung gewesen. 1938 willigte Fritz Hess in die Scheidung ein. Am 15. Oktober 1938 trennten sich Tisa und Fritz Hess. Drei Wochen später kam es zur Reichskristallnacht in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rückkehr nach Deutschland ==&lt;br /&gt;
Die Gefahr eines Kriegsausbruchs beunruhigte Tisa von der Schulenburg. Sie befürchtete, die jährlich zu erneuernde Aufenthaltsgenehmigung nicht mehr zu erhalten. Nachdem Tisa von wiederholten Schlaganfällen ihrer Mutter erfahren hatte, beantragte sie bei der deutschen Botschaft einen Pass. Mittlerweile war auch ihr Vater schwer erkrankt. Am 27. April 1939, nach fast sechsmonatiger Wartezeit, erhielt sie ihren Pass und reiste nach Deutschland, um ihren sterbenskranken Vater zu besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod des Vaters ===&lt;br /&gt;
Tisas Vater verstarb am 19. Mai 1939. Zum Staatsakt in Potsdam kamen Hitler und Himmler. Das Begräbnis in Tressow wurde maßgeblich von der SS organisiert. Tisa, die zu dieser Zeit bei ihrem Bruder Fritz-Dietlof in Berlin-Grunewald wohnte, nahm weder am Staatsakt, noch an der Beerdigung in Tressow teil. Offensichtlich war von Seiten ihrer Familie ihre Teilnahme, wegen ihrer allseits bekannten, kritischen Einstellung zur Partei und zur SS, nicht erwünscht.&lt;br /&gt;
Tisa schrieb in ihren Veröffentlichungen, dass sie nach dem Tod ihres Vaters wieder nach England einreisen wollte, in London aber zurückgewiesen wurde. Sie vermutete, der Grund hierfür sei gewesen, dass die Engländer in ihr eine deutsche Spionin gesehen hätten. In einem Brief, indem sie auch verfügte, dass dieser erst nach ihrem Tod veröffentlicht werden dürfe, hat Tisa von der Schulenburg andererseits dargelegt, dass sie gar nicht nach England zurück gereist sei. Vielmehr habe sie ihren Jugendfreund Carl Ulrich von Barner in Travemünde getroffen und sich wieder in ihn verliebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehe mit Carl Ulrich von Barner ==&lt;br /&gt;
Am 1. September 1939, am Tag des Kriegsausbruchs, heirateten Tisa von der Schulenburg und C.U. von Barner. Noch am Abend wurde Barner eingezogen. Tisa zog auf das Gut ihres Mannes in Klein-Trebbow, zwanzig Kilometer südlich von Tressow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auf dem Gut in Klein-Trebbow ==&lt;br /&gt;
Sie war nun die Gutsherrin. Zwar gab es einen Verwalter, der die fachlichen Angelegenheiten regelte, doch finanzielle und personelle Dinge oblagen ihr.&lt;br /&gt;
{{Zitat|&lt;br /&gt;
Das Ganze war völlig unwirklich. Ich kam mir vor, wie jemand, der auf einer Bühne steht und eine Rolle spielt: die Rolle der Gutsherrin. Ich befand mich im Geiste aber noch auf einer anderen Bühne. Die Zuschauer: meine deutschen jüdischen Freunde, die englischen Freunde, die Mitarbeiter aus der AIA, der Artists International Association. Da saßen sie im Parkett und beobachteten mich genau, wie ich mich benahm. Ob ich mich bewährte? Der Antifaschist? Das Mitglied des Komitees! Oder heulte ich mit den Wölfen?|Ich hab‘s gewagt, Seite 128, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014}}&lt;br /&gt;
Als Anfang 1943 die Luftangriffe der Alliierten auf Berlin zunahmen, zog Tisas Schwägerin Charlotte, die Frau ihres Bruders Fritz-Dietlof, mit ihren fünf Kindern zu Tisa auf das Gut Trebbow. Dieser war nach seinem Kriegseinsatz 1942 nach Berlin berufen worden und dort in verschiedenen Ministerien tätig. Er besuchte in dieser Zeit seine Familie häufig an den Wochenenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tisas Bruder – [[Fritz-Dietlof von der Schulenburg]] ===&lt;br /&gt;
Tisas Bruder gehörte zum engsten Kreis der Widerstandskämpfer, die das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 planten. Er wurde Am 10. August 1944 in Berlin-Plötzensee gehenkt. Fritz-Dietlof von der Schulenburg studierte Rechtswissenschaften in Göttingen und Marburg. Freunde schilderten ihn als jemand, der gleichzeitig wild und in sich gekehrt, realistisch und romantisch, wortkarg und mitteilsam, ernsthaft und spöttisch, auch mal aggressiv sein konnte. Einmal als richtig erkannten Prinzipien blieb er konsequent treu. Von Oktober 1928 bis September 1932 war Schulenburg als Assessor beim Kreis Recklinghausen tätig und trat in dieser Zeit in die NSDAP ein. Gleichwohl vertrat er in vielen Punkten von der Parteilinie abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dass nach der Machtübernahme Hitlers, das sogenannte „Bonzentum“ in der Partei und in den staatlichen Organisationen, immer mehr Einfluss gewann, betrachtete von der Schulenburg skeptisch. Als „Bonzen“ sah er vor allem Parteimitglieder, die ohne entsprechende Qualifikation zu Führungspositionen gekommen waren, ihren Aufgaben nicht gewachsen, sich aber korrupt und machtbesessen zeigten, statt der „reinen Idee“ zu folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Widerstand und Umsturzpläne ===&lt;br /&gt;
1942 gewannen von der Schulenburg, wie auch andere Widerstandskämpfer, den Eindruck, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen sei und auch eine Reform des NS-Staates von innen  immer unwahrscheinlicher würde. Fritz-Dietlof von der Schulenburg hatte bis dahin geglaubt, dass man nach einem gewonnenen Krieg, insbesondere durch den Einfluss der aristokratischen und bürgerlichen Eliten, der NS-Willkür ein Ende setzen könnte. Von der Schulenburg war aufgrund seiner zahlreichen Kontakte ein wichtiger Verbindungsmann des Widerstands. Man zählte ihn zum sogenannten Grafenkreis um Peter Graf Yorck von Wartenburg, er nahm aber auch an Treffen des Kreisauer Kreises teil. Auch zu den sogenannten „Honoratioren“ um Carl Goerdeler unterhielt von der Schulenburg Kontakte. &lt;br /&gt;
Tisa wusste zwar von den Umsturzplänen, konkretes erfuhr sie von ihrem Bruder jedoch nicht. Über Ostern 1944 hielten sich Stauffenberg und ihr Bruder Fritz-Dietlof in Trebbow auf. Nach dem missglückten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde Fritz-Dietlof von der Schulenburg verhaftet und später hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriegsende und Scheidung von C.U. von Barner==&lt;br /&gt;
Vor den herannahenden sowjetischen Truppen flüchteten Tisa von der Schulenburg, ihre Schwägerin Charlotte und deren sechs Kinder zunächst nach Testorf in Schleswig-Holstein zu Verwandten ihres Mannes. Einen Tag darauf fuhr Tisa dann allein zurück nach Trebbow. Als erstes erreichten dann aber doch nicht sowjetische, sondern amerikanische Soldaten das Gut Klein-Trebbow. Tisa gelang es, sich mit den Besatzungssoldaten zu arrangieren. Sie durfte ihr Zimmer im Gutshaus zunächst weiter bewohnen. In jener Zeit entwickelte sie starke Aversionen gegenüber deutschen Männern, die sich bis zum Hass steigerten:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich war dem Hass ausgeliefert. Den Dämonen des Hasses. In jedem deutschen Mann, der mir nicht als Antinazi bekannt war, sah ich einen potenziellen Mörder. Fritzis Mörder. Mörder der vielen Juden. Der Hass brachte Härte und Wildheit im Gefolge. Die hemmungslose Sexualität war wieder durchgebrochen. Wie ein Schiff, dessen Steuer versagt, war ich in die unheimlichen Monate des Endes geraten wie in den Strudel eines Taifuns.|Ich hab‘s gewagt, Seite 182, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014}} &lt;br /&gt;
Nach der ersten amerikanischen Besatzungseinheit kam eine zweite, die Tisa aufforderte, sich ein  Quartier im Pferdestall zu suchen. Gleichwohl halfen die Soldaten Tisa von der Schulenburg, einen alten Wehrmachtsfunkwagen zu organisieren und als „Wohnmobil“ mit einer Schlafpritsche herzurichten. Die nächste Zeit verbrachte Tisa von der Schulenburg dann in ihrem Funkwagen am Trebbower See, bis sie erfuhr, das Trebbow an die Russen übergeben würde. Am 30. Juni 1945 fuhr sie vor den herannahenden russischen Soldaten mit ihrem Gefährt nach Travemünde. Ihr ehemaliger Verlobter, Heinz Biel, hatte dort eine Stelle bei den Engländern bekommen und ereichte, dass Tisa als Sekretärin eingestellt werden konnte.&lt;br /&gt;
Im Oktober 1945 kehrte C.U. von Barner aus dem Krieg zurück. Tisa von der Schulenburg offenbarte ihm ihre Seitensprünge während des Krieges. Die Ehe wurde daraufhin geschieden. Nach einer kurzzeitigen Beschäftigung als Sekretärin bei der britischen Militärverwaltung in Lübeck, zog Tisa nach Glinde bei Hamburg, wo sie als sogenannte Wohlfahrtspflegerin in einem großen englischen Militärdepot Arbeit fand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitarbeiterin bei „DIE WELT“ ==&lt;br /&gt;
Martin Beheim-Schwarzbach, der in London mit ihrem ersten Mann, Fritz Hess, oft Schach gespielt hatte und nun für die britische Militärregierung u.a. die Redaktion der Zeitschrift „Die Welt“ betreute, vermittelte im Sommer 1947 Tisa von der Schulenburg eine Stelle bei der „WELT“ als freie Mitarbeiterin. &lt;br /&gt;
Es war ihr Vorschlag, für die „WELT“ über das Ruhgebiet und den Bergbau zu recherchieren und zu schreiben, dem die Redaktion dann auch folgte. Dazu suchte sie die neugegründete Redaktionsfiliale in Essen auf, wo man sie mit Fritz Lange, dem Direktor der Vorzeigezeche „Hannover-Hannibal“ in Bochum bekanntmachte.  Dort erhielt sie ein Zimmer im Verwaltungsgebäude, da Hotelzimmer kaum verfügbar waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergbau im Ruhrgebiet ==&lt;br /&gt;
Schnell freundete sich Tisa mit Bernhard Goohsens an, dem Betriebsratsvorsitzenden der Zeche Hannover und späteren Geschäftsstellenleiters des Industrieverbands Bergbau (Vorgängerorganisation der IG Bergbau). Dieser nahm sie häufig zu Grubenbesichtigungen (Befahrungen) auf andere Zechen mit, so dass Tisa einen guten Überblick über den Ruhrbergbau erhielt. Im Gegensatz zu Durham fand sie hier sehr viel modernere Betriebe vor, mit durchweg besseren Arbeitsbedingungen als in England. Ihre Versuche, in Kontakt zu kommen mit den Bergarbeitern und ihnen Schnitzkurse zu geben, scheiterten vor allem wegen der ihr entgegengebrachten Skepsis. Auch hatte Tisa den Eindruck, dass die englische Militärregierung, der der Bergbau zu jener Zeit unterstand, sie verdächtigte, eine Kommunistin zu sein. Die Kommunisten anderseits hielten sie für eine englische Spionin. Tisa sah sich zwischen allen Stühlen und begann wieder einmal, ihr Leben und die gesellschaftlichen Umstände zu reflektieren (Ich hab‘s gewagt, Seite 208, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Auch in den Menschen und in ihren Beziehungen untereinander traten in dem unbarmherzigen Licht dieser traditionslosen Welt Hass, Gier, Zorn, Neid greller zutage als im Norden. Die materielle Lage der Bergarbeiter war damals gesichert, besser als die der anderen Berufe; ihr geistiges Elend aber bedrückte mich. Hier sah ich meine „Schuld&amp;quot;, unsere Schuld, die Schuld der Gebildeten. Mir war, als ob man ihnen Steine statt Brot reichte. Was war das alles wert, was wir ihnen weiterreichten? Unsere Bildung, unser Wissen, Zeitung, Radio, Film, Theater, Kunstausstellungen, kurz die Früchte der Zivilisation - waren sie nicht schal und hohl? Im Grunde erfüllte auch die Arbeiter diese Leere, dieses „Grau&amp;quot;, diese Trostlosigkeit, die mich umklammert hielt. Sie bauten umso fester an den Schutzwällen, die der Mensch gegen das Nichts errichtet - oder - gegen den Untergang in der Vermassung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Haus, Garten, Verein, Partei.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Die Vereine? Die Gewerkschaften?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie waren nicht um der Gemeinschaft willen, sondern um ihrer selbst willen da, schien es mir. Der eine bekämpfte den anderen; von Drahtziehern des Hasses und der Missgunst gelenkt, erschöpften sie sich in kleinlichen Treibereien. Und ich geriet dazwischen wie ein Blinder unter Blinden.|Ich hab‘s gewagt, Seite 208, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Tagen entschloss sich Tisa von der Schulenburg, katholisch zu werden. Sie beriet sich mit katholischen ehemaligen Freunden ihres Bruders Fritz-Dietlof in Recklinghausen, die ihr empfahlen, sich an Pastor Westhoff, einem angesehenen Pfarrer in Dorsten zu wenden. Dieser wiederum machte Tisa mit Schwester Petra Brüning bekannt, langjährige Oberin des benachbarten St. Ursulakloster. Ostern 1949 wurde Tisa in die katholische Kirche aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Kloster ==&lt;br /&gt;
Am 14. September 1950 trat Tisa von der Schulenburg in das Kloster St. Ursula ein. Tisa, inzwischen 46 Jahre alt, traf auf [http://de.wikipedia.org/wiki/Postulant Postulantinnen], die fünfundzwanzig Jahre jünger waren. Auch wegen ihrer Herkunft fühlte sie sich zunächst als Außenseiterin (''13 junge Schwestern mit mir im [http://de.wikipedia.org/wiki/Noviziat Noviziat]. ... Einige hatten geweint, als sie hörten, die Gräfin wird eintreten. Aber nicht aus Rührung!''). Ostern 1951 wurde sie Novizin. Sie bekam den Ordensnamen Paula (abgeleitet von Paulus). Ein Jahr später führte Tisa von der Schulenburg dann die neuen Anwärterinnen ein, so auch Schwester Johanna Eichmann, die spätere Direktorin des St. Ursula Gymnasiums: {{Zitat|Schwester Paula war beauftragt, mich in unser gemeinsames [http://de.wikipedia.org/wiki/Dormitorium Dormitorium] zu führen. Wir bewohnten es zu Dritt in abgeteilten Zellen [...] Die klösterliche Zucht und Ordnung ließen es nicht zu, dass ich zu ihr ging und sie begrüßte, [...] aber Schwester Paula sah das ganz anders! Dieser jungen Studentin musste noch heute abend gesagt werden, wo es hier lang ging! Dass ich mal ja nicht den Kopf zu hoch trug. Das vermittelte sie mir gleich mit ihren ersten Worten: &amp;quot;Hier nehmen sie mal gleich als erstes ihren Kopf unter den Arm!|Johanna Eichmann: &amp;quot;Du nix Jude, du blond und deutsch&amp;quot; - Erinnerungen 1926-1952, Seite 124, Klartext Verlag, Essen, 2011.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst an der Realschule und später dann am St. Ursula Gymnasium gab Tisa Zeichenunterricht. Doch Unterrichten war nicht ihre Profession:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Manchmal gelang ein Stunde, häufig ging sie daneben und endete mit einem wilden Durcheinander von verschüttetem Malwasser, von verschmierten Tischen und verklecksten Blättern. Eine Art Gemeinschaftssturz, würde man sagen. Ich war von den talentierten Kindern und von ihren Arbeiten begeistert. Wie sollte ich mich zu den weniger Talentierten verhalten? Indem ich allen viel zu gute Noten gab. Der Kunstgeschichtsunterricht war noch schlimmer. Es war mir zuwider, Kunst zerreden und zerlegen zu müssen. Der Unterricht gelang nur mit einem großen Aufwand an Energie, so wurde er naturgemäß von Jahr zu Jahr schlechter.|Ich hab‘s gewagt, Seite 226, Tisa von der Schulenburg, Husum Verlag, 2014.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit sechzig wurde Tisa vom Unterricht freigestellt. Inzwischen hatte sie immer öfters Aufträge erhalten, Plastiken und Reliefs anzufertigen, so blieb für den Schulunterricht kaum noch Zeit. Beauftragt wurde sie vor allem von öffentlichen Einrichtungen, Kirchen, Firmen und Organisationen im Umfeld des Bergbaus, sowie der Sparkasse Recklinghausen. Leiter der Kreissparkasse in Recklinghausen war damals Ludwig Poullain, der spätere Vorstandsvorsitzendender der WestLB. Mit Tisa von der Schulenburg freundete  sich Poullain 1959 an:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich glaube es war im Jahre 1959, an die Klosterpforte der Ursulinen in Dorsten klopfte. Den Anlass hierzu gab mir, dass die Kreissparkasse in Recklinghausen, der ich damals vorstand, dabei war, die letzte Baulücke am Marktplatz in Dorsten mit einem neuen Haus für die Zweigstelle zu schließen. Dem Architekten Manfred Ludes war von der Absicht des damaligen, recht barock denkenden Bürgermeisters Kenntnis geworden, dass der auf seine Weise den Marktplatz vollenden wollte: Dort, wo früher eine Pferdetränke gestanden hatte - und dies war genau vor dem Eingang des neuen Bankhauses - sollte ein monumentaler Brunnen entstehen. Und da solches nun partout nicht in das Konzept des Architekten passte, fragte er mich, ob wir nicht das Unheil verhindern und dem Rat der Stadt vorschlagen sollten, dass die Sparkasse der Stadt den Brunnen schenken würde, wenn, ja wenn diese sich damit einverstanden erklären würde, dass die Spender Gesicht und Form des Brunnens bestimmen könnten.&lt;br /&gt;
Aber wer könnte denn wohl da unseren Gedanken aufgreifen und ihn gestalten wollen, und können? »Da sitzt in Dorsten eine bildhauernde Klosterfrau«, sagte mir Sepp Borchmeyer, als ich ihm von unseren Absichten berichtete. Und er erzählte mir ihre Geschichte und auch, wie sie, einstmals eine Evangelische, konvertiert und danach ins Kloster eingetreten war.|Tisa Schulenburg, Seite 35, Verlag Aurel Bongers, Recklinghausen, 1983}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit sechzig wurde Tisa vom Unterricht freigestellt. Inzwischen hatte sie immer öfters Aufträge erhalten, Plastiken und Reliefs anzufertigen, so blieb für den Schulunterricht kaum noch Zeit. Beauftragt wurde sie vor allem von öffentlichen Einrichtungen, Kirchen, Firmen und Organisationen im Umfeld des Bergbaus, sowie der Sparkasse Recklinghausen. Leiter der Kreissparkasse in Recklinghausen war damals Ludwig Poullain, der spätere Vorstandsvorsitzendender der WestLB. Mit Tisa von der Schulenburg freundete  sich Poullain 1959 an:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich glaube es war im Jahre 1959, als ich an die Klosterpforte der Ursulinen in Dorsten klopfte. Den Anlass hierzu gab mir, dass die Kreissparkasse in Recklinghausen, der ich damals vorstand, dabei war, die letzte Baulücke am Marktplatz in Dorsten mit einem neuen Haus für die Zweigstelle zu schließen. Dem Architekten Manfred Ludes war von der Absicht des damaligen, recht barock denkenden Bürgermeisters Kenntnis geworden, dass der auf seine Weise den Marktplatz vollenden wollte: Dort, wo früher eine Pferdetränke gestanden hatte - und dies war genau vor dem Eingang des neuen Bankhauses - sollte ein monumentaler Brunnen entstehen. Und da solches nun partout nicht in das Konzept des Architekten passte, fragte er mich, ob wir nicht das Unheil verhindern und dem Rat der Stadt vorschlagen sollten, dass die Sparkasse der Stadt den Brunnen schenken würde, wenn, ja wenn diese sich damit einverstanden erklären würde, dass die Spender Gesicht und Form des Brunnens bestimmen könnten.&lt;br /&gt;
Aber wer könnte denn wohl da unseren Gedanken aufgreifen und ihn gestalten wollen, und können? »Da sitzt in Dorsten eine bildhauernde Klosterfrau«, sagte mir Sepp Borchmeyer, als ich ihm von unseren Absichten berichtete. Und er erzählte mir ihre Geschichte und auch, wie sie, einstmals eine Evangelische, konvertiert und danach ins Kloster eingetreten war.|Tisa Schulenburg, Seite 35, Verlag Aurel Bongers, Recklinghausen, 1983}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrenbürgerin ==&lt;br /&gt;
1972 hat die Stadt Dorsten Tisa von der Schulenburg zur Ehrenbürgerin ernannt. Die Laudatio dazu hielt Ludwig Poullain:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Deine alten Freunde waren damals sicher, als Du in das Refugium einzogst, dass Du temperamentvolles Menschenkind ein solches Leben zu führen nicht fähig seiest. Sie sahen Dich spätestens nach ein zwei Monden stabhoch das Gemäuer überspringen - sie irrten sich. Nicht dass Du Dein Temperament verloren hättest - es sprießt und treibt Blüten wie einst und je - nur, Du beherrschst die Kunst, es zu zügeln - wenn dies auch nicht selten recht mühsam erscheint.|Ludwig Poullain}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tisa von der Schulenburg starb am 8. Februar 2001 in Dorsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Tisa von der Schulenburg: ''Zeichnungen - Aufzeichnungen'', Praesentverlag Heinz Peter, Autobiographie, 1974, Gütersloh ISBN 3-87644-042-4.&lt;br /&gt;
* Tisa von der Schulenburg: ''Eine Welt ging in Trümmer'', Seite 146, in:  Als Hitler kam... - 50 Jahre nach dem 30. Januar 1933, Verlag Herder, Freiburg, 1982, ISBN 3-451-07978-X.&lt;br /&gt;
* Anneliese Schröder: ''Tisa Schulenburg''. Verlag Aurel Bongers, Recklinghausen 1983.&lt;br /&gt;
* Tisa von der Schulenburg: ''Des Kaiser weibliche Kadetten - Schulzeit in Heiligengrabe zwischen Kaiserreich und Revolution'', Verlag Herder, Freiburg im Breisgau, 1983, ISBN 3-451-08057-5.&lt;br /&gt;
* Tisa von der Schulenburg: ''Umkehr in die Freiheit - Erfahrungen zwischen Kloster und Welt'', Verlag Herder, Freiburg im Breisgau, 1984, ISBN 3-451-08161-X.&lt;br /&gt;
* Tisa von der Schulenburg: ''Meine dunklen Brüder - Als Bildhauerin unter Bergarbeitern'', Verlag Herder, Freiburg im Breisgau, 1984, ISBN 3-451-08114-8.&lt;br /&gt;
* Charlotte von der Schulenburg, Hrsg. Elisabeth Ruge: ''Charlotte Gräfin von der Schulenburg zur Erinnerung: 20. Juli 1909 - 18. Oktober 1991'', Verlag Wagner, 1992.&lt;br /&gt;
* Wolf Stegemann, Thomas Ridder: ''Der 20. Juli 1944 - Eine Familie im tragischen Konflikt zwischen Gehorsam und Hochverrat - Ausstellungskatalog und Lesebuch'', Drückerei Hülswitt, Dorsten, 1994, ISBN 3-928676-04-3.&lt;br /&gt;
*  Johanna Eichmann: ''Grenzgänge: Menschen und Schicksale zwischen jüdischer, christlicher und deutscher Identität: Tisa von der Schulenburg'', in: Folker Siegert (Hg.), Festschrift für Diethard Aschoff. Münster, 2002, ISBN 3-8258-5856-1&lt;br /&gt;
* Johanna Eichmann: ''&amp;quot;Du nix Jude, du blond und deutsch&amp;quot; - Erinnerungen 1926-1952'', Klartext Verlag, Essen, 2011.&lt;br /&gt;
* Tisa von der Schulenburg: ''Ich hab's gewagt - Bildhauerin und Ordensfrau - ein unkonventionelles Leben'', Husum Taschenbuch, Husum, Autobiographie, 2013, ISBN 978-3-89876-647-0.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 23 Mar 2021 03:13:51 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Tisa_von_der_Schulenburg</comments>		</item>
		<item>
			<title>Fritz-Dietlof von der Schulenburg</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Fritz-Dietlof_von_der_Schulenburg</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Fritz-Dietlof von der Schulenburg.jpg|rechts|300px|thumb|Fritz-Dietlof von der Schulenburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fritz_Dietlof_vor_Dorstener_Ehrenmal.jpg|rechts|400px|thumb|Fritz-Dietlof von der Schulenburg, untere Reihe, 2. v.r., vor dem Dorstener Ehrenmal, 1930er Jahre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fritz-Dietlof von der Schulenburg gehörte zum engsten Kreis der Widerstandskämpfer, die das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 planten. Er wurde Am 10. August 1944 in Berlin-Plötzensee gehenkt. Fritz-Dietlof von der Schulenburg studierte Rechtswissenschaften in Göttingen und Marburg. Freunde schilderten ihn als jemand, der gleichzeitig wild und in sich gekehrt, realistisch und romantisch, wortkarg und mitteilsam, ernsthaft und spöttisch, auch mal aggressiv sein konnte. Einmal als richtig erkannten Prinzipien blieb er konsequent treu. Von Oktober 1928 bis September 1932 war Schulenburg als Assessor beim Kreis Recklinghausen tätig und trat in dieser Zeit in die NSDAP ein. Da preußischen Beamten von 1930 bis 1932 eine Mitgliedschaft in der NSDAP nicht erlaubt war, leitete der Landrat ein Entlassungsverfahren gegen Schulenburg ein. Durch die Versetzung nach Ostpreußen (1. März 1932) verlief das Verfahren jedoch im Sande. Von der Schulenburg vertrat in vielen Punkten von der Parteilinie abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Von der Schulenburg verstand sich als Teil einer nationalen [http://de.wikipedia.org/wiki/Elite Elite], die sich in erster Linie durch die staatstragenden Säulen Militär und Berufsbeamtentum definierte. Bürger außerhalb dieser Strukturen waren für ihn bestenfalls „Zivilisten“ oder einfach nur der [http://de.wikipedia.org/wiki/Mob(Personen) Mob]. Allerdings verstand sich diese Elite als sehr patriarchales System, in dem Beamte und Militärs gleichzeitig auch die Aufgabe hatten, zum Wohle des Volkes zu agieren. Auf Grund dessen beschäftigte sich von der Schulenburg mit Themen wie der Agrarverschuldung und der [http://de.wikipedia.org/wiki/Bodenreform Bodenreform]. Seine Vorstellungen vom Bauernstand und von sozialer Gerechtigkeit brachten ihm bald den Titel „Roter Graf“ bei seinen Kollegen ein. [http://de.wikipedia.org/wiki/Hans Bernd Gisevius Bernd Gisevius]], Mitverschwörer des 20. Juli 1944, bezeichnet ihn als sozialistischen Grafen (''Bernd Gisevius: Bis zum bittern Ende. II. Band. Zürich: Fretz &amp;amp; Wasmuth 1946, S. 381.'')&lt;br /&gt;
Allerdings hatte Schulenburg auch klar Stellung gegen jede [http://de.wikipedia.org/wiki/Bolschewismus bolschewistische] Strömung bezogen.|WIKIPEDIA, 20130103}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Schulenburg war beeindruckt von den politischen Ansichten des NS-Politikers Gregor Strassers. Strasser stand für den antikapitalistischen, sozialrevolutionären Kurs in der NSDAP, mit dem die Arbeiterschaft für die Partei gewonnen werden sollte. Er forderte die Verstaatlichung von Industrie und Banken und trat für ein bedingtes Streikrecht der Gewerkschaften ein. Nach dem Tod von Strasser im Zuge des sogenannten Röhm-Putsches im Juni 1934, kamen bei Fritz-Dietlof von der Schulenburg erste Zweifel an der nationalsozialistischen Idee auf. Sehr weit wichen Schulenburgs sozialpolitische Vorstellungen allerdings nicht von jenen der Partei ab: &lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Fürsorge für diejenigen, die dem Geschicke nicht gewachsen sind, ist die andere Aufgabe der Sozialpolitik. Hier sind wiederum zwei Gruppen von Menschen zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1) Das Gesindel, das weder Willen noch Können besitzt, das Leben zu meistern, das allen Einrichtungen feindlich gesinnt ist, jede Fürsorge ausnutzt, in der Not meutert und alle Lebensnöte der Allgemeinheit auflastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2) Die Lebensschwachen, denen natürliche Anlage oder ungesunde Lebensverhältnisse die Kraft und schließlich auch den Willen nehmen, für sich selbst zu sorgen. In dieser Lage befinden sich nicht nur die Dauerkranken, Irren und Krüppel, sondern auch der größte Teil der heutigen Arbeiterschaft, ja selbst des Mittelstandes, vor allem in den Industriegebieten. Ein Eingehen auf die Belange des Gesindels ist nicht erforderlich. Hier gilt nur eines: Der Staat muss die volle Schärfe des Gesetzes gegen sie zur Anwendung bringen: Den besten Erfolg versprechen schonungslose Maßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen ist die Frage nach dem Geschick des größten Teiles der Arbeiterschaft von ausschlaggebender Bedeutung für den Bestand des Ganzen.|Fritz-Dietlof von der Schulenburg, 1943, Denkschriftfragment, abgedruckt in  „Ein konservativer Rebell“, Seite 227, Ulrich Heinemann, Siedler Verlag, 1990}}&lt;br /&gt;
Die Politisierung der Fabrikarbeiter, ihr Interesse für alternative und sozial gerechtere Gesellschaftsmodelle war für von der Schulenburg ganz wesentlich auf die schlechten Verhältnisse in den Arbeiterquartieren der Großstädte zurückzuführen. Dagegen setzte er völkische Agrar- und Dorfromantik und eine eher „mittelständische“ Wirtschaftsstruktur. Nachbarschaft und „Landschaft als soziale Grundeinheit“ stellte von der Schulenburg immer wieder als besondere gesellschaftliche Werte heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Arbeiter, Bauernsöhne müssen mit dem Land verbunden, die Großstadtfrage gelöst werden. Wieder muss das letzte an Wirtschaftskraft aus dem eigenen Boden und allen seinen Kräften herausgeholt werden. Wieder fordert alles vom Staat Bewegung, stürmischen Willen, schöpferische Kraft. Wieder werden Beamte gefordert, die Pioniere, Schaffer, Schöpfer sind.|Das preußische Erbe und der nationalsozialistische Staat, Vortrag von Fritz-Dietlof von der Schulenburg, März 1938, abgedruckt in  „Ein konservativer Rebell“, Seite 204, Ulrich Heinemann, Siedler Verlag, 1990}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell gingen die männlichen Schulenburgs, wie auch sein Vater und seine älteren Brüder zum Militär. Von der Schulenburgs Auffassung, dass die Eliten des Militärs, vielen anderen Gruppen der Gesellschaft intellektuell und von ihrem Verhalten her, überlegen seien, hat er sicherlich vom Elternhaus übernommen. Im Zuge seiner Referendarausbildung hat Fritz-Dietlof von der Schulenburg auch großen Respekt für das Verhalten der höheren Beamten gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Im  [ersten Welt-] Kriege war die Tragik, dass zwar die Grundkräfte im Heer zur äußersten Vollendung und Entfaltung gelangten, jedoch im Staate gebrochen waren. Das Heer führte den größten Kampf der Geschichte, kühn und schöpferisch allen - auch den verzweifeltesten Lagen - gegenüber. Die schöpferisch-politische Kraft der Staatsführung reichte jedoch nicht aus, um dem deutschen Volke klare Ziele zu geben und den Krieg in seiner ganzen Dauer auch zu einer Sache des Arbeiters zu machen. Da der Staatsverfassung die Kraft zu einer politisch klaren Führung fehlte, die alle Kräfte des Volkes einheitlich zusammengefasst hätte, glitten die Zügel in die Hand der Mehrheitsparteien und zuletzt des Marxismus, die im tiefsten Grunde unschöpferisch und destruktiv waren. Die Niederlage und [die] Revolution von 1918 waren die Folge. Hier zeigte sich am krassesten, dass es weder gelungen war, im Beamtentum, noch weniger aber in den Parlamenten, eine wirklich staatsführende Schicht heranzuzüchten. Die verwaltungsmäßigen Leistungen des Beamtentums jedoch brauchen deswegen nicht verkleinert zu werden. Der Staat hat im Kriege sachlich und organisatorisch Großes geleistet - im Ganzen sind immerhin die Ernährung und Rohstoffversorgung vier Jahre lang gemeistert worden. Der Führer hat dem Beamtentum des alten Reiches in seinem Buche »Mein Kampf« das schönste Denkmal gesetzt. Er spricht vom »unvergleichlichen Beamtenkörper des alten Reiches. Deutschland war das bestorganisierte Land der Welt. … Ebenso war das Beamtentum als Stand, als Lebensgemeinschaft eine lebendige Gemeinschaft von sauberen und hochstehenden Menschen.|(Das preußische Erbe und der nationalsozialistische Staat, Vortrag von Fritz-Dietlof von der Schulenburg, März 1938, abgedruckt in  „Ein konservativer Rebell“, Seite 199, Ulrich Heinemann, Siedler Verlag, 1990}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1933 wurde Schulenburg zum Regierungsrat befördert und an das Oberpräsidium in Königsberg versetzt. Dort leitete er das politische Referat und war gleichzeitig Leiter des politischen Amtes der NSDAP-Gauleitung. Beide Ämter nutzte Schulenburg um die nationalsozialistische Gleichschaltung in Ostpreußen voranzutreiben. Im November 1934 wurde Schulenburg zum Landrat von Fischhausen -am frischen Haff- ernannt. Von 1937 bis 1939 war er als Polizeivizepräsident in Berlin tätig und wurde danach, im August 1939, als Regierungspräsident und Vertreter des Oberpräsidenten in Schlesien, Josef Wagner, nach Breslau versetzt. Im Sommer 1940 meldete sich Schulenburg freiwillig an die Front. In Feldpostbriefen wird seine anfängliche Kriegsbegeisterung und sein Sendungsbewußtsein deutlich:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Im Sturmangriff fühle er sich ganz erfüllt von Gott. Gott war der einzige Gedanke, der mich ganz in Besitz nahm [...], wie im Traum nur gewahrte ich den Gegner, das giftige Surren der Kugeln, das Krachen derr Granaten, gab meine Befehle, sah Kameraden fallen. All das ließ mich unbewegt. Ich war voll von Gott.|Ulrich Heinemann, ''Ein konservativer Rebell'', Seite 69, Siedler Verlag, 1990}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass nach der Machtübernahme Hitlers, das sogenannte „Bonzentum“ in der Partei und in den staatlichen Organisationen, immer mehr Einfluss gewann, betrachtete von der Schulenburg von Anfang an skeptisch. Als „Bonzen“ betrachtete er vor allem Parteimitglieder, die ohne entsprechende Qualifikation zu Führungspositionen gekommen waren, ihren Aufgaben nicht gewachsen, sich aber korrupt und machtbesessen zeigten, statt der „reinen Idee“ zu folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Widerstand und Umsturzpläne ===&lt;br /&gt;
1942 gewannen von der Schulenburg, wie auch andere Widerstandskämpfer, den Eindruck, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen sei und auch eine Reform des NS-Staates von innen  immer unwahrscheinlicher würde. Fritz-Dietlof von der Schulenburg hatte bis dahin geglaubt, dass man nach einem gewonnenen Krieg, insbesondere durch den Einfluss der aristokratischen und bürgerlichen Eliten, der NS-Willkür ein Ende setzen könnte. Von der Schulenburg war aufgrund seiner zahlreichen Kontakte ein wichtiger Verbindungsmann des Widerstands. Man zählte ihn zur sogenannten Yorkschen Grafenrunde um Peter Graf Yorck von Wartenburg, er nahm aber auch an Treffen des Kreisauer Kreises teil. Auch zu den sogenannten „Honoratioren“ um Carl Goerdeler unterhielt von der Schulenburg Kontakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem missglückten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde Fritz-Dietlof von der Schulenburg verhaftet und später hingerichtet.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 10 Feb 2021 06:23:46 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Fritz-Dietlof_von_der_Schulenburg</comments>		</item>
		<item>
			<title>Zechensiedlung Hervest</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Zechensiedlung_Hervest</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zur Zechensiedlung Hervest ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Zechensiedlung Hervest Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Planung_1913.gif]] Planung 1913&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Harsewinkel_vor_1910.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Der Harsewinkel 1910, Quelle: Archiv Walter Biermann, Dorsten.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Prinzipskizze Gartenstadt.png|400px|thumb|Gartenstadt nach  Ebenezer Howard]]&lt;br /&gt;
[[Datei:800px_TK25_Zechensiedlung_1892.jpg|400px|thumb|Historische Karte von 1892 ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TK25_Zechensiedlung.jpg|400px|thumb|Historische Karte von 1926 mit Siedlung Fürst Leopold.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schachtstrasse_1928.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Zechenhäuser Fürst Leopold, um 1928, Quelle: Archiv Walter Biermann, Dorsten.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Monatslohn_1930_20_Schichten.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Lohnabrechnung eines Schichtarbeiters 1930]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
‎[[Datei:Schachtstrasse_2012.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Zechenhäuser Fürst Leopold, 2012]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brunnenplatz_1915.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Brunnenplatz 1915, Quelle: Archiv Walter Biermann, Dorsten.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brunnenplatz_2012.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Brunnenplatz 2012]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brunnenplatz_Foto_2019 Kopie.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Brunnenplatz 2019 nach Fällung der Kastanien.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Garten_1982.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Siedlungsgarten, Foto 1982.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Flur15_Karte_1928_Auschnitt_ohne_Roteintragungen_96dp.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Flurkarte von 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Siedlung_Hervest_Privatisierungsbereich.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Vorgesehener Privatisierungsbereich (blau)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Siedlung_Hervest_Nachverdichtung.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Realisierte und geplante Nachverdichtung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Siedlung_Hervest_Denkmal_bereich.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Denkmalbereich und Denkmale]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Zechensiedlung_1984.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Luftbild 1984.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Zechensiedlung_2010_2170px_breit.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Luftbild 2010.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Siedlungshaeuser_vor_Sanierung.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Siedlungshäuser vor der Sanierung (1984)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Siedlungshaeuer_2012.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Siedlungshäuser (2012)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zechenhaus_doppel_Strassenansicht.jpg|400px|thumb|Typ Doppelhaus, Straßenansicht, Planung 1913.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zechendoppelhaus_Strassenansicht_Foto_2012_2.jpg|400px|thumb|Saniertes Zechenhaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zechenhaus_doppel_EG_mod.jpg|400px|thumb|Typ Doppelhaus, Erdgeschoss, Planung 1913.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zechenhaus_doppel_OG.jpg|400px|thumb|Typ Doppelhaus, Obergeschoss, Planung 1913.]]   	&lt;br /&gt;
[[Datei:Zechenhaus_doppel_EG_alt_neu_2.jpg|400px|thumb|Modernisierungsvorschlag Prof. Manfred Ludes]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Gründerzeit und bis weit in das 20. Jahrhundert hinein errichteten viele große Industrieunternehmen Siedlungen für ihre Mitarbeiter. Niedrige Mieten (weit unterhalb der ortsüblichen Mieten für entsprechenden Wohnraum) waren ein starker Anreiz für Arbeiter, auch aus ferneren Gebieten, den Weg in die Industrieregionen zu wagen. Beschäftigten Wohnraum zur Verfügung zu stellen war sozialpolitisch vorbildlich und stärkte zudem die Bindung der Arbeiter zu &amp;quot;ihrem&amp;quot; Betrieb. So äußerte sich der königliche Berginspektor Robert Hund 1902:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die niedrige Verzinsung des Anlagekapitals ist nur eine scheinbare, in Wirklichkeit wird die höhere Arbeitsleistung einer seßhaften, mit den Flözverhältnissen vertrauten Belegschaft den Ausfall an Kapitalzinsen bald mehr als aufwiegen, der Bau von guten(!) Arbeiterwohnungen daher den Arbeitgebern nicht minder wie den Arbeitern zum wirtschaftlichen Vorteil gereichen.|Rettet Eisenheim - Projektdokumentation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während man im 19. Jahrhundert vorzugsweise freistehende Doppel- oder Mehrfamilienhäuser monoton aneinander reihte, begann man Anfang des 20. Jahrhunderts damit, dem Stil der Zeit entsprechend, Gartenstadtsiedlungen zu bauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Bergleute auf Fürst Leopold plante die Zeche südlich der Halterner Straße eine solche Siedlung. Das ins Auge gefasste Gelände war land- bzw. forstwirtschaftlich unattraktiv. Auf den mageren hügeligen Sandflächen gedieh lediglich anspruchslose Vegetation, wie Heide, Ginster, Birken und teilweise auch Kiefern. Straßennamen wie &amp;quot;Am Katenberg&amp;quot;, &amp;quot;Am Funkenberg&amp;quot; und &amp;quot;Haddingsberg&amp;quot; deuten noch heute auf die frühere Geländestruktur hin. Aus sozialpolitischer Sicht der Gemeinden Hervest, Holsterhausen und Dorsten war dieses Areal weit genug von ihren Siedlungen entfernt, so dass keine Konflikte durch das Zusammenleben mit den zugezogenen Menschen aus fremden Regionen und Ländern befürchtet werden musste.  &amp;quot;Die neuen Bewohner befanden sich so zunächst in einer Art Ghettosituation gegenüber den Menschen des gewachsenen Dorfes Hervest und der Stadt Dorsten&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ludes&amp;quot;&amp;gt;Manfred Ludes: ''Zechensiedlung Hervest-Dorsten - Modernisierungs- und Gestaltungshandbuch'', Hrsg: Stadt Dorsten - Planungsamt.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieser Zustand änderte sich später allmählich, wenngleich die Vorbehalte vieler Bürger aus dem Dorf Hervest und der Stadt Dorsten gegenüber den &amp;quot;Siedlern&amp;quot;  und umgekehrt noch jahrzehntelang bestanden. So schreibt Dr. Franz Schürholz im Heimatkalender 1928:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''&amp;quot;... dass eine Hemmung darin liegt, dass jede junge Industriegemeinde dem wirtschaftlich und sozial Umwälzenden, das sie durch das Entstehen der Industrie an sich hervorruft, besonders, wenn sie noch volksfremde Arbeitskräfte einführen zu müssen glaubt, erst durch lange Gewöhnung und Ausgleichsarbeit entwachsen muss. Der Vorteil kann darin liegen, dass, wenn das neue, von der Schwerindustrie gestellte Volkselement nicht zu sehr überwiegt, die alten heimischen, am Überlieferten hängenden Volksteile, in täglicher Arbeit und Auseinandersetzung mit den neuen, zu einseitig nur in die Zukunft gerichteten Schichten, eine für das politische und soziale Leben gute Verbindung eingehen können zwischen den konservativen, traditionellen und den fortschrittlich vorwärtsweisenden Kräften.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schürholz-HKL 1928&amp;quot;&amp;gt;Dr. Franz Schürholz: ''Industrie und Heimatgefühl, in Heimatkalender Herlichkeit Lembeck, 1928, S. 23-25.'' &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Auftrag, die „Fürst Leopold – Siedlung“ zu bauen, erhielt 1911 der damals bereits sehr beachtete Architekt H.W. Eggeling. Er schlug damals eine städtebauliche Realisierung im Gartenstadtstil vor. Eggeling war bekannt dafür, weniger stark verdichtete Siedlungen für Arbeiter in qualitätsvoller Architektur zu bauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gartenstadt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine offene und durchgrünte Bebauung von sogenannten Gartenstädten war das Ziel von [http://de.wikipedia.org/wiki/Ebenezer_Howard Ebenezer Howard], dem Erfinder der [http://de.wikipedia.org/wiki/Gartenstadt Gartenstadt]. Nach seiner Idee sollten neue Städte  selbstverwaltet und mit den typischen städtischen Funktionen ausgestattet sein. Alle gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Bedürfnisse sollten in der Stadt des neuen Typus befriedigt werden können. Howards Pläne sahen vor, die Bereiche Wohnen, Arbeiten und Erholung räumlich zu trennen und in unterschiedlichen Stadtbezirken anzusiedeln. Auch soziale Probleme sollten z.B. durch die Vermeidung der Segregation verschiedenen Schichten gelöst werden. D.h. das Entstehen von speziellen Reichen- und Armenvierteln sollte verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde die Idee des englischen Stadtplaners Anfang des 20. Jahrhunderts aufgegriffen und adaptiert. Im wesentlichen übernahm man die Idee, Stadtteile von Grund auf zu planen, statt die Stadtränder der großen Industriestädte ungeordnet durch den Bau von &amp;quot;Mietshäusern&amp;quot; zu erweitern. Gemeinsam ist den &amp;quot;deutschen Gartenstädten&amp;quot;, und so auch der Siedlung Fürst Leopold, die Vorliebe für krumme Straßen, viele Plätze, der Variation der Fassaden und Dachformen (Wechsel von Satteldach, Walmdach, Mansardendach), dem Vor- bzw. Zurückspringen der Häuserfronten und die Grüngestaltung. Jede Wohnung hat ihren eigenen Eingang, einen Stall für Kleinvieh und einen Garten für Obst und Gemüse. In durchaus verdichteter Bauweise sollte urbanes Wohnen durch teilweise typisch ländliche Strukturen aufgewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus sozialer Sicht war beabsichtigt, den negativen Auswirkungen der sogenannten [http://de.wikipedia.org/wiki/Proletarisierung Proletarisierung] entgegenzuwirken. Die Unzufriedenheit der Arbeiter über ihre Arbeits- und Lebensbedingungen führte man auf das beengte und gedrängte Wohnen in städtischen &amp;quot;Mietskasernen&amp;quot; zurück. [http://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Fritsch Theodor Fritsch], Vorstandsmitglied der Deutschen Gartenstadtgesellschaft, setzte sich bereits 1896 dafür ein, eine deutsche Gartenstadt &amp;quot;zur Aufzucht einer arischen Rasse&amp;quot; zu konzipieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bau der Zechensiedlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1911 begann die Zeche Fürst Leopold damit, das 25 ha große Gelände einzuebenen und für die Bebauung vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der Bauausschuss der Gemeinde Hervest in der Sitzung am 26. August 1913 die Errichtung einer „Arbeiterkolonie im großen und ganzen guthieß“, begann das Bergwerk im Oktober 1913 mit den ersten Bauarbeiten. Vorab hatte man bereits (vor der Erstellung eines Gesamtkonzepts der Siedlung) an der Halterner Straße sogenannte &amp;quot;Beamtenhäuser&amp;quot; bzw. &amp;quot;Steigerhäuser&amp;quot; gebaut. Nach Inbetriebnahme der zecheneigenen Ziegelei im Mai 1914 lieferte diese die Steine für den Häuserbau. Bedingt durch die Ereignisse des ersten Weltkrieges kamen die Arbeiten jedoch zeitweise zum Erliegen. Nach dem Krieg wurden die Bauarbeiten fortgesetzt und in den 1920er Jahren, wenngleich auch mit einer schlichteren Ausprägung der gestaltgebenden Elemente, beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert aus heutiger Sicht ist, dass sich die Siedlung einschließlich der heute öffentlichen Bereiche (Straßen, Wege, Plätze) gänzlich im Besitz der Zeche befand. Erst 1970 übertrug die Hoesch AG die öffentlichen Anlagen der Stadt Dorsten. Wegen des schlechten Zustands der Straßen einigten sich deshalb die Vertragsparteien darauf, dass die Hoesch AG der Stadt Dorsten im Zuge der Eigentumsübertragung 300.000 DM zahlt, um damit die Infrarstruktur in einen ortsüblichen und zeitgemäßen Bauzustand versetzen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Zeche am Brunnenplatz zur Deckung des täglichen Bedarfs der Bewohner Läden errichtete, gab es innerhalb der Ansiedlung keine Flächen, die die Gemeinde und die Kirchen für ihre Bauten hätten nutzen können. So befinden sich auch heute noch Schulen, Kirchen, Kindergärten und andere öffentliche Einrichtungen außerhalb der Siedlung. Die katholische St. Josefkirche wurde erst 1920 im Osten der Siedlung als Notkirche errichtet. Hierfür nutze man eine von der Zeche übernommene Baracke, die beim Abteufen der Schächte zunächst als provisorisches Maschinenhaus gedient hatte. 1930 wurde die Kirche in Massivbauweise am gleichen Standort neu gebaut&amp;lt;ref name=&amp;quot;Otte1&amp;quot;&amp;gt;Toni Otte: ''Die St. Josefkirche in Hervest-Dorsten und ihre Gemeinde'', In: ''Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck 1931'', S. 22-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Otte2&amp;quot;&amp;gt;Toni Otte: ''Die neue St. Josefkirche in Hervest'', In: ''Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck 1932'', S. 21-26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kuckelmann&amp;quot;&amp;gt;Kuckelmann: ''Die neue St. Josefkirche als moderner Kunstbau'', In: ''Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck 1932'', S. 27-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wohnquartier zeichnet sich durch viele kleine Plätze aus. Eine Vielzahl unterschiedlich großer Wohnungen verschiedener Grundrisse, mal mit Klinker-, mal mit Putzfassade vermitteln den Eindruck einer lockeren Bebauung. Die Wohnbauten der ersten Baustufe sind mit historisierenden Gestaltungselementen versehen, während die nach dem Krieg errichteten Häuser eher schlichter gestaltet wurden, ohne dass dadurch der Eindruck einer baulichen Einheit der Siedlung besonders beeinträchtigt wurde. Im Mittel ist einer Wohnung eine Gartenfläche von 200 m² zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf insgesamt 23 Grundtypen lassen sich die Wohnungen in der Zechensiedlung zurückführen. Nach Adolf Spaltmann &amp;lt;ref name=&amp;quot;Spaltmann 1930&amp;quot;&amp;gt;Adolf Spaltmann: ''Wohnsiedlung der Zeche &amp;quot;Fürst Leopold in Hervest&amp;quot;'', In: ''Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck 1930'', S. 64-67.&amp;lt;/ref&amp;gt; bestand das Wohnquartier in den 1920er Jahren aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;84&amp;amp;nbsp; 2-räumigen Wohnungen&lt;br /&gt;
* 267&amp;amp;nbsp; 3-räumigen Wohnungen&lt;br /&gt;
* 331&amp;amp;nbsp; 4-räumigen Wohnungen&lt;br /&gt;
* 132&amp;amp;nbsp; 5-räumigen Wohnungen&lt;br /&gt;
* &amp;amp;nbsp;37&amp;amp;nbsp; 6-räumigen Wohnungen und&lt;br /&gt;
* &amp;amp;nbsp;14&amp;amp;nbsp; Wohnungen mit mehr als 6 Räumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die damalige Zeit war die Anordnung der Aborte innerhalb statt außerhalb der Häuser fortschrittlich. Die Grundstücke ermöglichten die Haltung von Kleintieren (Schafe, Ziegen, Schweine, Geflügel), wobei die Ställe meist in das Haus integriert waren. Die Gärten dienten in erster Linie dem Anbau von Gemüse und Beerenobst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sanierung und Modernisierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Errichtung der Siedlung haben die Zeche und die Rechtsnachfolger ihres Wohneigentums nur wenig in den Erhalt und die Verbesserung der Bausubstanz der Gebäude investiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens mit Beginn der 1970er Jahre wurden die Mängel unzureichender Bauunterhaltung der Arbeitersiedlungen im gesamten Ruhrgebiet offensichtlich. Darüber hinaus führten die Krisen der Montanindustrie zu Produktionsanpassungen bis hin zu Werksschließungen. Hinzu kam, dass zu dieser Zeit, Großunternehmen damit begannen, Betriebsteile, die nicht unmittelbar, wie z.B. das Wohnungswesen, für die Produktion erforderlich waren, auszugliedern. Die danach relativ selbständigen Tochtergesellschaften sollten möglichst profitabel arbeiten, oder wenigstens die Verluste minimieren. Um dieses Ziel zu erreichen, gingen viele Montan-Wohnungsgesellschaften dazu über:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wohnungen vorzugsweise an die jeweiligen Mieter zu verkaufen und  &lt;br /&gt;
* im Grünraum der Siedlungen &amp;quot;nachzuverdichten&amp;quot; (Neue Häuser in den Blockinnenflächen zu bauen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaufangebote waren für viele Mieter interessant, da die oft bereits in Selbsthilfe erbrachten Modernisierungskosten so gerettet werden konnten und man sich zumindest nach Tilgung der Darlehn geringere Kosten für die Wohnung versprach. Allerdings hatten die Folgen des Instandhaltungs- und Modernisierungsstaus die Erwerber zu tragen. Eine Mieterprivatisierung ist naturgegebenermaßen immer dann problematisch, wenn die Einkommen nicht ausreichen, um die Finanzierungs- und Instandhaltungskosten aufzubringen oder wenn die Erwerber sich nicht mit den Sanierungskosten belasten wollen. Von der Nachverdichtung versprachen sich die Wohnungsgesellschaften renditeträchtige Investitionen. Auch der Abriss ganzer Siedlungen war häufig beabsichtigt, führte in der Folge aber mehr und mehr zu Widerständen bei den Bewohnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufsehen erregte seinerzeit das Vorhaben, die [http://de.wikipedia.org/wiki/Siedlung_Eisenheim Arbeitersiedlung Eisenheim in Oberhausen] zugunsten damals moderner Wohnblöcke abzureißen.  Erstmals organisierten sich dort die betroffenen Mieter mit Unterstützung einer Gruppe der Fachhochschule Bielefeld um [http://de.wikipedia.org/wiki/Roland_G%C3%BCnter Prof. Roland Günter], um die Zerstörung ihrer historischen Siedlung zu verhindern. Es gelang ihnen, 1972 die Siedlung Eisenheim unter Denkmalschutz stellen zu lassen und den Eigentümer zu bewegen, die Gebäude zu sanieren und zu modernisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sachsensiedlung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1970er Jahre beabsichtigte die Hoesch AG  in Dorsten die sogenannte „Sachsensiedlung“ in Holsterhausen abzureißen und die freiwerdende Fläche neu zu  bebauen. Der Protest der Bewohner verhinderte zwar den kompletten Abriss der Siedlung, die eingeleitete Privatisierung zeigte jedoch schon bald nachteilige städtebauliche Folgen. Da keine Unterdenkmalschutzstellung erfolgte bzw. keine Gestaltungssatzung erlassen wurde, konnten die Erwerber der Häuser z.B. die Fassaden nach ihren individuellen Vorstellungen verändern und &amp;quot;verschönern&amp;quot;. Schnell verschwand dadurch der historisch geprägte Stil der Siedlung. Individuelle Fassadenerneuerungen und Gebäudeerweiterungen ohne Rücksicht auf den Gesamteindruck der „Sachsenkolonie“ waren an der Tagesordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanierung der Siedlung Fürst Leopold ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch über die Zukunft der Siedlung „Fürst Leopold“ wurde bereits Anfang der 1970er Jahre diskutiert. Beeindruckt durch die negativen Folgen der Privatisierung  der Sachsensiedlung und sicherlich auch beeinflusst durch die als wegweisend empfundene Sanierung der Arbeitersiedlung Eisenheim, erarbeitete der Dorstener Architekt und Dozent an der Fachhochschule Recklinghausen/Bochum, Prof. Manfred Ludes, gemeinsam mit seinen Studenten ein Konzept für eine durchgängige Sanierung der Siedlung „Fürst Leopold“. Im Rahmen eines Pilotprojekts sanierte und modernisierte daraufhin die Hoesch AG zunächst einige Gebäude südlich der Burgsdorffstraße (Hausnummern 44-62). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wittwer Georg Wittwer], Leiter der Entwicklungsgesellschaft Wulfen und später Bausenator von Berlin setzte sich sehr für die Sanierung der Siedlung ein und schrieb 1980 im Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, ''&amp;quot;dass es an der Zeit sei, darüber nachzudenken, wie verhindert werden kann, dass die Siedlung ein ähnliches Schicksal erleidet wie beispielsweise die Sachsensiedlung in Holsterhausen&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wittwer&amp;quot;&amp;gt;Georg Wittwer: ''Die Bergarbeitersiedlung Hervest-Dorsten - ein städtebaulicher Versuch'', In: Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1980, Seite 56-64.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1982 712 Wohnungen in 543 Wohnhäusern von der Hoesch AG in die „Hoesch Wohnungsgesellschaft mbh“ ausgegliedert wurden, nahm sich diese der bestehenden Aufgabe an, Teile der Siedlung Fürst Leopold zu modernisieren und den größten Teil ihres Besitzes zu privatisieren. Darüber hinaus sollten 80 neue Wohnungen durch sogenannte Nachverdichtung (Bau von zusätzlichen Wohngebäuden im Innenbereich der Gebäudeblöcke) geschaffen werden. Das Modernisierungskonzept der Hoesch Wohnungsgesellschaft sah den Erhalt und die Verbesserung der Bausubstanz vor, sowie die Angleichung der Wohnqualität an den Stand der 1980er Jahre. Im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verbesserung der Wohnungsgrundrisse&lt;br /&gt;
* Einbau einer Zentralheizung&lt;br /&gt;
* Einbau von isolierverglasten Fenstern&lt;br /&gt;
* Einbau eines Bades&lt;br /&gt;
* Erneuerung der sanitären und elektrischen Installation&lt;br /&gt;
* Herstellung neuer Wasseranschlüsse und erdverkabelter Elektroanschlüsse&lt;br /&gt;
* Erstellung von Hausentwässerungen&lt;br /&gt;
* Bau von Einstellplätzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Bereitstellung von Nahwärme waren 6 kohlebefeuerte Blockheizwerke geplant. Gartenflächen in den Blockinnenbereichen sollten nicht nur für Neubauten, sondern auch für die Anlage von Garagenhöfen und Spielplätzen genutzt werden. Um der steigenden Motorisierung der Bewohner Rechnung zu tragen, wurde pro Wohneinheit die Errichtung von 1,5 Stellplätzen/Garagen vorgesehen. Die Hoesch Wohnungsgesellschaft beantragte für die Modernisierung der Gebäude Fördermittel von ca. 60.000 DM pro Wohnung beim Land NRW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mieter der Wohnungen, die ihre großzügigen Gärten zwar nicht mehr hauptsächlich für den Anbau von Gemüse und Obst nutzen, sondern durch Anlage von Rasenflächen Freizeit- und Erholungszwecke in den Vordergrund stellten, bemängelten die Planung in erster Linie wegen der Reduzierung ihrer Gartenflächen. Den Erwerb von nichtsanierten Häusern zu Preisen zwischen 60.000,-- bis 80.000,-- DM fanden viele Mieter unattraktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Dorsten, zuständig für den verkehrsberuhigten Ausbau der Straßen, für die Erneuerung der Entwässerungsleitungen und die Errichtung von Grünanlagen veranschlagte hierfür zunächst Kosten in Höhe von 5 Millionen DM, die zu 80% vom Land getragen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den geschlossenen, einheitlichen  Charakter der Siedlung im Rahmen der Teilprivatisierung zu bewahren, erhoffte man sich zunächst durch Abgabe von Verpflichtungserklärungen der Erwerber, ''„...  bei geplanten Änderungen an Silhouette und Außenhaut ...“'' den Empfehlungen einer von Prof. Ludes und der Hoesch Wohnungsgesellschaft erstellten Broschüre zu folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1984 begann dann die Wohnungsgesellschaft im Innenbereich „Burgsdorffstraße“-„Brunnenstraße“-„Heinrich-Wienke-Straße“ mit der sogenannten &amp;quot;Nachverdichtung&amp;quot; und baute ein erstes neues Gebäude mit 18 Wohneinheiten. Zuvor gab es Meinungsunterschiede im Rat der Stadt Dorsten bei der Frage, ob:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Neubauten ein Bebauungsplanverfahren erforderlich sei, und ob&lt;br /&gt;
* die Siedlung unter Denkmalschutz gestellt werden sollte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und die Mehrheit des Rates waren zunächst der Auffassung, dass förmliche Verfahren zur Erreichung von Baurechtssicherheit und zur Durchsetzung der städtebaulichen und denkmalpflegerischen Ziele nicht erforderlich seien. Die Bezirksregierung in Münster allerdings widersprach der Einschätzung der Stadt Dorsten und hielt die Aufstellung eines Bebauungsplans für erforderlich. Die obere Denkmalbehörde in Münster hielt es darüber hinaus für erforderlich, die Siedlung unter Denkmalschutz zu stellen. Zudem verlangte das Ministerium für Landes- und Stadtentwicklung in Düsseldorf, dass im Zuge des Bewilligungsverfahren zunächst ein Gesamtkonzept vorzulegen sei und ein Sanierungsbeirat gebildet werden müsse, in dem auch Vertreter der Mieter die Gelegenheit erhalten sollten, sich an der Erörterung der Planungs- und Modernisierungsvorhaben zu beteiligen. Offensichtlich befürchtete man in Düsseldorf, dass das beabsichtigte Ziel, das historische Erscheinungsbild der Siedlung auf Dauer zu erhalten, ohne verbindliche Rechtsinstrumente nicht erreicht werden könnte. Zudem war es dem Ministerium ein Anliegen, eine Beteiligung der betroffenen Bewohner sicherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bauausschuss lehnte den Antrag, die Zechensiedlung in die Denkmalliste der Stadt Dorsten einzutragen, im Juni 1984 zunächst ab&amp;lt;ref name=&amp;quot;BauA-334/84&amp;quot;&amp;gt;Stadt Dorsten: ''Niederschrift der Bauaussschusssitzung,vom 07.06.1984, TOP 4, Drucksache 334/84''&amp;lt;/ref&amp;gt;. Eine Gestaltungssatzung auf Grundlage der Empfehlungen von Prof. Ludes befürworteten gleichwohl die Ausschussmitglieder. Die Politiker befürchteten zum großen Teil, dass die Hoesch Wohnungsgesellschaft und vor allem potentielle Erwerber der Wohnungen durch zu strikte Regelungen zu sehr eingeengt würden und das Ziel, Bergleuten den Erwerb von Wohnungseigentum zu erleichtern, erschwert würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Stadt erkannt hatte, dass ohne Unterschutzstellung der Siedlung keine Landesfördermittel fließen würden, beauftragte sie am 22.11.1984 doch noch das Denkmalamt, einen Entwurf einer Denkmalbereichssatzung zu erstellen&amp;lt;ref name=&amp;quot;BauA-535/84&amp;quot;&amp;gt;Stadt Dorsten: ''Niederschrift der Ratssitzung vom 22.11.1984, TOP 14, Drucksache 535/84 und 666/84''.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schließlich erließ der Stadtrat am 04.03.1986 eine [http://eservice2.gkd-re.de/bsointer120/DokumentServlet?dokumentenname=120l0444.pdf Gestaltungssatzung] und  am 27.02.1987 eine Satzung zur [http://eservice2.gkd-re.de/bsointer120/DokumentServlet?dokumentenname=120l4416.pdf Unterschutzstellung des Denkmalbereiches „Zechensiedlung Hervest“]. Damit waren die Voraussetzungen  erfüllt, Fördermittel des Landes zur Herstellung der Straßen, Wege, Spielplätze und Grünanlagen zu erhalten. Eine erste Rate der Landesmittel in Höhe von 1,2 Millionen DM erhielt die Stadt 1988. Insgesamt betrugen die förderfähigen Kosten für die öffentlichen Sanierungsmaßnahmen 4 Millionen DM, wovon 80% vom Land NRW getragen wurden und den Rest die Stadt Dorsten beisteuern musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgeschlossen wurden die Modernisierungsarbeiten Anfang der 1990er Jahre. Statt der geplanten Privatisierung von rund 500 Wohneinheiten wurden jedoch lediglich 200 an die jeweiligen Mieter veräußert. Die von der Hoesch Wohnungsgesellschaft beabsichtigte Innenbebauung in den Gärten zwischen der Halterner Straße und Burgsdorffstraße wurde wegen der Einwendungen der Aufsichtsbehörden nicht mehr ausgeführt. Statt der geplanten 80 neuen Wohnungen wurden lediglich 30 gebaut (Schachtstr. 17a, 17b, Brunnenstr. 2a, 2b und Heinrich-Wienke-Str. 35a,35b).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zechensiedlung heute ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview der Dorstener Zeitung mit Vivawest über die Zechensiedlung (14.09.2012)&lt;br /&gt;
[[Datei:DZ 20120914.png]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 07 Feb 2021 07:17:58 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Zechensiedlung_Hervest</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt Fundpunkt Openstreetmap 2 Kopie.jpg|left|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|left|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|left|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|left|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|800px|thumb|Neue Nutzungen, Planungsstand 2012, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan von 1913 1200 breit.jpg|800px|thumb|Lageplan von 1913, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang veränderte man die ursprünglich im Stil des Neobarocks ausgestaltete Fassade durch Einbau neuer Fenster und Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Damit erinnert das neue Aussehen dem seit den 1920er Jahren beliebten Stil des sogenannten &amp;quot;Backstein-Expressionismus“. Die Erweiterung des Gebäudes ermöglichte es, die 2,5 MW Dampfturbine von der Baldur hier unterzubringen. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung nochmals erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude ein zweites Mal um zwei Achsfelder und stellte eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2- am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 03 Feb 2021 08:15:22 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt Fundpunkt Openstreetmap 2 Kopie.jpg|left|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|left|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|left|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|left|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|800px|thumb|Neue Nutzungen, Planungsstand 2012, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan von 1913 1200 breit.jpg|800px|thumb|Lageplan von 1913, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang veränderte man die ursprünglich im Stil des Neobarocks ausgestaltete Fassade durch Einbau neuer Fenster und Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Damit erinnert das neue Aussehen dem seit den 1920er Jahren beliebten Stil des sogenannten &amp;quot;Backstein-Expressionismus“. Die Erweiterung des Gebäudes ermöglichte es, die 2,5 MW Dampfturbine von der Baldur hier unterzubringen. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung nochmals erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude ein zweites Mal um zwei Achsfelder und stellte eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2- am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 03 Feb 2021 08:12:57 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt Fundpunkt Openstreetmap 2 Kopie.jpg|left|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|left|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|left|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|left|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|800px|thumb|Neue Nutzungen, Planungsstand 2012, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan von 1913 1200 breit.jpg|800px|thumb|Lageplan von 1913, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang veränderte man die ursprünglich im Stil des Neobarocks ausgestaltete Fassade durch Einbau neuer Fenster und Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Damit erinnert das neue Aussehen dem seit den 1920er Jahren beliebten Stil des sogenannten &amp;quot;Backstein-Expressionismus“. Die Erweiterung des Gebäudes ermöglichte es, die 2,5 MW Dampfturbine von der Baldur hier unterzubringen. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung nochmals erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude ein zweites Mal um zwei Achsfelder und stellte eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2- am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 03 Feb 2021 08:00:18 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Datei:Ausschnitt Fundpunkt Openstreetmap 2 Kopie.jpg</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei:Ausschnitt_Fundpunkt_Openstreetmap_2_Kopie.jpg</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 03 Feb 2021 07:44:59 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei_Diskussion:Ausschnitt_Fundpunkt_Openstreetmap_2_Kopie.jpg</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt_Fundpunkt_Openstreetmap.jpg|left|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|left|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|left|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|left|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|800px|thumb|Neue Nutzungen, Planungsstand 2012, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan von 1913 1200 breit.jpg|800px|thumb|Lageplan von 1913, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang veränderte man die ursprünglich im Stil des Neobarocks ausgestaltete Fassade durch Einbau neuer Fenster und Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Damit erinnert das neue Aussehen dem seit den 1920er Jahren beliebten Stil des sogenannten &amp;quot;Backstein-Expressionismus“. Die Erweiterung des Gebäudes ermöglichte es, die 2,5 MW Dampfturbine von der Baldur hier unterzubringen. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung nochmals erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude ein zweites Mal um zwei Achsfelder und stellte eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2- am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 02 Feb 2021 05:46:39 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt_Fundpunkt_Openstreetmap.jpg|left|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|left|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|left|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|left|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan von 1913 1200 breit.jpg|800px|thumb|Lageplan von 1913, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang veränderte man die ursprünglich im Stil des Neobarocks ausgestaltete Fassade durch Einbau neuer Fenster und Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Damit erinnert das neue Aussehen dem seit den 1920er Jahren beliebten Stil des sogenannten &amp;quot;Backstein-Expressionismus“. Die Erweiterung des Gebäudes ermöglichte es, die 2,5 MW Dampfturbine von der Baldur hier unterzubringen. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung nochmals erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude ein zweites Mal um zwei Achsfelder und stellte eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2- am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 02 Feb 2021 05:36:30 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt_Fundpunkt_Openstreetmap.jpg|left|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|left|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|left|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan von 1913 1200 breit.jpg|800px|thumb|Lageplan von 1913, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang veränderte man die ursprünglich im Stil des Neobarocks ausgestaltete Fassade durch Einbau neuer Fenster und Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Damit erinnert das neue Aussehen dem seit den 1920er Jahren beliebten Stil des sogenannten &amp;quot;Backstein-Expressionismus“. Die Erweiterung des Gebäudes ermöglichte es, die 2,5 MW Dampfturbine von der Baldur hier unterzubringen. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung nochmals erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude ein zweites Mal um zwei Achsfelder und stellte eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2- am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 02 Feb 2021 05:32:47 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt_Fundpunkt_Openstreetmap.jpg|left|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan von 1913 1200 breit.jpg|800px|thumb|Lageplan von 1913, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang veränderte man die ursprünglich im Stil des Neobarocks ausgestaltete Fassade durch Einbau neuer Fenster und Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Damit erinnert das neue Aussehen dem seit den 1920er Jahren beliebten Stil des sogenannten &amp;quot;Backstein-Expressionismus“. Die Erweiterung des Gebäudes ermöglichte es, die 2,5 MW Dampfturbine von der Baldur hier unterzubringen. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung nochmals erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude ein zweites Mal um zwei Achsfelder und stellte eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2- am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 02 Feb 2021 05:30:40 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt_Fundpunkt_Openstreetmap.jpg|center|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan von 1913 1200 breit.jpg|800px|thumb|Lageplan von 1913, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang veränderte man die ursprünglich im Stil des Neobarocks ausgestaltete Fassade durch Einbau neuer Fenster und Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Damit erinnert das neue Aussehen dem seit den 1920er Jahren beliebten Stil des sogenannten &amp;quot;Backstein-Expressionismus“. Die Erweiterung des Gebäudes ermöglichte es, die 2,5 MW Dampfturbine von der Baldur hier unterzubringen. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung nochmals erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude ein zweites Mal um zwei Achsfelder und stellte eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2- am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 02 Feb 2021 05:29:27 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
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			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
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			<pubDate>Tue, 02 Feb 2021 05:21:43 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=MediaWiki_Diskussion:Common.css</comments>		</item>
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			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt_Fundpunkt_Openstreetmap.jpg|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg|800px|thumb|Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplan von 1913 1200 breit.jpg|800px|thumb|Lageplan von 1913, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang veränderte man die ursprünglich im Stil des Neobarocks ausgestaltete Fassade durch Einbau neuer Fenster und Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Damit erinnert das neue Aussehen dem seit den 1920er Jahren beliebten Stil des sogenannten &amp;quot;Backstein-Expressionismus“. Die Erweiterung des Gebäudes ermöglichte es, die 2,5 MW Dampfturbine von der Baldur hier unterzubringen. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung nochmals erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude ein zweites Mal um zwei Achsfelder und stellte eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2- am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 01 Feb 2021 21:15:42 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Datei:Lageplan von 1913 1200 breit.jpg</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei:Lageplan_von_1913_1200_breit.jpg</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;Lageplan von 1913 © Hagemann&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Lageplan von 1913 © Hagemann&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 01 Feb 2021 21:01:25 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei_Diskussion:Lageplan_von_1913_1200_breit.jpg</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Baldur</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:Baldur</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_Baldur_Luftbild_1930_2.jpg|400px|thumb|Luftbild Baldur um 1930. Copyright: Regionalverband Ruhr, Essen.]] &lt;br /&gt;
[[Datei:Foto_Baldur_2.jpg|400px|thumb|Zeche Baldur]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto_Baldur Kopie.jpg|400px|thumb|Zeche Baldur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts beantragte die Bohrgesellschaft Trier die Verleihung von Grubenfeldern nördlich der Lippe in Holsterhausen. 1899 erfolgten die ersten Probebohrungen an der späteren Baldurstraße und bereits ein Jahr später konnte mit dem Abteufen der beiden Schächte begonnen werden. Wegen zu hoher Fließsandeinbrüche mussten diese Arbeiten jedoch 1901 wieder eingestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1906 wurde das Abteufen der beiden Schächte fortgesetzt. 1909 hatte Schacht 1 eine Teufe von 577 m erreicht, Schacht 2 eine Teufe von 615 m. Die vorgesehene Endteufe des Schachtes 1 von 722 m wurde im März 1910 erreicht. Im Jahre 1911 erfolgte daraufhin die erste Kohleförderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_Baldur.jpg]] Tagesriss (Werksplan) der Zeche Baldur (ca. 1927)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1900]]                      || Teufbeginn von 2 Schächten durch Bohrgesellschaft - später Bergwerksgesellschaft Trier -, Berechtsname: 22 Maximalfelder = 48 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1901]]                      || Aufgabe Schacht 1 bei 23 m und Schacht 2 bei 11 m Teufe wegen Schwimmsand, finanzielle Mittel aufgebraucht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1905]]                      || Umbenennung von Trier in Baldur, Berechtsame: 22 Maximalfelder = 48 km2, Neuteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Teufbeginn Schacht 1: 4.7. Wassereinbruch bei 135 m Teufe (15 m3 je Minute) und&lt;br /&gt;
Absaufen, Dezember: Sümpfen, Teufbeginn Schacht 2 (ebenfalls Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1907]]                      || Schacht 1 einmal und Schacht 2 zweimal Absaufen und Sümpfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || '''Schacht 1 erreicht Karbon''' bei 559 m, Schacht 2 bei 564 m, Ansetzen 1. Sohle = 595 m(-562 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1910]]     || Ansetzen 2. Sohle = später Teilsohle = 673 m(-640 m), Verkauf von 11 Feldern (Augustus V) an Essener Steinkohlenbergwerke AG, 290 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]              || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 743 m(-710 m), Schacht 2 bis 1. Sohle, Förderbeginn, 4988 t, 445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]] || Ansetzen 4. Sohle = 850 m(-817 m) im Unterwerk (später aufgegeben), 223258 t, 1307 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]       || 235793 t, 1021 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1917]]                      || Erwerb eines Feldesstreifens (0,4 km2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Besitzerwechsel: Köln-Neuessener Bergwerksverein, 321380 t, 2112 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1921]]                      || Tieferteufen Schacht 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1923]]                      || Februar - Dezember: nur Eigenbedarfsförderung wegen Ruhrbesetzung, Schacht 2 bis 2. Sohle, 1924	Schacht 2 bis 3. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 467444 t, 2015 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Fürst Leopold, jedoch wird diese im gleichen Jahr gestundet &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1927]]                      || max. Förderung: 536762 t, 1963 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 356455 t, 1273 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1931]]                      || 23.03.: '''Fördereinstellung''', 01.04.: Vereinigung zu Fürst Leopold-Baldur&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schacht Baldur 1 wurde von 1991 bis 1993 um 230 m tiefergeteuft. Mit der 1.Teilsohle (-1125 m unter Gelände) ist&lt;br /&gt;
der Schacht unterfahren und wurde dann vom Sumpf der 5. Sohle (-105 3 m) bis zur&lt;br /&gt;
1. Teilsohle auf ein bestehendes Bohrloch von 1,20 m Durchmesser tiefergeteuft. In der zweiten Bauphase erfolgte&lt;br /&gt;
das Weiterteufen von der 1. Teilsohle bis zur Endteufe, 1280 m unter Gelände, aus dem Vollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deilmann-Haniel-Gruppe, Werkzeitschrift &amp;quot;Unser Betrieb&amp;quot; Nr. 58 August 1991&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bergbau-dorsten.de/html/baldur.html Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten]&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Baldur Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [http://www.holstina.de/history/zechebaldur.html holstina.de: website für Holsterhausen]&lt;br /&gt;
* [http://www.lions-dorsten-hanse.de/gs-baldur.php Geschichtstafel des Lions-Club Dorsten-Hanse ]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 24 Jan 2021 15:17:29 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:Baldur</comments>		</item>
		<item>
			<title>Auswirkungen des Bergbaus in Dorsten</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Auswirkungen_des_Bergbaus_in_Dorsten</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Von 1911 bis 2008 wurde unter dem Stadtgebiet von Dorsten Kohle abgebaut. Zwangsläufig wurde dadurch in die Natur und Landschaft eingegriffen (Landschaftswandel). Der Ruhrbergbau hat sich bemüht, die Auswirkungen des untertägigen Kohleabbaus auf die Landschaft- und Siedlungsbereiche möglichst gering zu halten, beziehungsweise Schäden zu regulieren oder zu kompensieren. Bergsenkungen erforderten besondere Maßnahmen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zur Sicherstellung der Vorflut (Umverlegung von Bächen und/oder Höherpumpen von Bachwässern) &lt;br /&gt;
* zur Gewährleistung der Funktion von Schmutz- und Regenwasserableitungensanlagen (Sanierung von Rohrleitungen, bzw. Umverlegung von Sammlern und/oder Betrieb von Pumpstationen)&lt;br /&gt;
* zum Hochwasserschutz (Einpolderung von gefährdeten Flächen)&lt;br /&gt;
* zur Verhinderung der Vernässung von Flächen (Drainage und/oder Betrieb von Pumpstationen)&lt;br /&gt;
* zur Verhinderung bzw. Minimierung der Auswirkungen von Zerrungen und Pressungen auf Gebäude (Verstärkung der Gebäudefundamente) und&lt;br /&gt;
* zur Beseitigung von Schäden an Gebäuden und Verkehrsanlagen (Sanierung von eingetretenen Schäden bis hin zu partiellen Gebäudeanhebungen durch Injektionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergsenkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:TK25 2 mit Bergsenkungen_2016.jpg|left|600px|thumb|Höhendifferenzen abgeleitet aus dem Vergleich von Höhenangaben der Preußischen Landesaufnahme (1892) und  Höhendaten aus amtlichen Kartenwerken (2014).]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sun, 24 Jan 2021 06:42:46 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Auswirkungen_des_Bergbaus_in_Dorsten</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt_Fundpunkt_Openstreetmap.jpg|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang veränderte man die ursprünglich im Stil des Neobarocks ausgestaltete Fassade durch Einbau neuer Fenster und Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Damit erinnert das neue Aussehen dem seit den 1920er Jahren beliebten Stil des sogenannten &amp;quot;Backstein-Expressionismus“. Die Erweiterung des Gebäudes ermöglichte es, die 2,5 MW Dampfturbine von der Baldur hier unterzubringen. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung nochmals erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude ein zweites Mal um zwei Achsfelder und stellte eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2- am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 23 Jan 2021 22:58:37 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;/* Elektrische Zentrale */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt_Fundpunkt_Openstreetmap.jpg|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde, aber auch durch einmalige Zahlung abgelöst werden konnte. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang veränderte man die ursprünglich im Stil des Neobarocks ausgestaltete Fassade durch Einbau neuer Fenster und Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Damit erinnert das neue Aussehen dem seit den 1920er Jahren beliebten Stil des sogenannten &amp;quot;Backstein-Expressionismus“. Die Erweiterung des Gebäudes ermöglichte es, die 2,5 MW Dampfturbine von der Baldur hier unterzubringen. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung nochmals erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude ein zweites Mal um zwei Achsfelder und stellte eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2- am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 23 Jan 2021 06:51:50 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt_Fundpunkt_Openstreetmap.jpg|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908). Dieser hatte als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] für ein Gebiet, welches heute im wesentlichen der Lage des Kreises Borken und der Herrlichkeit Lembeck entspricht, das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] inne, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde, aber auch durch einmalige Zahlung abgelöst werden konnte. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang änderte man die Ausgestaltung der Fassade durch Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Dadurch war es auch möglich, die Stromerzeugung, die bis zu dieser Zeit noch auf die beiden Betriebsstandorte (Baldur und Fürst Leopold) aufgeteilt war, zusammenzulegen. Die bis dahin auf Baldur betriebene 2,5 MW Dampfturbine fand so neben den beiden vorhandenen 1,6 MW Aggregaten und den Verdichtern in der vergrößerten elektrischen Zentrale einen neuen Platz. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude nochmals um zwei Achsfelder und stellt eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2-am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 23 Jan 2021 06:15:37 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Baldur</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:Baldur</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;/* Entstehung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_Baldur_Luftbild_1930_2.jpg|400px|thumb|Luftbild Baldur um 1930. Copyright: Regionalverband Ruhr, Essen.]] &lt;br /&gt;
[[Datei:Foto_Baldur_2.jpg|400px|thumb|Zeche Baldur]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto_Baldur Kopie.jpg|400px|thumb|Zeche Baldur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts beantragte die Bohrgesellschaft Trier die Verleihung von Grubenfeldern nördlich der Lippe in Holsterhausen. 1899 erfolgten die ersten Probebohrungen an der späteren Baldurstraße und bereits ein Jahr später konnte mit dem Abteufen der beiden Schächte begonnen werden. Wegen zu hoher Fließsandeinbrüche mussten diese Arbeiten jedoch 1901 wieder eingestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1906 wurde das Abteufen der beiden Schächte fortgesetzt. 1909 hatte Schacht 1 eine Teufe von 577 m erreicht, Schacht 2 eine Teufe von 615 m. Die vorgesehene Endteufe des Schachtes 1 von 722 m wurde im März 1910 erreicht. Im Jahre 1911 erfolgte daraufhin die erste Kohleförderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_Baldur.jpg]] Tagesriss (Werksplan) der Zeche Baldur (ca. 1927)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1900]]                      || Teufbeginn von 2 Schächten durch Bohrgesellschaft - später Bergwerksgesellschaft Trier -, Berechtsname: 22 Maximalfelder = 48 km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1901]]                      || Aufgabe Schacht 1 bei 23 m und Schacht 2 bei 11 m Teufe wegen Schwimmsand, finanzielle Mittel aufgebraucht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1905]]                      || Umbenennung von Trier in Baldur, Berechtsame: 22 Maximalfelder = 48 km2, Neuteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Teufbeginn Schacht 1: 4.7. Wassereinbruch bei 135 m Teufe (15 m3 je Minute) und&lt;br /&gt;
Absaufen, Dezember: Sümpfen, Teufbeginn Schacht 2 (ebenfalls Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1907]]                      || Schacht 1 einmal und Schacht 2 zweimal Absaufen und Sümpfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || '''Schacht 1 erreicht Karbon''' bei 559 m, Schacht 2 bei 564 m, Ansetzen 1. Sohle = 595 m(-562 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1910]]     || Ansetzen 2. Sohle = später Teilsohle = 673 m(-640 m), Verkauf von 11 Feldern (Augustus V) an Essener Steinkohlenbergwerke AG, 290 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]              || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 743 m(-710 m), Schacht 2 bis 1. Sohle, Förderbeginn, 4988 t, 445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]] || Ansetzen 4. Sohle = 850 m(-817 m) im Unterwerk (später aufgegeben), 223258 t, 1307 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]       || 235793 t, 1021 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1917]]                      || Erwerb eines Feldesstreifens (0,4 km2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Besitzerwechsel: Köln-Neuessener Bergwerksverein, 321380 t, 2112 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1921]]                      || Tieferteufen Schacht 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1923]]                      || Februar - Dezember: nur Eigenbedarfsförderung wegen Ruhrbesetzung, Schacht 2 bis 2. Sohle, 1924	Schacht 2 bis 3. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 467444 t, 2015 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Fürst Leopold, jedoch wird diese im gleichen Jahr gestundet &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1927]]                      || max. Förderung: 536762 t, 1963 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 356455 t, 1273 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1931]]                      || 23.03.: '''Fördereinstellung''', 01.04.: Vereinigung zu Fürst Leopold-Baldur&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bergbau-dorsten.de/html/baldur.html Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten]&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Baldur Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [http://www.holstina.de/history/zechebaldur.html holstina.de: website für Holsterhausen]&lt;br /&gt;
* [http://www.lions-dorsten-hanse.de/gs-baldur.php Geschichtstafel des Lions-Club Dorsten-Hanse ]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Sat, 02 Jan 2021 02:54:49 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:Baldur</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt_Fundpunkt_Openstreetmap.jpg|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908), der als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] zu jener Zeit das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] innehatte, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze besaß. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde, aber auch durch einmalige Zahlung abgelöst werden konnte. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Grubenwasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 ließe sich ebenfalls bei Bedarf für weitere Unterstützungssümpfungen aufbohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aufgabe der Kohleförderung im Revier wird Grubenwasser der Schwerkraft folgend unterirdisch über ehemalige Strecken (Stollen), Strebe (Kohleabbaubereiche) und Klüfte (Spalten) zu Gebieten niedriger Grubenwasserstände fließen. Dort wird das Grubenwasser unterirdisch auf höhere Niveaus gepumpt und gezielt in Richtung Dinslaken/Walsum geleitet. Ziel ist es, das Wasser an keiner Stelle höher als ca. 600 m unter Gelände ansteigen zu lassen. Die 5 Wasserhaltungsstandorte im Revier sind: &amp;quot;Robert Müser&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Heinrich&amp;quot; (Essen), &amp;quot;Friedlicher Nachbar&amp;quot; (Bochum), &amp;quot;Lohberg&amp;quot; (Dinslaken) und &amp;quot;Walsum&amp;quot; (Duisburg). Neben Schacht 1 des ehemaligen Bergwerks &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; ist zusätzlich der Schacht 3/7 (&amp;quot;Auguste Victoria&amp;quot;) in Marl als Reservestandort für die Wasserhaltung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang änderte man die Ausgestaltung der Fassade durch Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Dadurch war es auch möglich, die Stromerzeugung, die bis zu dieser Zeit noch auf die beiden Betriebsstandorte (Baldur und Fürst Leopold) aufgeteilt war, zusammenzulegen. Die bis dahin auf Baldur betriebene 2,5 MW Dampfturbine fand so neben den beiden vorhandenen 1,6 MW Aggregaten und den Verdichtern in der vergrößerten elektrischen Zentrale einen neuen Platz. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude nochmals um zwei Achsfelder und stellt eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2-am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 29 Oct 2019 02:51:05 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Auswirkungen des Bergbaus in Dorsten</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Auswirkungen_des_Bergbaus_in_Dorsten</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Von 1911 bis 2008 wurde unter dem Stadtgebiet von Dorsten Kohle abgebaut. Zwangsläufig wurde dadurch in die Natur und Landschaft eingegriffen. Der Ruhrbergbau hat sich bemüht, die Auswirkungen des untertägigen Kohleabbaus auf die Landschaft- und Siedlungsbereiche möglichst gering zu halten, beziehungsweise Schäden zu regulieren oder zu kompensieren. Bergsenkungen erforderten besondere Maßnahmen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zur Sicherstellung der Vorflut (Umverlegung von Bächen und/oder Höherpumpen von Bachwässern) &lt;br /&gt;
* zur Gewährleistung der Funktion von Schmutz- und Regenwasserableitungensanlagen (Sanierung von Rohrleitungen, bzw. Umverlegung von Sammlern und/oder Betrieb von Pumpstationen)&lt;br /&gt;
* zum Hochwasserschutz (Einpolderung von gefährdeten Flächen)&lt;br /&gt;
* zur Verhinderung der Vernässung von Flächen (Drainage und/oder Betrieb von Pumpstationen)&lt;br /&gt;
* zur Verhinderung bzw. Minimierung der Auswirkungen von Zerrungen und Pressungen auf Gebäude (Verstärkung der Gebäudefundamente) und&lt;br /&gt;
* zur Beseitigung von Schäden an Gebäuden und Verkehrsanlagen (Sanierung von eingetretenen Schäden bis hin zu partiellen Gebäudeanhebungen durch Injektionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergsenkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:TK25 2 mit Bergsenkungen_2016.jpg|left|600px|thumb|Höhendifferenzen abgeleitet aus dem Vergleich von Höhenangaben der Preußischen Landesaufnahme (1892) und  Höhendaten aus amtlichen Kartenwerken (2014).]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 27 Jun 2019 08:40:54 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Auswirkungen_des_Bergbaus_in_Dorsten</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt_Fundpunkt_Openstreetmap.jpg|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908), der als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] zu jener Zeit das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] innehatte, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze besaß. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde, aber auch durch einmalige Zahlung abgelöst werden konnte. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurde Schacht 1 zu einer Brunnenröhre umgebaut, Schacht 2 bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem höheren Anstieg als berechnet führen, könnte durch Einhängen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Wasserhaltung im Revier unterstützt werden. Dazu wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m reduziert. Schacht 2 könnte bei Bedarf wieder für weitere Unterstützungssümpfungen aufgebohrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang änderte man die Ausgestaltung der Fassade durch Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Dadurch war es auch möglich, die Stromerzeugung, die bis zu dieser Zeit noch auf die beiden Betriebsstandorte (Baldur und Fürst Leopold) aufgeteilt war, zusammenzulegen. Die bis dahin auf Baldur betriebene 2,5 MW Dampfturbine fand so neben den beiden vorhandenen 1,6 MW Aggregaten und den Verdichtern in der vergrößerten elektrischen Zentrale einen neuen Platz. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude nochmals um zwei Achsfelder und stellt eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2-am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 13 Jun 2019 00:26:13 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Zechensiedlung Hervest</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Zechensiedlung_Hervest</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zur Zechensiedlung Hervest ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Zechensiedlung Hervest Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Planung_1913.gif]] Planung 1913&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Harsewinkel_vor_1910.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Der Harsewinkel 1910, Quelle: Archiv Walter Biermann, Dorsten.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Prinzipskizze Gartenstadt.png|400px|thumb|Gartenstadt nach  Ebenezer Howard]]&lt;br /&gt;
[[Datei:800px_TK25_Zechensiedlung_1892.jpg|400px|thumb|Historische Karte von 1892 ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TK25_Zechensiedlung.jpg|400px|thumb|Historische Karte von 1926 mit Siedlung Fürst Leopold.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schachtstrasse_1928.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Zechenhäuser Fürst Leopold, um 1928, Quelle: Archiv Walter Biermann, Dorsten.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Monatslohn_1930_20_Schichten.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Lohnabrechnung eines Schichtarbeiters 1930]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
‎[[Datei:Schachtstrasse_2012.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Zechenhäuser Fürst Leopold, 2012]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brunnenplatz_1915.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Brunnenplatz 1915, Quelle: Archiv Walter Biermann, Dorsten.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brunnenplatz_2012.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Brunnenplatz 2012]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brunnenplatz_Foto_2019 Kopie.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Brunnenplatz 2019 nach Fällung der Kastanien.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Garten_1982.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Siedlungsgarten, Foto 1982.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Flur15_Karte_1928_Auschnitt_ohne_Roteintragungen_96dp.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Flurkarte von 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Siedlung_Hervest_Privatisierungsbereich.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Vorgesehener Privatisierungsbereich (blau)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Siedlung_Hervest_Nachverdichtung.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Realisierte und geplante Nachverdichtung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Siedlung_Hervest_Denkmal_bereich.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Denkmalbereich und Denkmale]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Zechensiedlung_1984.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Luftbild 1984.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Zechensiedlung_2010_2170px_breit.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Luftbild 2010.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Siedlungshaeuser_vor_Sanierung.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Siedlungshäuser vor der Sanierung (1984)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Siedlungshaeuer_2012.jpg|400px|thumb|400px|thumb|Siedlungshäuser (2012)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zechenhaus_doppel_Strassenansicht.jpg|400px|thumb|Typ Doppelhaus, Straßenansicht, Planung 1913.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zechendoppelhaus_Strassenansicht_Foto_2012_2.jpg|400px|thumb|Saniertes Zechenhaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zechenhaus_doppel_EG_mod.jpg|400px|thumb|Typ Doppelhaus, Erdgeschoss, Planung 1913.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zechenhaus_doppel_OG.jpg|400px|thumb|Typ Doppelhaus, Obergeschoss, Planung 1913.]]   	&lt;br /&gt;
[[Datei:Zechenhaus_doppel_EG_alt_neu_2.jpg|400px|thumb|Modernisierungsvorschlag Prof. Manfred Ludes]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Gründerzeit und bis weit in das 20. Jahrhundert hinein errichteten viele große Industrieunternehmen Siedlungen für ihre Mitarbeiter. Niedrige Mieten (weit unterhalb der ortsüblichen Mieten für entsprechenden Wohnraum) waren ein starker Anreiz für Arbeiter, auch aus ferneren Gebieten, den Weg in die Industrieregionen zu wagen. Beschäftigten Wohnraum zur Verfügung zu stellen war sozialpolitisch vorbildlich und stärkte zudem die Bindung der Arbeiter zu &amp;quot;ihrem&amp;quot; Betrieb. So äußerte sich der königliche Berginspektor Robert Hund 1902:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die niedrige Verzinsung des Anlagekapitals ist nur eine scheinbare, in Wirklichkeit wird die höhere Arbeitsleistung einer seßhaften, mit den Flözverhältnissen vertrauten Belegschaft den Ausfall an Kapitalzinsen bald mehr als aufwiegen, der Bau von guten(!) Arbeiterwohnungen daher den Arbeitgebern nicht minder wie den Arbeitern zum wirtschaftlichen Vorteil gereichen.|Rettet Eisenheim - Projektdokumentation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während man im 19. Jahrhundert vorzugsweise freistehende Doppel- oder Mehrfamilienhäuser monoton aneinander reihte, begann man Anfang des 20. Jahrhunderts damit, dem Stil der Zeit entsprechend, Gartenstadtsiedlungen zu bauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Bergleute auf Fürst Leopold plante die Zeche südlich der Halterner Straße eine solche Siedlung. Das ins Auge gefasste Gelände war land- bzw. forstwirtschaftlich unattraktiv. Auf den mageren hügeligen Sandflächen gedieh lediglich anspruchslose Vegetation, wie Heide, Ginster, Birken und teilweise auch Kiefern. Straßennamen wie &amp;quot;Am Katenberg&amp;quot;, &amp;quot;Am Funkenberg&amp;quot; und &amp;quot;Haddingsberg&amp;quot; deuten noch heute auf die frühere Geländestruktur hin. Aus sozialpolitischer Sicht der Gemeinden Hervest, Holsterhausen und Dorsten war dieses Areal weit genug von ihren Siedlungen entfernt, so dass keine Konflikte durch das Zusammenleben mit den zugezogenen Menschen aus fremden Regionen und Ländern befürchtet werden musste.  &amp;quot;Die neuen Bewohner befanden sich so zunächst in einer Art Ghettosituation gegenüber den Menschen des gewachsenen Dorfes Hervest und der Stadt Dorsten&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ludes&amp;quot;&amp;gt;Manfred Ludes: ''Zechensiedlung Hervest-Dorsten - Modernisierungs- und Gestaltungshandbuch'', Hrsg: Stadt Dorsten - Planungsamt.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieser Zustand änderte sich später allmählich, wenngleich die Vorbehalte vieler Bürger aus dem Dorf Hervest und der Stadt Dorsten gegenüber den &amp;quot;Siedlern&amp;quot;  und umgekehrt noch jahrzehntelang bestanden. So schreibt Dr. Franz Schürholz im Heimatkalender 1928:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''&amp;quot;... dass eine Hemmung darin liegt, dass jede junge Industriegemeinde dem wirtschaftlich und sozial Umwälzenden, das sie durch das Entstehen der Industrie an sich hervorruft, besonders, wenn sie noch volksfremde Arbeitskräfte einführen zu müssen glaubt, erst durch lange Gewöhnung und Ausgleichsarbeit entwachsen muss. Der Vorteil kann darin liegen, dass, wenn das neue, von der Schwerindustrie gestellte Volkselement nicht zu sehr überwiegt, die alten heimischen, am Überlieferten hängenden Volksteile, in täglicher Arbeit und Auseinandersetzung mit den neuen, zu einseitig nur in die Zukunft gerichteten Schichten, eine für das politische und soziale Leben gute Verbindung eingehen können zwischen den konservativen, traditionellen und den fortschrittlich vorwärtsweisenden Kräften.&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schürholz-HKL 1928&amp;quot;&amp;gt;Dr. Franz Schürholz: ''Industrie und Heimatgefühl, in Heimatkalender Herlichkeit Lembeck, 1928, S. 23-25.'' &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Auftrag, die „Fürst Leopold – Siedlung“ zu bauen, erhielt 1911 der damals bereits sehr beachtete Architekt H.W. Eggeling. Er schlug damals eine städtebauliche Realisierung im Gartenstadtstil vor. Eggeling war bekannt dafür, weniger stark verdichtete Siedlungen für Arbeiter in qualitätsvoller Architektur zu bauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gartenstadt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine offene und durchgrünte Bebauung von sogenannten Gartenstädten war das Ziel von [http://de.wikipedia.org/wiki/Ebenezer_Howard Ebenezer Howard], dem Erfinder der [http://de.wikipedia.org/wiki/Gartenstadt Gartenstadt]. Nach seiner Idee sollten neue Städte  selbstverwaltet und mit den typischen städtischen Funktionen ausgestattet sein. Alle gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Bedürfnisse sollten in der Stadt des neuen Typus befriedigt werden können. Howards Pläne sahen vor, die Bereiche Wohnen, Arbeiten und Erholung räumlich zu trennen und in unterschiedlichen Stadtbezirken anzusiedeln. Auch soziale Probleme sollten z.B. durch die Vermeidung der Segregation verschiedenen Schichten gelöst werden. D.h. das Entstehen von speziellen Reichen- und Armenvierteln sollte verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde die Idee des englischen Stadtplaners Anfang des 20. Jahrhunderts aufgegriffen und adaptiert. Im wesentlichen übernahm man die Idee, Stadtteile von Grund auf zu planen, statt die Stadtränder der großen Industriestädte ungeordnet durch den Bau von &amp;quot;Mietshäusern&amp;quot; zu erweitern. Gemeinsam ist den &amp;quot;deutschen Gartenstädten&amp;quot;, und so auch der Siedlung Fürst Leopold, die Vorliebe für krumme Straßen, viele Plätze, der Variation der Fassaden und Dachformen (Wechsel von Satteldach, Walmdach, Mansardendach), dem Vor- bzw. Zurückspringen der Häuserfronten und die Grüngestaltung. Jede Wohnung hat ihren eigenen Eingang, einen Stall für Kleinvieh und einen Garten für Obst und Gemüse. In durchaus verdichteter Bauweise sollte urbanes Wohnen durch teilweise typisch ländliche Strukturen aufgewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus sozialer Sicht war beabsichtigt, den negativen Auswirkungen der sogenannten [http://de.wikipedia.org/wiki/Proletarisierung Proletarisierung] entgegenzuwirken. Die Unzufriedenheit der Arbeiter über ihre Arbeits- und Lebensbedingungen führte man auf das beengte und gedrängte Wohnen in städtischen &amp;quot;Mietskasernen&amp;quot; zurück. [http://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Fritsch Theodor Fritsch], Vorstandsmitglied der Deutschen Gartenstadtgesellschaft, setzte sich bereits 1896 dafür ein, eine deutsche Gartenstadt &amp;quot;zur Aufzucht einer arischen Rasse&amp;quot; zu konzipieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bau der Zechensiedlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1911 begann die Zeche Fürst Leopold damit, das 25 ha große Gelände einzuebenen und für die Bebauung vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der Bauausschuss der Gemeinde Hervest in der Sitzung am 26. August 1913 die Errichtung einer „Arbeiterkolonie im großen und ganzen guthieß“, begann das Bergwerk im Oktober 1913 mit den ersten Bauarbeiten. Vorab hatte man bereits (vor der Erstellung eines Gesamtkonzepts der Siedlung) an der Halterner Straße sogenannte &amp;quot;Beamtenhäuser&amp;quot; bzw. &amp;quot;Steigerhäuser&amp;quot; gebaut. Nach Inbetriebnahme der zecheneigenen Ziegelei im Mai 1914 lieferte diese die Steine für den Häuserbau. Bedingt durch die Ereignisse des ersten Weltkrieges kamen die Arbeiten jedoch zeitweise zum Erliegen. Nach dem Krieg wurden die Bauarbeiten fortgesetzt und in den 1920er Jahren, wenngleich auch mit einer schlichteren Ausprägung der gestaltgebenden Elemente, beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert aus heutiger Sicht ist, dass sich die Siedlung einschließlich der heute öffentlichen Bereiche (Straßen, Wege, Plätze) gänzlich im Besitz der Zeche befand. Erst 1970 übertrug die Hoesch AG die öffentlichen Anlagen der Stadt Dorsten. Wegen des schlechten Zustands der Straßen einigten sich deshalb die Vertragsparteien darauf, dass die Hoesch AG der Stadt Dorsten im Zuge der Eigentumsübertragung 300.000 DM zahlt, um damit die Infrarstruktur in einen ortsüblichen und zeitgemäßen Bauzustand versetzen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Zeche am Brunnenplatz zur Deckung des täglichen Bedarfs der Bewohner Läden errichtete, gab es innerhalb der Ansiedlung keine Flächen, die die Gemeinde und die Kirchen für ihre Bauten hätten nutzen können. So befinden sich auch heute noch Schulen, Kirchen, Kindergärten und andere öffentliche Einrichtungen außerhalb der Siedlung. Die katholische St. Josefkirche wurde erst 1920 im Osten der Siedlung als Notkirche errichtet. Hierfür nutze man eine von der Zeche übernommene Baracke, die beim Abteufen der Schächte zunächst als provisorisches Maschinenhaus gedient hatte. 1930 wurde die Kirche in Massivbauweise am gleichen Standort neu gebaut&amp;lt;ref name=&amp;quot;Otte1&amp;quot;&amp;gt;Toni Otte: ''Die St. Josefkirche in Hervest-Dorsten und ihre Gemeinde'', In: ''Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck 1931'', S. 22-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Otte2&amp;quot;&amp;gt;Toni Otte: ''Die neue St. Josefkirche in Hervest'', In: ''Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck 1932'', S. 21-26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kuckelmann&amp;quot;&amp;gt;Kuckelmann: ''Die neue St. Josefkirche als moderner Kunstbau'', In: ''Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck 1932'', S. 27-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wohnquartier zeichnet sich durch viele kleine Plätze aus. Eine Vielzahl unterschiedlich großer Wohnungen verschiedener Grundrisse, mal mit Klinker-, mal mit Putzfassade vermitteln den Eindruck einer lockeren Bebauung. Die Wohnbauten der ersten Baustufe sind mit historisierenden Gestaltungselementen versehen, während die nach dem Krieg errichteten Häuser eher schlichter gestaltet wurden, ohne dass dadurch der Eindruck einer baulichen Einheit der Siedlung besonders beeinträchtigt wurde. Im Mittel ist einer Wohnung eine Gartenfläche von 200 m² zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf insgesamt 23 Grundtypen lassen sich die Wohnungen in der Zechensiedlung zurückführen. Nach Adolf Spaltmann &amp;lt;ref name=&amp;quot;Spaltmann 1930&amp;quot;&amp;gt;Adolf Spaltmann: ''Wohnsiedlung der Zeche &amp;quot;Fürst Leopold in Hervest&amp;quot;'', In: ''Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck 1930'', S. 64-67.&amp;lt;/ref&amp;gt; bestand das Wohnquartier in den 1920er Jahren aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;84&amp;amp;nbsp; 2-räumigen Wohnungen&lt;br /&gt;
* 267&amp;amp;nbsp; 3-räumigen Wohnungen&lt;br /&gt;
* 331&amp;amp;nbsp; 4-räumigen Wohnungen&lt;br /&gt;
* 132&amp;amp;nbsp; 5-räumigen Wohnungen&lt;br /&gt;
* &amp;amp;nbsp;37&amp;amp;nbsp; 6-räumigen Wohnungen und&lt;br /&gt;
* &amp;amp;nbsp;14&amp;amp;nbsp; Wohnungen mit mehr als 6 Räumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die damalige Zeit war die Anordnung der Aborte innerhalb statt außerhalb der Häuser fortschrittlich. Die Grundstücke ermöglichten die Haltung von Kleintieren (Schafe, Ziegen, Schweine, Geflügel), wobei die Ställe meist in das Haus integriert waren. Die Gärten dienten in erster Linie dem Anbau von Gemüse und Beerenobst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sanierung und Modernisierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Errichtung der Siedlung haben die Zeche und die Rechtsnachfolger ihres Wohneigentums nur wenig in den Erhalt und die Verbesserung der Bausubstanz der Gebäude investiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens mit Beginn der 1970er Jahre wurden die Mängel unzureichender Bauunterhaltung der Arbeitersiedlungen im gesamten Ruhrgebiet offensichtlich. Darüber hinaus führten die Krisen der Montanindustrie zu Produktionsanpassungen bis hin zu Werksschließungen. Hinzu kam, dass zu dieser Zeit, Großunternehmen damit begannen, Betriebsteile, die nicht unmittelbar, wie z.B. das Wohnungswesen, für die Produktion erforderlich waren, auszugliedern. Die danach relativ selbständigen Tochtergesellschaften sollten möglichst profitabel arbeiten, oder wenigstens die Verluste minimieren. Um dieses Ziel zu erreichen, gingen viele Montan-Wohnungsgesellschaften dazu über:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wohnungen vorzugsweise an die jeweiligen Mieter zu verkaufen und  &lt;br /&gt;
* im Grünraum der Siedlungen &amp;quot;nachzuverdichten&amp;quot; (Neue Häuser in den Blockinnenflächen zu bauen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaufangebote waren für viele Mieter interessant, da die oft bereits in Selbsthilfe erbrachten Modernisierungskosten so gerettet werden konnten und man sich zumindest nach Tilgung der Darlehn geringere Kosten für die Wohnung versprach. Allerdings hatten die Folgen des Instandhaltungs- und Modernisierungsstaus die Erwerber zu tragen. Eine Mieterprivatisierung ist naturgegebenermaßen immer dann problematisch, wenn die Einkommen nicht ausreichen, um die Finanzierungs- und Instandhaltungskosten aufzubringen oder wenn die Erwerber sich nicht mit den Sanierungskosten belasten wollen. Von der Nachverdichtung versprachen sich die Wohnungsgesellschaften renditeträchtige Investitionen. Auch der Abriss ganzer Siedlungen war häufig beabsichtigt, führte in der Folge aber mehr und mehr zu Widerständen bei den Bewohnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufsehen erregte seinerzeit das Vorhaben, die [http://de.wikipedia.org/wiki/Siedlung_Eisenheim Arbeitersiedlung Eisenheim in Oberhausen] zugunsten damals moderner Wohnblöcke abzureißen.  Erstmals organisierten sich dort die betroffenen Mieter mit Unterstützung einer Gruppe der Fachhochschule Bielefeld um [http://de.wikipedia.org/wiki/Roland_G%C3%BCnter Prof. Roland Günter], um die Zerstörung ihrer historischen Siedlung zu verhindern. Es gelang ihnen, 1972 die Siedlung Eisenheim unter Denkmalschutz stellen zu lassen und den Eigentümer zu bewegen, die Gebäude zu sanieren und zu modernisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sachsensiedlung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1970er Jahre beabsichtigte die Hoesch AG  in Dorsten die sogenannte „Sachsensiedlung“ in Holsterhausen abzureißen und die freiwerdende Fläche neu zu  bebauen. Der Protest der Bewohner verhinderte zwar den kompletten Abriss der Siedlung, die eingeleitete Privatisierung zeigte jedoch schon bald nachteilige städtebauliche Folgen. Da keine Unterdenkmalschutzstellung erfolgte bzw. keine Gestaltungssatzung erlassen wurde, konnten die Erwerber der Häuser z.B. die Fassaden nach ihren individuellen Vorstellungen verändern und &amp;quot;verschönern&amp;quot;. Schnell verschwand dadurch der historisch geprägte Stil der Siedlung. Individuelle Fassadenerneuerungen und Gebäudeerweiterungen ohne Rücksicht auf den Gesamteindruck der „Sachsenkolonie“ waren an der Tagesordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanierung der Siedlung Fürst Leopold ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch über die Zukunft der Siedlung „Fürst Leopold“ wurde bereits Anfang der 1970er Jahre diskutiert. Beeindruckt durch die negativen Folgen der Privatisierung  der Sachsensiedlung und sicherlich auch beeinflusst durch die als wegweisend empfundene Sanierung der Arbeitersiedlung Eisenheim, erarbeitete der Dorstener Architekt und Dozent an der Fachhochschule Recklinghausen/Bochum, Prof. Manfred Ludes, gemeinsam mit seinen Studenten ein Konzept für eine durchgängige Sanierung der Siedlung „Fürst Leopold“. Im Rahmen eines Pilotprojekts sanierte und modernisierte daraufhin die Hoesch AG zunächst einige Gebäude südlich der Burgsdorffstraße (Hausnummern 44-62). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wittwer Georg Wittwer], Leiter der Entwicklungsgesellschaft Wulfen und später Bausenator von Berlin setzte sich sehr für die Sanierung der Siedlung ein und schrieb 1980 im Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, ''&amp;quot;dass es an der Zeit sei, darüber nachzudenken, wie verhindert werden kann, dass die Siedlung ein ähnliches Schicksal erleidet wie beispielsweise die Sachsensiedlung in Holsterhausen&amp;quot;''&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wittwer&amp;quot;&amp;gt;Georg Wittwer: ''Die Bergarbeitersiedlung Hervest-Dorsten - ein städtebaulicher Versuch'', In: Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, 1980, Seite 56-64.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1982 712 Wohnungen in 543 Wohnhäusern von der Hoesch AG in die „Hoesch Wohnungsgesellschaft mbh“ ausgegliedert wurden, nahm sich diese der bestehenden Aufgabe an, Teile der Siedlung Fürst Leopold zu modernisieren und den größten Teil ihres Besitzes zu privatisieren. Darüber hinaus sollten 80 neue Wohnungen durch sogenannte Nachverdichtung (Bau von zusätzlichen Wohngebäuden im Innenbereich der Gebäudeblöcke) geschaffen werden. Das Modernisierungskonzept der Hoesch Wohnungsgesellschaft sah den Erhalt und die Verbesserung der Bausubstanz vor, sowie die Angleichung der Wohnqualität an den Stand der 1980er Jahre. Im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verbesserung der Wohnungsgrundrisse&lt;br /&gt;
* Einbau einer Zentralheizung&lt;br /&gt;
* Einbau von isolierverglasten Fenstern&lt;br /&gt;
* Einbau eines Bades&lt;br /&gt;
* Erneuerung der sanitären und elektrischen Installation&lt;br /&gt;
* Herstellung neuer Wasseranschlüsse und erdverkabelter Elektroanschlüsse&lt;br /&gt;
* Erstellung von Hausentwässerungen&lt;br /&gt;
* Bau von Einstellplätzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Bereitstellung von Nahwärme waren 6 kohlebefeuerte Blockheizwerke geplant. Gartenflächen in den Blockinnenbereichen sollten nicht nur für Neubauten, sondern auch für die Anlage von Garagenhöfen und Spielplätzen genutzt werden. Um der steigenden Motorisierung der Bewohner Rechnung zu tragen, wurde pro Wohneinheit die Errichtung von 1,5 Stellplätzen/Garagen vorgesehen. Die Hoesch Wohnungsgesellschaft beantragte für die Modernisierung der Gebäude Fördermittel von ca. 60.000 DM pro Wohnung beim Land NRW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mieter der Wohnungen, die ihre großzügigen Gärten zwar nicht mehr hauptsächlich für den Anbau von Gemüse und Obst nutzen, sondern durch Anlage von Rasenflächen Freizeit- und Erholungszwecke in den Vordergrund stellten, bemängelten die Planung in erster Linie wegen der Reduzierung ihrer Gartenflächen. Den Erwerb von nichtsanierten Häusern zu Preisen zwischen 60.000,-- bis 80.000,-- DM fanden viele Mieter unattraktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Dorsten, zuständig für den verkehrsberuhigten Ausbau der Straßen, für die Erneuerung der Entwässerungsleitungen und die Errichtung von Grünanlagen veranschlagte hierfür zunächst Kosten in Höhe von 5 Millionen DM, die zu 80% vom Land getragen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den geschlossenen, einheitlichen  Charakter der Siedlung im Rahmen der Teilprivatisierung zu bewahren, erhoffte man sich zunächst durch Abgabe von Verpflichtungserklärungen der Erwerber, ''„...  bei geplanten Änderungen an Silhouette und Außenhaut ...“'' den Empfehlungen einer von Prof. Ludes und der Hoesch Wohnungsgesellschaft erstellten Broschüre zu folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1984 begann dann die Wohnungsgesellschaft im Innenbereich „Burgsdorffstraße“-„Brunnenstraße“-„Heinrich-Wienke-Straße“ mit der sogenannten &amp;quot;Nachverdichtung&amp;quot; und baute ein erstes neues Gebäude mit 18 Wohneinheiten. Zuvor gab es Meinungsunterschiede im Rat der Stadt Dorsten bei der Frage, ob:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Neubauten ein Bebauungsplanverfahren erforderlich sei, und ob&lt;br /&gt;
* die Siedlung unter Denkmalschutz gestellt werden sollte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und die Mehrheit des Rates waren zunächst der Auffassung, dass förmliche Verfahren zur Erreichung von Baurechtssicherheit und zur Durchsetzung der städtebaulichen und denkmalpflegerischen Ziele nicht erforderlich seien. Die Bezirksregierung in Münster allerdings widersprach der Einschätzung der Stadt Dorsten und hielt die Aufstellung eines Bebauungsplans für erforderlich. Die obere Denkmalbehörde in Münster hielt es darüber hinaus für erforderlich, die Siedlung unter Denkmalschutz zu stellen. Zudem verlangte das Ministerium für Landes- und Stadtentwicklung in Düsseldorf, dass im Zuge des Bewilligungsverfahren zunächst ein Gesamtkonzept vorzulegen sei und ein Sanierungsbeirat gebildet werden müsse, in dem auch Vertreter der Mieter die Gelegenheit erhalten sollten, sich an der Erörterung der Planungs- und Modernisierungsvorhaben zu beteiligen. Offensichtlich befürchtete man in Düsseldorf, dass das beabsichtigte Ziel, das historische Erscheinungsbild der Siedlung auf Dauer zu erhalten, ohne verbindliche Rechtsinstrumente nicht erreicht werden könnte. Zudem war es dem Ministerium ein Anliegen, eine Beteiligung der betroffenen Bewohner sicherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bauausschuss lehnte den Antrag, die Zechensiedlung in die Denkmalliste der Stadt Dorsten einzutragen, im Juni 1984 zunächst ab&amp;lt;ref name=&amp;quot;BauA-334/84&amp;quot;&amp;gt;Stadt Dorsten: ''Niederschrift der Bauaussschusssitzung,vom 07.06.1984, TOP 4, Drucksache 334/84''&amp;lt;/ref&amp;gt;. Eine Gestaltungssatzung auf Grundlage der Empfehlungen von Prof. Ludes befürworteten gleichwohl die Ausschussmitglieder. Die Politiker befürchteten zum großen Teil, dass die Hoesch Wohnungsgesellschaft und vor allem potentielle Erwerber der Wohnungen durch zu strikte Regelungen zu sehr eingeengt würden und das Ziel, Bergleuten den Erwerb von Wohnungseigentum zu erleichtern, erschwert würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Stadt erkannt hatte, dass ohne Unterschutzstellung der Siedlung keine Landesfördermittel fließen würden, beauftragte sie am 22.11.1984 doch noch das Denkmalamt, einen Entwurf einer Denkmalbereichssatzung zu erstellen&amp;lt;ref name=&amp;quot;BauA-535/84&amp;quot;&amp;gt;Stadt Dorsten: ''Niederschrift der Ratssitzung vom 22.11.1984, TOP 14, Drucksache 535/84 und 666/84''.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schließlich erließ der Stadtrat am 04.03.1986 eine [http://eservice2.gkd-re.de/bsointer120/DokumentServlet?dokumentenname=120l0444.pdf Gestaltungssatzung] und  am 27.02.1987 eine Satzung zur [http://eservice2.gkd-re.de/bsointer120/DokumentServlet?dokumentenname=120l4416.pdf Unterschutzstellung des Denkmalbereiches „Zechensiedlung Hervest“]. Damit waren die Voraussetzungen  erfüllt, Fördermittel des Landes zur Herstellung der Straßen, Wege, Spielplätze und Grünanlagen zu erhalten. Eine erste Rate der Landesmittel in Höhe von 1,2 Millionen DM erhielt die Stadt 1988. Insgesamt betrugen die förderfähigen Kosten für die öffentlichen Sanierungsmaßnahmen 4 Millionen DM, wovon 80% vom Land NRW getragen wurden und den Rest die Stadt Dorsten beisteuern musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgeschlossen wurden die Modernisierungsarbeiten Anfang der 1990er Jahre. Statt der geplanten Privatisierung von rund 500 Wohneinheiten wurden jedoch lediglich 200 an die jeweiligen Mieter veräußert. Die von der Hoesch Wohnungsgesellschaft beabsichtigten Innenbebauung in den Gärten zwischen der Halterner Straße und Burgsdorffstraße wurde wegen der Einwendungen der Aufsichtsbehörden nicht mehr ausgeführt. Statt der geplanten 80 neuen Wohnungen wurden lediglich 30 gebaut (Schachtstr. 17a, 17b, Brunnenstr. 2a, 2b und Heinrich-Wienke-Str. 35a,35b).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zechensiedlung heute ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview der Dorstener Zeitung mit Vivawest über die Zechensiedlung (14.09.2012)&lt;br /&gt;
[[Datei:DZ 20120914.png]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Fri, 31 May 2019 13:32:14 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Zechensiedlung_Hervest</comments>		</item>
		<item>
			<title>Datei:Brunnenplatz Foto 2019 Kopie.jpg</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei:Brunnenplatz_Foto_2019_Kopie.jpg</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;Brunnenplatz nach Fällung der Kastanien, 2019.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Brunnenplatz nach Fällung der Kastanien, 2019.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Fri, 31 May 2019 13:27:30 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei_Diskussion:Brunnenplatz_Foto_2019_Kopie.jpg</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt_Fundpunkt_Openstreetmap.jpg|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908), der als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] zu jener Zeit das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] innehatte, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze besaß. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde, aber auch durch einmalige Zahlung abgelöst werden konnte. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurden beide Schächte bis zu einer Tiefe von 670 m teilverfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die Förderung des Grubenwassers an den vorgesehenen Standorten im Revier zu einem widererwarteten höheren Anstieg als festgelegt führen, könnte durch Einbringen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Wasserhaltung im Revier unterstützt werden. Um die Standsicherheit des 1910 abgeteuften Schachtes auch auf lange Sicht gewährleisten zu können, wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m verringert. Schacht 2 wurde bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt, könnte aber ggf. für weitere Unterstützungssümpfungen wieder aufgebohrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang änderte man die Ausgestaltung der Fassade durch Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Dadurch war es auch möglich, die Stromerzeugung, die bis zu dieser Zeit noch auf die beiden Betriebsstandorte (Baldur und Fürst Leopold) aufgeteilt war, zusammenzulegen. Die bis dahin auf Baldur betriebene 2,5 MW Dampfturbine fand so neben den beiden vorhandenen 1,6 MW Aggregaten und den Verdichtern in der vergrößerten elektrischen Zentrale einen neuen Platz. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude nochmals um zwei Achsfelder und stellt eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2-am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Fri, 31 May 2019 03:27:27 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt_Fundpunkt_Openstreetmap.jpg|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908), der als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] zu jener Zeit das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] innehatte, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze besaß. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde, aber auch durch einmalige Zahlung abgelöst werden konnte. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurden beide Schächte bis zu einer Tiefe von 670 m teilverfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die konzipierte Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem widererwarteten höheren Anstieg als festgelegt führen, könnte durch Einbringen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Wasserhaltung im Ruhrgebiet unterstützt werden. Um die Standsicherheit des 1910 abgeteuften Schachtes auch auf lange Sicht gewährleisten zu können, wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m verringert. Schacht 2 wurde bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt, könnte aber ggf. für weitere Unterstützungssümpfungen wieder aufgebohrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang änderte man die Ausgestaltung der Fassade durch Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Dadurch war es auch möglich, die Stromerzeugung, die bis zu dieser Zeit noch auf die beiden Betriebsstandorte (Baldur und Fürst Leopold) aufgeteilt war, zusammenzulegen. Die bis dahin auf Baldur betriebene 2,5 MW Dampfturbine fand so neben den beiden vorhandenen 1,6 MW Aggregaten und den Verdichtern in der vergrößerten elektrischen Zentrale einen neuen Platz. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude nochmals um zwei Achsfelder und stellt eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2-am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png|Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 22 May 2019 16:31:57 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
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			<title>Datei:Westl Fördermaschine Schacht 2 Draufsicht Maschine-Friedrich-Wilhelms-Hütte Mülheim-Ruhr 1914.png</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei:Westl_F%C3%B6rdermaschine_Schacht_2_Draufsicht_Maschine-Friedrich-Wilhelms-H%C3%BCtte_M%C3%BClheim-Ruhr_1914.png</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;Zeche Fürst Leopold: Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Zeche Fürst Leopold: Westl. Fördermaschine Schacht 2: Draufsicht, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 22 May 2019 16:27:53 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei_Diskussion:Westl_F%C3%B6rdermaschine_Schacht_2_Draufsicht_Maschine-Friedrich-Wilhelms-H%C3%BCtte_M%C3%BClheim-Ruhr_1914.png</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt_Fundpunkt_Openstreetmap.jpg|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908), der als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] zu jener Zeit das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] innehatte, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze besaß. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde, aber auch durch einmalige Zahlung abgelöst werden konnte. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurden beide Schächte bis zu einer Tiefe von 670 m teilverfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die konzipierte Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem widererwarteten höheren Anstieg als festgelegt führen, könnte durch Einbringen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Wasserhaltung im Ruhrgebiet unterstützt werden. Um die Standsicherheit des 1910 abgeteuften Schachtes auch auf lange Sicht gewährleisten zu können, wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m verringert. Schacht 2 wurde bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt, könnte aber ggf. für weitere Unterstützungssümpfungen wieder aufgebohrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang änderte man die Ausgestaltung der Fassade durch Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Dadurch war es auch möglich, die Stromerzeugung, die bis zu dieser Zeit noch auf die beiden Betriebsstandorte (Baldur und Fürst Leopold) aufgeteilt war, zusammenzulegen. Die bis dahin auf Baldur betriebene 2,5 MW Dampfturbine fand so neben den beiden vorhandenen 1,6 MW Aggregaten und den Verdichtern in der vergrößerten elektrischen Zentrale einen neuen Platz. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude nochmals um zwei Achsfelder und stellt eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2-am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 01 May 2019 09:50:02 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Portal:Fürst Leopold</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Portal:F%C3%BCrst_Leopold</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutung_fuerst_leopold_dokument_400px Kopie.png|400px|thumb|Mutungsantrag, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt_Fundpunkt_Openstreetmap.jpg|400px|thumb|Ort (Fundpunkt) der Mutungsbohrung auf Steinkohle -FL II, 1902- &lt;br /&gt;
Quelle:OpenStreetMap]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_Leopold.jpg|400px|thumb|Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (Gemälde 1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_um_1926_2.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1926, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild 19450717.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 17.07.1945, &amp;amp;copy; Luftbilddatenbank Dr. Carls, Estenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Senkrechtaufnahme1952_1600px.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1952 &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasnegativ_1955_mod.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuerst_leopold_historisches_luftbild_3.jpg|400px|thumb|Luftbild der Zeche Fürst Leopold (um 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2007.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2007, &amp;amp;copy; Regionalverband Ruhr, Essen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild_Fuerst_Leopold_2011.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2011, &amp;amp;copy; Hans Blossey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeche_2015_Loewrick.jpg|400px|thumb|Luftbild Fürst Leopold, 2015, &amp;amp;copy; Michael Löwrick]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schächte verfüll_826pxt.png|400px|thumb|Schachtverfüllungen, 2019, &amp;amp;copy; Quelle: RAG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Bergwerks leitet sich ab von Nikolaus Leopold Joseph Maria Fürst zu Salm-Salm (1838 - 1908), der als [http://de.wikipedia.org/wiki/Standesherr_%28Deutscher_Bund%29 Standesherr] zu jener Zeit das [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Bergregal] innehatte, also das Verfügungsrecht über die Bodenschätze besaß. Nachdem Versuchsbohrungen in den Jahren 1899 bis 1902 ergaben, dass auch nördlich der Lippe Kohle wirtschaftlich gefördert werden kann, beantragten Emil Tilmann, Dortmund und [http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Weidtman Victor Weidtman], Aachen die Bewilligung einer Genehmigung zum Bergbau ([http://de.wikipedia.org/wiki/Mutung Mutung]) in Hervest. 1906 erwarben sie das 4,4 km² große Bergeigentum vom Fürsten Salm-Salm zu Anholt und veräußerten dieses umgehend wieder für 750.000 Mark an die [http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Consolidation Bergwerksgesellschaft Consolidation] in Gelsenkirchen. Als Regalherrn stand dem Fürsten zu Salm-Salm der sogenannte &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergzehnt Bergzehnte]&amp;quot; zu, der nach dem abgeschlossenen Vertrag auf 1% des Verkaufswerts der zu fördernden Kohle ermäßigt wurde, aber auch durch einmalige Zahlung abgelöst werden konnte. Am 14. November 1910 begann man damit Schacht 1 abzuteufen. Die erste Kohle wurde am 19. Januar 1913 gefördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 erwarb das Eisen- und Stahlwerk Hoesch nach und nach [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxe] der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot;  und der &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold-Fortsetzung&amp;quot;. Zweck dieser Ankäufe war es, sich vorsorglich Rohstoffe zu sichern für das expandierende Unternehmen. Mit dem Erwerb von nahezu allen [http://de.wikipedia.org/wiki/Kuxe Kuxen] wurde die &amp;quot;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bergrechtliche_Gewerkschaft Gewerkschaft] Fürst Leopold&amp;quot; 1918 aufgelöst und das Bergwerk als ein Betriebsteil des Eisen- und Stahlwerks  Hoesch geführt. Die in Dorsten geförderte Gas- und Gasflammkohle eignete sich zwar nicht dazu, Koks für die Verhüttung von Eisenerz herzustellen. Doch benötigte Hoesch auch Kohle für die Erzeugung von Wärme, und für die Befeuerung von Kraftwerken. Zudem konnte die Dorstener Kohle als sogenannte Bunkerkohle für Schiffsdampfmaschinen im In- und Ausland abgesetzt werden. Der Export von Kohle musste z.T. subventioniert werden, da außerhalb von Deutschland wegen dort günstigerer Standortbedingungen Steinkohle preiswerter abgebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erfolgte der Verbund von &amp;quot;''Fürst Leopold''&amp;quot; mit der Holsterhausener Zeche [[Portal:Baldur|Baldur]] unter dem Namen &amp;quot;Fürst Leopold-Baldur&amp;quot;. Am 30.November 1969 wurde die Hoesch Bergbau AG und damit auch die Zeche Fürst Leopold-Baldur in die neu gegründeten [http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrkohle_AG Ruhrkohle AG] eingebracht. Nachdem 1971 eine gemeinsame Werksdirektion mit der Zeche [[Portal:Wulfen|Wulfen]] gebildet worden war, kam es am 01.01.1982 zum endgültigen Zusammenschluss unter dem Namen &amp;quot;''Fürst Leopold/Wulfen''&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Förderung erreichte das Bergwerk 1997 mit 2,4 Mio. Tonnen, die von 2.943 Beschäftigten erzielt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 01. April 1998 verschmolzen die beiden Zechen Westerholt und Fürst Leopold/Wulfen zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Lippe Bergwerk Lippe]. Quasi als Ausgleich für den Wegfall der Arbeitsplätze auf Fürst Leopold erhielt die Stadt Dorsten die Zusage, dass die Ausbildungsstätte in Dorsten weiterbetrieben würde und auch die Verwaltung der Verbundzeche ihren Sitz in Dorsten haben würde. Die letzte Kohle auf Fürst Leopold wurde am 17. August 2001 gefördert. Die Ausbildung kam nach Herten-Westerholt und zum Leidwesen der Stadt Dorsten [http://martin-hagemann.de/bergbau-dorsten-wiki2_jpg_files/19990313_Dr_Zahn_Zechenschl_Berichtsvorlage.jpg (Berichtsvorlage Stadt Dorsten)] zog auch die Verwaltung nach Herten. Der räumliche Verbund der Grubenfelder von Leopold und Westerholt erfolgte am 15. Juni 2005 mit dem Durchschlag einer zwischen den beiden Zechen aufgefahrenen Strecke. Das Bergwerk Lippe stellte schließlich am 19.12.2008 den Betrieb ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2019 wurden beide Schächte bis zu einer Tiefe von 670 m teilverfüllt. Schacht 1 wird künftig als Reservebrunnen vorgehalten. Sollte die konzipierte Förderung des Grubenwassers an anderen Standorten im Revier zu einem widererwarteten höheren Anstieg als festgelegt führen, könnte durch Einbringen von Tauchpumpen in Schacht 1 die Wasserhaltung im Ruhrgebiet unterstützt werden. Um die Standsicherheit des 1910 abgeteuften Schachtes auch auf lange Sicht gewährleisten zu können, wurde der Schachtquerschnitt durch Ausbetonieren von 6,50 m auf 2,70 m verringert. Schacht 2 wurde bis zu einer Tiefe von 670 m komplett verfüllt, könnte aber ggf. für weitere Unterstützungssümpfungen aufgebohrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss 1960.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1960, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagesriss_1941.jpg]]Tagesriss (Werksplan) von 1941, &amp;amp;copy; Hagemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeittafel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  Jahr     !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; | Ereignis  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1902]]                      || '''Mutung der Felder Fürst Leopold I - III'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1906]]                      || Februar/März: Verleihung der Felder Fürst Leopold I - III, Gründung der Gewerkschaft &amp;quot;Fürst Leopold&amp;quot; (im Besitz der Bergwerksgesellschaft Consolidation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1908]]                      || Verleihung der sechs Felder Fürst Leopold IV - IX&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1909]]                      || Verleihung Feld Fürst Leopold X, Berechtsame: 21,2 km² &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[12.02.1910]]                || Konsolidierung der Berechtsame zu Fürst Leopold, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.11.1910]]                || '''Teufbeginn Schacht 1''' (Gefrierverfahren)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1911]]                      || Teufbeginn Schacht 2 (Gefrierverfahren), Schacht 1: Karbon bei 600 m(-567 m), Teilung der Berechtsame in Fürst Leopold (15,1 km²) und Fürst Leopold Fortsetzung (6,1 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1912]]                      || Schacht 1: Ansetzen 1. Sohle = 647 m(-614 m), Schacht 2: Ansetzen 2. Sohle = 744 m(-709 m), erste Kohlenförderung, 532 t, 394 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.01.1913]]                || '''Schacht 1: regelmäßiger Förderbeginn'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1913]]                      || Tieferteufen Schacht 1 bis 2. Sohle, 39236 t, 626 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1914]]                      || Tieferteufen Schacht 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1915]]                      || Schacht 1: Ansetzen 3. Sohle = 874 m(-839 m), Schacht 2 ebenfalls bis 3. Sohle, 151418 t, 799 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[22.09.1918]]                ||'''Erwerb durch die Hoesch AG''', Auflösung der Gewerkschaft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1920]]                      || Erwerb Feld Trennstück 0din (0,35 km²), Gesamtberechtsame: 21,5 km², 334201 t, 1795 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]]                      || 509872 t, 2068 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1926]]                      || Auffahrung Strecke auf 3. Sohle zum Verbund mit Baldur, jedoch im gleichen Jahr gestundet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1930]]                      || 523035 t, 1445 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1931]]                      ||'''Zusammenlegung mit sillgelegter Zeche Baldur zu Fürst Leopold-Baldur''', Baufeld: 25,3 km2, Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m),&lt;br /&gt;
Baldur: Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m),&lt;br /&gt;
Juni: Durchschlag zwischen 2. Sohle Fürst Leopold und 3. Sohle Baldur, 482080 t, 1253 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1934]]                      || 42 Feierschichten wegen Absatzmangel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1935]]                      || 567304 t, 1204 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1940]]                      || 1.095342 t, 2410 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1945]]                      || schwere Kriegsschäden, 3. Sohle unter Wasser, Mai: Sümpfen, 279974 t, 1869 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1946]]                      || Anlagen: Fürst Leopold 1/2, Baldur 1/2 (nur Wetterführung), Hauptfördersohle: 3. Sohle 874 m(-839 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]]                      || 1.058644 t, 3436 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1953]]                      || Inbetriebnahme Kraftwerk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1954]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2 bis unterhalb 1. Sohle = 595 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1955]]                      || 1.412910 t, 4296 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]]                      || max. Förderung: 1.499302 t, 4477 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1960]]                      || 1.214618 t, 3344 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1965]]                      || 1.172667 t, 2735 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]]                      || 1.106982 t, 1808 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]]                      || Bildung einer Werksdirektion aus den Zechen Fürst Leopold-Baldur und Wulfen, jedoch bleiben beide weiterhin selbständig fördernde Anlagen. Umbenennung Fürst Leopold-Baldur in '''Fürst Leopold''', Baufeld: 20 km², Anlagen: Fürst Leopold: Förderanlage, Schächte 1/2 bis 3. Sohle = 874 m(-839 m) = Fördersohle, Baldur: Schacht 1 bis 3. Sohle = 743 m, Schacht 2 bis 1. Sohle = 595 m, 1.9. Strebbruch (3 Tote), 1.213006 t, 1890 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]]                      || Verfüllung Schacht Baldur 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]]                      || Fürst Leopold: Ansetzen 4. Sohle = 1034 m(-1000 m) im Gesenk&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]]                      || 1.206139 t, 2038 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]]                      || Bau eines neuen Fördergerüsts über Schacht 1 und Umbau des Schachts auf Gefäßförderung, Förderberg von 3. Sohle zur 4. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]]                      || Mutung Feld Im Vest (0,14 km²)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]]                      || max. Förderung: 1.277840 t, 2325 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]]                      || Durchschlag 3. Sohle mit 2. Sohle Wulfen mittels Strecken und Gesteinsberg (Länge: 7580 m), Übernahme Förderung untertage von Wulfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.01.1982]]     ||'''Umbenennung in Fürst Leopold/Wulfen'''.&lt;br /&gt;
Anlagen:&lt;br /&gt;
Fürst Leopold: Schächte 1/2, Förderanlage, Fördersohlen: 3. Sohle = 872 m(-839 m) und im Gesenk 4. Sohle = 1034 m(-1000 mS), Schacht Baldur 1 bis 3. Sohle = 743 m(-710 m), nachfolgend genannt 2. Sohle),&lt;br /&gt;
Wulfen 1/2: 2. Sohle = 1037 m(-991 m, -1000 mS),&lt;br /&gt;
Kohlen untertage von Wulfen nach Fürst Leopold, Baufeld: 104,3 km², Tieferteufen Schacht Baldur 1, 1.383923 t, 2764 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]]              || Schacht Baldur 1: Ansetzen neue 3. Sohle = 864 m(-831 m), 4. Sohle = 943 m(-910 m) und 5. Sohle = 1053 m(-1020 m), Wulfen: Umbenennung 1. Sohle in 3. Sohle und 2. Sohle in 5. Sohle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || 30.01.: Fördereinstellung im Schacht Wulfen 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]]       || 1.846060 t, 3109 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]]                      || Schacht Leopold 1: Umbau Fördergerüst, in Planung: Teufen Schacht Wulfen 3 (zwischen Fürst Leopold 1/2 und Wulfen 1/2)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]]                      || Wulfen: Auffahrung 4. Sohle, 2.117843 t, 3051 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]]                      || Tieferteufen Schacht Baldur 1: Ansetzen 1. Teilsohle = 1158 m(-1125 m), Wulfen: Anschluss der nachträglich angesetzten 4. Sohle = 927 m(-880 m) an die 4. Sohle Fürst Leopold&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 2. Teilsohle = 1283 m(-1250 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]]                      || Schacht Baldur 1: Ansetzen 6. Sohle = 1323 m(-1290 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1995]]                      || 2.386962 t, 3302 Beschäftigte &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1997]]                      || max. Förderung: 2.400350 t, 2943 Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[01.04.1998]]                || Verbund mit Westerholt zum '''Bergwerk Lippe'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[17.08.2001]]                || '''Einstellung der Kohleförderung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[15.06.2005]]                || Durchschlag des Flözberges im Flöz L/K/I von Fürst Leopold nach Westerholt. Damit räumlicher Verbund beider Bergwerke unter Tage.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || '''Stilllegung''' des Bergwerks Lippe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[19.12.2008]]                || Die Tedo GmbH in Dorsten erwirbt 11,3 ha der ehemaligen Zechenfläche mit den historischen Gebäuden im Zentrum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[14.10.2011]]                || Die Kernfläche des Zechenareals wird aus der Bergaufsicht entlassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[30.11.2011]]                || Nach Rückübertragung des Fördermaschinenhauses von Tedo an die RAG Montan Immobilien überträgt diese wiederum das Eigentum an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2015]]                      ||Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur erhält von der RAG als Zustiftung das Fördergerüst Schacht 2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2017-2019]]                 ||Schacht 1 wird ab einer Teufe von 670 m zu einem Brunnenschacht für eine später mögliche Reservewasserhaltung umgebaut und explosionssicher verschlossen und versiegelt. Durchmesser: 2,70 m.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]]                      ||Schacht 2 wird ab einer Teufe von 670 m mit einem wiederaufbohrbaren Beton für eine spätere Reservewasserhaltung verfüllt und explosionssicher verschlossen und versiegelt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigungszahlen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschaeftigtenentwicklung.png|Beschäftige auf Fürst Leopold(/Wulfen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderleistung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Foerderung.png|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Nutzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um neue Nutzungsmöglichkeiten zu entwickeln, wurde 2001 die Projektgesellschaft Fürst Leopold (PGFL) ins Leben gerufen. Gesellschafter der inzwischen liquidierten Einrichtung waren die Stadt Dorsten und die MGG (heute: RAG Montan Immobilien) mit jeweils 50% Geschäftsanteilen. Umfangreiche Bestandsaufnahmen der Gebäude, der Infrastruktur und des Freiraumes bildeten die Basis für eine 2004 von den Architekten und Stadtplanern Börner/Schmidt (Dorsten) und Post/Wolters (Dortmund) vorgelegten Konzeptstudie über neue Nutzungsmöglichkeiten auf der ehemaligen Zechenfläche. Diese Arbeiten wurden durch die EU und das Land NRW gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 hat die MGG mit der Firma PRISMA Immobilien, Dorsten einen [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Letter_Of_Intent&amp;amp;redirect=no Letter of intent] geschlossen. Zielsetzung dieser Absichtserklärung war es, weitergehende Planungen vorzunehemen, mit dem Ziel, die Ansiedlung von Einzelhandel sowie weitere Nutzungen für Freizeit und Kultur auf dem Kerngelände zu prüfen. Parallel zu den Planungen des Investors hat die Stadt Dorsten in mehreren Gutachten untersuchen lassen, inwieweit die vom Investor gewünschten Einzelhandelsvorhaben verträglich sind mit städtebaulichen und handelswirtschaftlichen Zielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erwarb die zwischenzeitlich neugegründete Gesellschaft TeDo ('''Te'''mpelmann-'''Do'''rsten) rund 12 Hektar des ehemaligen Bergwerks Fürst Leopold von der RAG Montan Immobilien und der RAG AG. Der Rat der Stadt Dorsten hat daraufhin die Aufstellung eines Bebauungsplans für das zentrale Zechengelände beschlossen und 2011 einen Vorentwurf aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 2011 schließlich ging das Eigentum an dem Fördermaschinenhaus von der RAG auf die Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur über. Das im Osten angrenzende Grundstück, auf dem ein soziokulturelles Zentrum entstehen soll, hat die Stadt Dorsten erworben. Am 05.09.2012 beschließt der Rat der Stadt Dorsten den Bebauungsplan &amp;quot;Ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold -Teilabschnitt Süd/Ost-&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:B_Plan_2011.jpg|Förderung auf Fürst Leopold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der einst über 30 übertägigen Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden künftig für kulturelle und gastronomische Zwecke genutzt. Es sind dies die Lohnhalle mit Verwaltung und Kauen, das Lager- und Lüftergebäude, das Fördermaschinenhaus sowie die Elektrische Zentrale (Dampfzentrale) und die Torhäuser. Die Bauten der Zeche Fürst Leopold entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1911 bis 1916. Während die ersten Gebäude im aufwendigen neobarocken Backsteinstil/[http://de.wikipedia.org/wiki/Reformarchitektur Reformstil] (z.B. das Fördermaschinenhaus Schacht 1) errichtet wurden, konnten die in der Zeit des ersten Weltriegs und danch errichteten Bauten nur schlicht und dem Zweck entsprechend einfach ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Zentrale ===&lt;br /&gt;
Die Elektrische Zentrale, vis-à-vis dem Verwaltungsgebäude, wurde bis zum Ende des Zechenbetriebs mehrfach umgenutzt und erweitert. In dem 1912 errichteten Gebäude standen zunächst zwei Turbogenatoren mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt. Später kamen noch Kompressoren für die Bereitstellung von Druckluft hinzu.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1935 wurde die elektrische Zentrale nach Süden hin erweitert. In diesem Zusammenhang änderte man die Ausgestaltung der Fassade durch Vorsetzen einer Klinkerverblendschale. Dadurch war es auch möglich, die Stromerzeugung, die bis zu dieser Zeit noch auf die beiden Betriebsstandorte (Baldur und Fürst Leopold) aufgeteilt war, zusammenzulegen. Die bis dahin auf Baldur betriebene 2,5 MW Dampfturbine fand so neben den beiden vorhandenen 1,6 MW Aggregaten und den Verdichtern in der vergrößerten elektrischen Zentrale einen neuen Platz. Der Standort Baldur erhielt von da ab den notwendigen Betriebsstrom über von Fürst Leopold aus verlegte Mittelspannungsleitungen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um den durch die zunehmende Mechanisierung erhöhten Strombedarf zu decken, erweiterte man 1948 das Gebäude nochmals um zwei Achsfelder und stellt eine vierte Dampfturbine mit einer elektrischen Leistung von 8 MW auf. 1952 wurde die Eingangstreppe nochmals umgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen Hochdruckkraftwerks (1953), östlich des Maschinenhauses -Schacht 2- gelegen, wurde nur noch ein 10 MW BBC-Turbogenerator in der Kraftzentrale betrieben. Daneben befanden sich noch drei Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h in diesem Gebäude. Der 300 °C. heiße Dampf (13 bar) für diese Kondensationsturbine, wie auch für die drei dort aufgestellten Kompressoren, kam von da ab als Abdampf aus dem neuen Kraftwerk von einer der beiden 10,5 MW bzw. 3,5 MW Vorschaltturbinen bzw., bei Ausfall dieser Aggregate, über eine Reduzierstation direkt von den Hochdruckkesseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 wurde aus der Kraftzentrale die Druckluft-/Dampfzentrale.  Der Turbogenerator und einer der beiden Kompressoren wurden abgebaut. Der Dampf für die Fördermaschinen kam nun nicht mehr vom Kraftwerk, sondern wurde unmittelbar in der ursprünglichen „Elektrischen Zentrale“ erzeugt. Dazu wurden zwei kompakte gasbefeuerte Kessel installiert, von denen einer, bei Störungen der Gasbelieferung, auch mit Leichtöl, aus den dem Gebäude im Osten vorgelagerten Tanks, betrieben werden konnte. Das Gas wurde von der Kokerei Prosper in Bottrop bezogen. Für die Bereitstellung von Druckluft dienten zwei neben den Turboverdichtern aufgestellte Elektrokompressoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inbetriebnahme der neuen Elektrofördermaschine -Schacht 2-am 25.7.2008 wurde die Druckluft-/Dampfzentrale ausserbetriebgesetzt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_Veraenderungen.jpg|900px|thumb|left|Elektrische Zentrale, Grundrisse -Veränderungen-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrische_Zentrale_2.jpg|1200px|thumb|left|Elektrische Zentrale, 1912, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Druckluftzentrale_2008.jpg|1200px|thumb|left|Dampfzentrale, früher: Elektrische Zentrale, 2008, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Kraftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Maschinenzentrale, &lt;br /&gt;
 - Pressluftzentrale, &lt;br /&gt;
 - Druckluftzentrale &lt;br /&gt;
 - Dampfzentrale&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1912, 1935 neu errichtet, 1948 nochmals erweitert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Ursprünglich in einem an den Jugendstil angelehnten Reformstil erbaut, wurde die elektrische Zentrale 1935 nach Süden erweitert und die Fassade durch Vorsetzen einer Kinkerverblendschale verändert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maße 1912:||&lt;br /&gt;
 Länge: 39 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1935:||&lt;br /&gt;
 Länge: 50 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Maße 1948:||&lt;br /&gt;
 Länge: 63 m&lt;br /&gt;
 Breite: 22 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1912 ||       2 Zweidruckdampfturbinen mit einer Leistung von je 1,6 Megawatt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 ||   + 1 Turbokompressor, 19.000 m³/h.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 ||   + 1 Kreiselkompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1935 ||   + 1 Turbogenerator&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1948 ||   + 1 Turbokompressor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1952 ||   + 1 Turbokompresor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1955 || Nach Fertigstellung des neuen Hochdruckkraftwerks verbleiben in dem Gebäude nur noch&lt;br /&gt;
   - 3 Turbokompressoren mit einer Gesamtleistung von 240.000 m³/h und &lt;br /&gt;
   - 1 Turbogenerator (10 MW)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Umnutzung als Dampf-/Druckluftzentrale&lt;br /&gt;
 - 2 Dampfkessel mit einer Leistung von je 25 t Dampf pro Stunde&lt;br /&gt;
 - 2 elektrisch betriebene Radialverdichter mit einer Leistung von je 20.000 N/m³&lt;br /&gt;
 - 1 elektrisch betriebener Schraubenverdichter (5.000 N/m³)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 Außerbetriebnahmee || Die benötigte Druckluft für die Wasserhaltung wurde von da ab von Verdichtern im Grubengebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmaschinengebäude ===&lt;br /&gt;
Das 1914 errichtete Hauptmaschinengebäude diente der Erzeugung von Druckluft und der Bewetterung des Grubengebäudes. Über einen unterirdisch mit Schacht 1 verbundenen Kanal wurden die verbrauchten  Grubenwetter über Großlüfter abgezogen. Zusätzlich standen ursprünglich noch zwei dampfbetriebene Kompressoren in dem Gebäude. &lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptmaschinengebaeude_Suedansicht_1200.jpg|1000px|thumb|left|Hauptmaschinengebäude, 1914, Südansicht, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0 0 1em 1em; font-size: 90%; width:70%; vertical-align:top; text-align:left; empty-cells:hide&amp;quot; }&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |       !!  bgcolor=&amp;quot;#D8E8FF&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spätere Bezeichnungen                       ||&lt;br /&gt;
 - Maschinengebäude&lt;br /&gt;
 - Lüfter- und Lagergebäude&lt;br /&gt;
 - Trafozentrale (missverstänlich, da niemals Trafos in dem Gebäude standen. Besser nicht verwenden.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baujahr                                       || 1914&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Architektur || Schlichter Backsteinbau, durch Wandvorlagen vertikal und Gurtgesimse horizontal gegliedert.&lt;br /&gt;
|- 1914: ||&lt;br /&gt;
| Maße ||&lt;br /&gt;
 Länge: 44 m&lt;br /&gt;
 Breite: 28 m&lt;br /&gt;
 Höhe: 20 m&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 1914 || &lt;br /&gt;
 - 2 Lüfter (Ventilatoren) à 12.000 m³/min Luftdurchsatz.&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 10.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Kolbenkompressor: 12.000 m³/h&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüfter dienten der Bewetterung des Grubengebäudes. Die „warmen Wetter“ wurden ursprünglich über Schacht 1 von den Grubenlüftern angesaugt und über Diffusoren an die Umgebungsluft abgegeben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1937 ||&lt;br /&gt;
 Zusätzlich wurden noch aufgestellt:&lt;br /&gt;
 - 1 Kreiselkompressor: 28.000 m³/h&lt;br /&gt;
 - 1 Turbokompressor: 19.000 m³/h&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || Außerbetriebnahme der Grubenlüfter.&lt;br /&gt;
(Neue Grubenlüfteranlage im ehemaligen westlichen Fördermaschinenhaus von Schacht 1).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || Im östlichen Teil des Obergeschosses wurde eine 5 kV Schaltanlage eingebaut für die Stromversorgung (500 V und 220 V) der Grube und der übertägigen Gebäude. Im nördlichen Bereich wurden Werkstätten eingerichtet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lohnhalle und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Verwaltung und Lohnhalle wurde 1914 in Ziegelmauerbauweise errichtet. An sie schließt sich im Westen das Kauengebäude an.  Die Lohnhalle geht über drei Geschosse mit zwei umlaufenden Galerien und großem Oberlicht. Im Erdgeschoss befanden sich Büroräme, die Lohnschalter, Steigerbüros und Magazinräume. im ersten Obergeschoss waren die Büros der Werksleitung, sowie die Direktions- und Steigerkauen untergebracht. Die Stabsstelle, Markscheiderei und die  Lampenstube befanden sich im Dachgeschoss. Mit zunehmenden Ausbau der Zeche erreichte die Kaue ihre Kapazitätsgrenze, so dass 1952 das Gebäude erweitert werden musste. Gleichzeitig wurde mit dieser Maßnahme eine Trennung in Schwarz- und Weißkaue vorgenommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_und_Verwaltung.jpg|1200px|thumb|left|Lohnhalle und Verwaltung -Ostansicht-, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohnhalle_Verwaltung_Kauen.jpg|900px|thumb|left|Lohnhalle, Verwaltung und Kauen, &amp;amp;copy; Hagemann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200x1px black.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fördermaschinenhaus.jpg|400px|thumb|Fördermaschinenhaus Schacht 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergbau_Dorsten_Abbau_mod.jpg|400px|thumb|Kohleabbau unter Dorsten, Quelle: Kuschke, Michael, Geschichte des Bergbaus in Dorsten, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pläne ==&lt;br /&gt;
[[Media:Rahmen_Pleuelstange_72_dpi_3602_1580.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Konstruktionsplan Maschinenrahmen der Pleuelstange, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Media:Schnittzeichnung_72_dpi_3556_1725.png|Östl. Fördermaschine - Schacht 2: Schnitt durch Maschine und Fundament, Friedrich Wilhelms-Hütte, Mülheim-Ruhr, 1914.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interne Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geschichte_des_Bergbaus_in_Dorsten|Geschichte des Bergbaus in Dorsten, Michael Kuschke, 2008.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Zeitungsartikel zu Fürst Leopold ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;table id=&amp;quot;toc&amp;quot; class=&amp;quot;toc&amp;quot; summary=&amp;quot;Inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;tr&amp;gt;&amp;lt;td&amp;gt;&amp;lt;div id=&amp;quot;toctitle&amp;quot;&amp;gt;[[Fuerst_Leopold_Zeitungsberichte|&amp;lt;h2&amp;gt;Zeitungsberichte&amp;lt;/h2&amp;gt;]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/td&amp;gt;&amp;lt;/tr&amp;gt;&amp;lt;/table&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''100 Jahre Bergbau Lippe, 1907 - 2007''':  Festschrift, Herne, Deutsche Steinkohle AG, 2007, 107 Seiten. Standort: Verein.&lt;br /&gt;
* '''Bergwerk Fürst Leopold / Wulfen 1913 - 1993''':  Dortmund, Ruhrkohle-Zentraldruckerei, 1994, 246 Seiten. Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Chronik des Bergwerks Fürst Leopold / Wulfen 1913-1988''':  1988, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
* '''Fünfzig Jahre Fürst Leopold Baldur. 1913-1963''', Hoesch AG Bergbau, Dorsten, 1963, 62 Seiten, Standort: Stadtbibliothek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://bergbau-dorsten.de/zeche-fuerst-leopold// Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte / Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Fürst_Leopold Wikipedia: Zeche Fürst Leopold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/tr07/bergwerk-fuerst-leopold.html Route Industriekultur]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 01 May 2019 09:43:18 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Diskussion:Portal:F%C3%BCrst_Leopold</comments>		</item>
		<item>
			<title>Datei:Schächte verfüll 400t.png</title>
			<link>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei:Sch%C3%A4chte_verf%C3%BCll_400t.png</link>
			<description>&lt;p&gt;Cm.hagemann:&amp;#32;Fürst Leopold Schachtverfüllung / RAG-SteinkohleZeitschrift 02/2019&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Fürst Leopold Schachtverfüllung / RAG-SteinkohleZeitschrift 02/2019&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 01 May 2019 09:12:48 GMT</pubDate>			<dc:creator>Cm.hagemann</dc:creator>			<comments>http://bergbau-dorsten-wiki.martin-hagemann.de/index.php?title=Datei_Diskussion:Sch%C3%A4chte_verf%C3%BCll_400t.png</comments>		</item>
	</channel>
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